Präzisierung der in der Urkunde von 1233 Februar 25 für Cappel getroffenen Pachtbestimmungen in Leimsfeld durch Landgraf Konrad von Thüringen; Bestätigung der Freiheit verschiedener Cappeler Höfe
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Urk. 18, 20
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1235
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1200-1239
Rotenburg, 1235
Ausf. Perg., die rechte Seite durch Moder zerstört. - Urspr. an dunkelblauer Schnur anh. Sg. ab
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum in Rotinberg anno 1235
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Konrad von Thüringen bekundet, daß hinsichtlich der von seiner Seite dem Stift Cappel in den Dörfern Leimsfeld (Luminisfelt) und Snegelbiz (Snelbis) gewährten Freiheit der Cappeler Propst, belästigt von rücksichtslosen, die kirchliche Schwäche und Wehrlosigkeit ausnutzenden Personen (quidam homines inportuni habentes milites aut alios defensores), wiederum bei ihm erschienen sei und seine Hilfe erbat. Deshalb verfügt er, daß die Leimsfelder Kolonen die von seinen Beamten (officialibus et scultetis) abgehaltenen drei ungebotenen Dinge auf dem Sendberg zu besuchen hätten (quod iidem coloni ... tria plebiscita que dicuntur ungebotin querant in Semidinbrech). Bei Totschlag und Diebstahl (in homicidiis et furtis), welche die Todesstrafe nach sich zögen, sollten sie der 'civili iusticie' unterworfen sein. Bei Nichtbeachtung der Landfolge (si vero id quod dicitur lantuolge neglexerint), zu der sie nur bei allgemeiner Not der Grafschaft (generali necessitate provincie) verpflichtet sind, wobei sie aber nicht zu anderen Bau- und Burgdiensten (alia edificia seu seruicia castrorum) herangezogen werden dürfen, haben sie beim nächsten Ding (in proximo plebiscito) gemäß dem ihnen verliehenen Hagenrecht (iuxta datum sibi ius indaginis) als Buße 6 1/2 d. und nichts weiter zu zahlen. In allen kleineren und größeren Streitigkeiten und Vergehen einschließlich der 'effusio sanguinis' (in aliis autem rixis aut excessibus modicis sive magnis, etiam effusionem sanguinis proferentibus) soll der Propst in diesem Dorf [Leimsfeld] allein nach seinem Willen und dem Nutzen seines Stifts richten. Weiterhin gelobt der Landgraf, auch für seine Nachfolger, die Cappeler Höfe Albrechterode (Albrahterod), Hugeren (a), Ebersdorf (b), Eigendorf (c), den Hof in Buchholz (Buchoizlt), Lanertshausen (Nandershusin) und Leuderode (Lutenrod) mit dem gleichen Recht wie Leimsfeld (Luminsfelt), Gleimsdorf (Grimoldisdorf), Verna (Veirne), Englis (Engilgis), Alboldsberg (Alboldisberg) und Unshausen (Vngishusin), dazu das Dorf Wichte (villam Wihte) mit dem 'fundus' des Stifts wie auch die anderen von seinen Stiftern und den Edlen des Landes geschenkten Besitzungen in ihrer ursprünglichen Freiheit zu schützen (et alia habita et possessa a fundatoribus suis et terre nobilibus collata ea libertate qua donata sunt a nostris successoribus uolumus conseruari). Nichtsdestoweniger hält er es für erwünscht (ratum et gratum nichilominus habemus), daß Menschen von außerhalb, woher auch immer, die sich in die Dienste des Stifts begeben, gefördert werden. Da obendrein auf dem Sendberg (Semidinberg) von seinen Beamten (ab officialibus nostris) ein Zentgraf (centurio) einzusetzen sei (sit centurio statuendus), billigt er wegen des Stifts und seiner dort gelegenen Güter dessen Zustimmung zur Wahl, die es seit alters besessen habe. Falls einer seiner Nachfolger oder Erben oder auch Schultheißen diese seine Freiheit in irgend einer Weise mißachten (uellent infringere), setzt er Propst und Konvent in diesen Gütern, falls sie verpachtet sind (si que colonis locauerint), kraft dieser Urkunde mit allem Recht, wie sie es vorher besessen hatten, wieder ein. Schließlich schenkt er zum Seelenheil seiner Vorgänger dem Stift sein gesamtes Recht im Dorf (villa) Hustede und empfiehlt es der Gnade seiner Nachfolger, damit es nicht von Abgaben, welche Notbede genannt werden, und von ungewöhnlichen Diensten beschwert werde.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (13.Jh.) Scriptum super Ludenrod et Lumisfelt. (14.Jh.) Ludenrod vnd Lymesfelt. (Inventar 1527) Lxvi
