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Friedrich [von Romrod], Abt von Fulda, Dekan Martin und der
Konvent von Fulda und der Rat, die Schöffen und die Stadt Fulda bekunden,
dass Heinric...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1381-1390
1387 Februar 22
Ausfertigung, Pergament, drei angehängte Siegel (fehlen)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini M CCC° LXXXseptimo in die sancti Petri ad kathedram
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Friedrich [von Romrod], Abt von Fulda, Dekan Martin und der Konvent von Fulda und der Rat, die Schöffen und die Stadt Fulda bekunden, dass Heinrich von Schlitz genannt von Görtz (Gorcze) sich auf vier Jahre verpflichtet hat, ihr Marschall und Hauptmann zu sein. Heinrich soll zwei Bewaffnete und zwei Knechte auf Kosten und Gefahr des Klosters anstellen; dafür erhält er jährlich 50 Gulden. Der Hauptmann kann Verträgen zum Vorteil des Klosters nicht widersprechen. Streitigkeiten über im Krieg und Gefängnis erlittenen Schaden an Personen, Pferden oder Sachen und die dafür vom Kloster zu zahlende Entschädigung entscheidet ein Vierergremium, zu dem Abt, Konvent, Stadt und der Hauptmann jeweils einen Teilnehmer entsenden. Der Hauptmann handelt nur mit Wissen und auf Anweisung des Abtes. Er unterstützt ihn bei Bedarf in seinen Kriegen. Dafür sagt der Abt dem Hauptmann Unterstützung in seinen Rechtshändeln zu. Kriege und Fehden, die nach vier Jahren nicht beendet sind, werden zu einem Ende geführt. Heinrich kann auf Anforderung des Klosters seine Getreuen in den Dienst des Klosters nehmen. Heinrich schwört Abt und Konvent einen Eid. Er dient als Obmann (ungerader) in Schiedsgerichten. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Abt Friedrich], [Konvent von Fulda], [Stadt Fulda]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.