Gf Albert von Everstein bestätigt den Mönchen in Hardehausen den Besitz von 23 Hufen, den diese von Freien seiner Grafschaft gekauft hatten, behält sich aber das Recht auf den Königszins vor. Er tritt den Mönchen seine Ansprüche auf einen Hörigen Gottfried als Entschädigung für den dem Kloster bei der Belagerung der Burg Desenberg [Nö Warburg (Stadt Warburg)] zugefügten Schaden und für die vom Kloster vorgenommene Auslösung seiner Bürgen in Soest ab. Dem stimmen auch seine Frau und Söhne zu. Er wird vom Kirchenbann befreit und zusammen mit seiner Frau und seinen Söhnen in die Bruderschaft des Klosters aufgenommen und damit aller guten Werke nach dem Tod und im Leben teilhaftig. Das Kloster nimmt seine Eltern in das Totengedenken auf. Er verspricht, die Mainzer Kirche, von der er die Grafschaft zu Lehen trägt, für erlittenes Unrecht zu entschädigen. Der Aussteller benennt Zeugen und kündigt sein Siegel an.
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Gf Albert von Everstein bestätigt den Mönchen in Hardehausen den Besitz von 23 Hufen, den diese von Freien seiner Grafschaft gekauft hatten, behält sich aber das Recht auf den Königszins vor. Er tritt den Mönchen seine Ansprüche auf einen Hörigen Gottfried als Entschädigung für den dem Kloster bei der Belagerung der Burg Desenberg [Nö Warburg (Stadt Warburg)] zugefügten Schaden und für die vom Kloster vorgenommene Auslösung seiner Bürgen in Soest ab. Dem stimmen auch seine Frau und Söhne zu. Er wird vom Kirchenbann befreit und zusammen mit seiner Frau und seinen Söhnen in die Bruderschaft des Klosters aufgenommen und damit aller guten Werke nach dem Tod und im Leben teilhaftig. Das Kloster nimmt seine Eltern in das Totengedenken auf. Er verspricht, die Mainzer Kirche, von der er die Grafschaft zu Lehen trägt, für erlittenes Unrecht zu entschädigen. Der Aussteller benennt Zeugen und kündigt sein Siegel an.
B 604u, 3
B 604u Kloster Hardehausen - Urkunden
Kloster Hardehausen - Urkunden >> 1. Urkunden
1206
Vermerke: Ausfertigung, Pergament, Fragment, von Schimmelpilz weitgehend befallen, nur die letzten beiden Zeilen (die ausgeklammerten Partien) erhalten, das aufgedrückte Siegel verloren. Abschrift StA Marburg, Raspe S. 67-68 mit Nachzeichnung des Siegels (B). Vollständiger Text auch bei Spilcker, UB Everstein S. 35-36 Nr. 28 (C). Regest: WUB 4 Nr. 23
Urkunde
Die Datierung richtet sich nach B und C. B hat die Abschrift "ex orig. membr. Hardehusano", C den Abdruck nach "einer nach dem Originale gemachten Abschrift" genommen, bei der das Siegel nach der Raspeschen Abschrift beschrieben wird. Als Quelle gibt er in der Vorrede Polycarp Leyser, Historia comitum Ebersteinensium in Saxonia, Helmstedt 1724, an $$$Signatur in Vorlage doppelt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:30 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.2. Fürstbistum Paderborn (Tektonik)
- 1.2.2.3. Stifte und Klöster (Tektonik)
- Kloster Hardehausen (Tektonik)
- Kloster Hardehausen / Urkunden (Bestand)
- 1. Urkunden (Gliederung)