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Albert Schreiber des Landgrafen (scriptor noster)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Friedrich
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Wolfere von Treffurt (Driuorde)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Helfrich von Rotenburg (Rotinberg)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Widerold von Rengshausen (Rengishusin) (d)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ludwig von Creuzburg (Cruceberg)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Eberhard villicus von Homberg (Hoenberg)
Vermerke (Urkunde): Siegler: der Ausst. (e)
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschriften: Nr. 686; Kopiar K 270, 107v-108r, daraus die obigen Angaben ergänzt; Güterregister des Abts Nikolaus Berg (1522), 131r-132v.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Drucke: Kuchenbecker: Anal. Hass. (wie Nr.10) Nr.3 Historische und rechtsbegründete Nachricht von dem Ursprung, Wachsthum und Land-Standschafft des Teutschen Hauses und Land-Commende Marburg (Cassel 1751) Beil. Nr.22 Kopp, Carl Ph: Ausführliche Nachricht von der ältern und neuern Verfassung der Geistlichen und Civil-Gerichten in den Fürstlich-Hessen-Casselischen Landen 1 (Cassel 1769) S.240 ff. Regesten: Dobenecker: Regesta diplomatica (wie Nr.2) 3 (1925) Nr.578 Helbig: Amt Homberg (wie Nr.2) S.115 (4)
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.65-67, 81, 199
Vermerke (Urkunde): Literatur: Küther, OL Fritzlar-Homberg (wie Nr.3) S.2, 69, 163, 187, 296, 307
Vermerke (Urkunde): Literatur: Demandt: Personenstaat (wie Nr.2) 1 Nr.2392, 2501, 3046
Vermerke (Urkunde): Literatur: Reuling, OL Ziegenhain (wie Nr.2) S.45, 97, 99, 106, 110 f.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Konrad von Thüringen bekundet, daß hinsichtlich der von seiner Seite dem Stift Cappel in den Dörfern Leimsfeld (Luminisfelt) und Snegelbiz (Snelbis) gewährten Freiheit der Cappeler Propst, belästigt von rücksichtslosen, die kirchliche Schwäche und Wehrlosigkeit ausnutzenden Personen (quidam homines inportuni habentes milites aut alios defensores), wiederum bei ihm erschienen sei und seine Hilfe erbat. Deshalb verfügt er, daß die Leimsfelder Kolonen die von seinen Beamten (officialibus et scultetis) abgehaltenen drei ungebotenen Dinge auf dem Sendberg zu besuchen hätten (quod iidem coloni ... tria plebiscita que dicuntur ungebotin querant in Semidinbrech). Bei Totschlag und Diebstahl (in homicidiis et furtis), welche die Todesstrafe nach sich zögen, sollten sie der 'civili iusticie' unterworfen sein. Bei Nichtbeachtung der Landfolge (si vero id quod dicitur lantuolge neglexerint), zu der sie nur bei allgemeiner Not der Grafschaft (generali necessitate provincie) verpflichtet sind, wobei sie aber nicht zu anderen Bau- und Burgdiensten (alia edificia seu seruicia castrorum) herangezogen werden dürfen, haben sie beim nächsten Ding (in proximo plebiscito) gemäß dem ihnen verliehenen Hagenrecht (iuxta datum sibi ius indaginis) als Buße 6 1/2 d. und nichts weiter zu zahlen. In allen kleineren und größeren Streitigkeiten und Vergehen einschließlich der 'effusio sanguinis' (in aliis autem rixis aut excessibus modicis sive magnis, etiam effusionem sanguinis proferentibus) soll der Propst in diesem Dorf [Leimsfeld] allein nach seinem Willen und dem Nutzen seines Stifts richten. Weiterhin gelobt der Landgraf, auch für seine Nachfolger, die Cappeler Höfe Albrechterode (Albrahterod), Hugeren (a), Ebersdorf (b), Eigendorf (c), den Hof