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Stadt Warendorf Urkunden
1798 September 11
Regest: Vor dem Gografen Nikolaus Cornelius Guilleaume errichtetes Testament des Notars Konrad Remmers. Haupterbe wird das Waisenhaus in Warendorf. Ferner erhalten Marianne Sievers für treue Dienste 25 Reichstaler, 1 Oberbett mit 2 Kissen und das vorrätige Brennholz; seine Nichten Ehefrau Körding und Ehefrau Ostwaldt je 25 Reichstaler, die Tochter der Ostwaldt, Gertrud, das restliche Bettwerk; der Hofschlosser Anton Remmers und dessen Schwester Witwe Krans zu Münster je 20 Reichstaler; sein Patenkind Konrad Böhmer, der sich in Kaiserlichen Diensten befindet, nach seiner Rückkehr nach Warendorf 25 Reichstaler. Testamentsvollstrecker wird Heinrich Anton Eickholt, Kaufhändler.
Ausfertigung - 2 Foliobogen. Gogerichtssiegel als Oblatendruck. Unterschrift des Gerichtsschreibers Joseph Hölscher. Darunter Notiz über Testamentseröffnung am 19. September 1798. Alt: Abt. 2 D IV 1b.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.