Vor dem Notar Johannes Langen geben Heinrich Grote
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Telgte U Stadt Telgte Urkunden, 322
Telgte U Stadt Telgte Urkunden Stadt Telgte Urkunden
Stadt Telgte Urkunden
1679 März 12
Regest: Vor dem Notar Johannes Langen geben Heinrich Grotegese und Heinrich Averfeldt, dieser Bürger der Stadt Telgte sowie Wirt und Lehrmeister des Ersteren, sodann Caspar Runde und Maria Bertelingh, Eheleute auf der Milte im Ksp. Telgte, die testamentarische Disposition des am 28. Januar 1679 verstorbenen Franz Grotegese, Vater Heinrich Grotegeses, zu Protokoll. Danach wird Heinrich aus dem Nachlass 100 Rt. erhalten, das übrige soll den erwähnten Eheleuten wegen der Verpflegung des Sohnes zukommen. Diese sollen vorerst auch die Briefschaften an sich nehmen und ihm die Zinsen auszahlen, auch fernerhin die Aufsicht über ihn führen. Die Rentverschreibung, bislang in einem Köfferchen in Gerhard Terings Haus verwahrt und von denen Heinrich Grotegese eine Kopie erhält, werden den Eheleuten Runde ausgehändigt. Es handelt sich um eine Obligation auf Schulte Linteln im Ksp. Emsdetten über 100 Rt. vorn 8. März 1608, unterschrieben und besiegelt von Jobst von Kersbeck, Droste, sowie Johannes Palcke, Rentmeister; als Bürge tritt dazu Hermann Bocholtz am 29. März 1608 auf, zugehörig sind auch 1) ein Exekutoriale vom 4.10.1610 sowie eine Immsion des Gerichts Rheine vom l. März 1659. 2) Eine Obligation der Witwe Grotegese zur Milte über 100 Rt. vom 13. Oktober 1649, unterzeichnet vorn Notar Ludolf Heßelmann und der Witwe. 3) Eine Verschreibung dieser Witwe über 25 Rt. auf Brüning zu Greven vom 16. Februar 1659. Die Eheleute Runde bestätigen den Empfang, geloben die Auszahlung der Zinsen und Aushändigung der Obligation über 100 Rt. bei Großjährigkeit Heinrichs und stellen als Sicherheit ihren gesamten Besitz inner- und außerhalb Telgtes. Geschehen zu Telgte im Hause des Notars im Beisein der Zeugen Gerhard Erpenbeck und Everwin Langen.
Abschrift-Papier; beglaubigt durch den Notar.
Urkunden
Rechtsstatus: Schenkung;Depositum;Amtliche Abgabe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:11 MEZ