in Buchholz (Buchoizlt), Lanertshausen (Nandershusin) und Leuderode (Lutenrod) mit dem gleichen Recht wie Leimsfeld (Luminsfelt), Gleimsdorf (Grimoldisdorf), Verna (Veirne), Englis (Engilgis), Alboldsberg (Alboldisberg) und Unshausen (Vngishusin), dazu das Dorf Wichte (villam Wihte) mit dem 'fundus' des Stifts wie auch die anderen von seinen Stiftern und den Edlen des Landes geschenkten Besitzungen in ihrer ursprünglichen Freiheit zu schützen (et alia habita et possessa a fundatoribus suis et terre nobilibus collata ea libertate qua donata sunt a nostris successoribus uolumus conseruari). Nichtsdestoweniger hält er es für erwünscht (ratum et gratum nichilominus habemus), daß Menschen von außerhalb, woher auch immer, die sich in die Dienste des Stifts begeben, gefördert werden. Da obendrein auf dem Sendberg (Semidinberg) von seinen Beamten (ab officialibus nostris) ein Zentgraf (centurio) einzusetzen sei (sit centurio statuendus), billigt er wegen des Stifts und seiner dort gelegenen Güter dessen Zustimmung zur Wahl, die es seit alters besessen habe. Falls einer seiner Nachfolger oder Erben oder auch Schultheißen diese seine Freiheit in irgend einer Weise mißachten (uellent infringere), setzt er Propst und Konvent in diesen Gütern, falls sie verpachtet sind (si que colonis locauerint), kraft dieser Urkunde mit allem Recht, wie sie es vorher besessen hatten, wieder ein. Schließlich schenkt er zum Seelenheil seiner Vorgänger dem Stift sein gesamtes Recht im Dorf (villa) Hustede und empfiehlt es der Gnade seiner Nachfolger, damit es nicht von Abgaben, welche Notbede genannt werden, und von ungewöhnlichen Diensten beschwert werde.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (13.Jh.) Scriptum super Ludenrod et Lumisfelt. (14.Jh.) Ludenrod vnd Lymesfelt. (Inventar 1527) Lxvi
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Albert Schreiber des Landgrafen (scriptor noster)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Friedrich
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Wolfere von Treffurt (Driuorde)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Helfrich von Rotenburg (Rotinberg)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Widerold von Rengshausen (Rengishusin) (d)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ludwig von Creuzburg (Cruceberg)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Eberhard villicus von Homberg (Hoenberg)
Vermerke (Urkunde): Siegler: der Ausst. (e)
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschriften: Nr. 686; Kopiar K 270, 107v-108r, daraus die obigen Angaben ergänzt; Güterregister des Abts Nikolaus Berg (1522), 131r-132v.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Drucke: Kuchenbecker: Anal. Hass. (wie Nr.10) Nr.3 Historische und rechtsbegründete Nachricht von dem Ursprung, Wachsthum und Land-Standschafft des Teutschen Hauses und Land-Commende Marburg (Cassel 1751) Beil. Nr.22 Kopp, Carl Ph: Ausführliche Nachricht von der ältern und neuern Verfassung der Geistlichen und Civil-Gerichten in den Fürstlich-Hessen-Casselischen Landen 1 (Cassel 1769) S.240 ff. Regesten: Dobenecker: Regesta diplomatica (wie Nr.2) 3 (1925) Nr.578 Helbig: Amt Homberg (wie Nr.2) S.115 (4)
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.65-67, 81, 199
Vermerke (Urkunde): Literatur: Küther, OL Fritzlar-Homberg (wie Nr.3) S.2, 69, 163, 187, 296, 307
Vermerke (Urkunde): Literatur: Demandt: Personenstaat (wie Nr.2) 1 Nr.2392, 2501, 3046
Vermerke (Urkunde): Literatur: Reuling, OL Ziegenhain (wie Nr.2) S.45, 97, 99, 106, 110 f.
(a) Kopiar: Hongerin
(b) Kopiar: Ebisdorf
(c) Kopiar: Egindorf
(d) So im Kopiar
(e) Nach der Zeugennennung folgt ein Vermerk über die Besiegelung: At ne fortasse quem moueat nostrorum diuersitas sigillorum intelligant et uideant quod habent etiam alias litteras nostras ante mutatum sigillum nostrum sigillatas.
[Fortsetzung des Regestentextes:] mit dem gleichen Recht wie Leimsfeld (Luminsfelt), Gleimsdorf (Grimoldisdorf), Verna (Veirne), Englis (Engilgis), Alboldsberg (Alboldisberg) und Unshausen (Vngishusin), dazu das Dorf Wichte (villam Wihte) mit dem 'fundus' des Stifts wie auch die anderen von seinen Stiftern und den Edlen des Landes geschenkten Besitzungen in ihrer ursprünglichen Freiheit zu schützen (et alia habita et possessa a fundatoribus suis et terre nobilibus collata ea libertate qua donata sunt a nostris successoribus uolumus conseruari). Nichtsdestoweniger hält er es für erwünscht (ratum et gratum nichilominus habemus), daß Menschen von außerhalb, woher auch immer, die sich in die Dienste des Stifts begeben, gefördert werden. Da obendrein auf dem Sendberg (Semidinberg) von seinen Beamten (ab officialibus nostris) ein Zentgraf (centurio) einzusetzen sei (sit centurio statuendus), billigt er wegen des Stifts und seiner dort gelegenen Güter dessen Zustimmung zur Wahl, die es seit alters besessen habe. Falls einer seiner Nachfolger oder Erben oder auch Schultheißen diese seine Freiheit in irgend einer Weise mißachtet (uellent infringere) setzt er Propst und Konvent in diesen Gütern, falls sie verpachtet sind (si que colonis locauerint) kraft dieser Urkunde mit allem Recht, wie sie es vorher besessen hatten, wieder ein. Schließlich schenkt er zum Seelenheil seiner Vorgänger dem Stift sein gesamtes Recht im Dorf (villa) Hustede und empfiehlt es der Gnade seiner Nachfolger, damit es nicht von Abgaben, welche Notbede genannt werden, und von ungewöhnlichen Diensten beschwert werde.
(b) Kopiar: Ebisdorf
(c) Kopiar: Egindorf
(d) So im Kopiar
(e) Nach der Zeugennennung folgt ein Vermerk über die Besiegelung: At ne fortasse quem moueat nostrorum diuersitas sigillorum intelligant et uideant quod habent etiam alias litteras nostras ante mutatum sigillum nostrum sigillatas.
[Fortsetzung des Regestentextes:] mit dem gleichen Recht wie Leimsfeld (Luminsfelt), Gleimsdorf (Grimoldisdorf), Verna (Veirne), Englis (Engilgis), Alboldsberg (Alboldisberg) und Unshausen (Vngishusin), dazu das Dorf Wichte (villam Wihte) mit dem 'fundus' des Stifts wie auch die anderen von seinen Stiftern und den Edlen des Landes geschenkten Besitzungen in ihrer ursprünglichen Freiheit zu schützen (et alia habita et possessa a fundatoribus suis et terre nobilibus collata ea libertate qua donata sunt a nostris successoribus uolumus conseruari). Nichtsdestoweniger hält er es für erwünscht (ratum et gratum nichilominus habemus), daß Menschen von außerhalb, woher auch immer, die sich in die Dienste des Stifts begeben, gefördert werden. Da obendrein auf dem Sendberg (Semidinberg) von seinen Beamten (ab officialibus nostris) ein Zentgraf (centurio) einzusetzen sei (sit centurio statuendus), billigt er wegen des Stifts und seiner dort gelegenen Güter dessen Zustimmung zur Wahl, die es seit alters besessen habe. Falls einer seiner Nachfolger oder Erben oder auch Schultheißen diese seine Freiheit in irgend einer Weise mißachtet (uellent infringere) setzt er Propst und Konvent in diesen Gütern, falls sie verpachtet sind (si que colonis locauerint) kraft dieser Urkunde mit allem Recht, wie sie es vorher besessen hatten, wieder ein. Schließlich schenkt er zum Seelenheil seiner Vorgänger dem Stift sein gesamtes Recht im Dorf (villa) Hustede und empfiehlt es der Gnade seiner Nachfolger, damit es nicht von Abgaben, welche Notbede genannt werden, und von ungewöhnlichen Diensten beschwert werde.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
10.06.2025, 9:13 AM CEST
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