Reynhart der Förster und Zilkin, Sohn des Mathias, und sämtliche Schöffen zu Godesberg (Gudins-, Gudis-, -berch) bekunden, dass vor ihnen Fya vanme Steynen huyse, Witwe Johanns, Arnold vanme Gryndel und seine Ehefrau Nyese sowie Tilman Hoyvet und seine Ehefrau Gertrut bekannt haben, dass sie dem Dekan und Kapitel des Stifts St. Cassius zu Bonn 3 Malter Korngülte Bonner Maßes schulden. Diese Erbgülte haben sie von Johann Ludeman, Bürger zu Bonn, und seinen Erben, deren Erben sie waren, erworben laut der betreffenden, im Schöffenschrein liegenden Urkunde. Die Kaufsumme haben die Stiftsherren an Johann bezahlt. Die Gülte ist auf Kosten und Gefahr der Schuldner nach Bonn am Remigius- oder Martinstag [1. Oktober bzw. 11. November] zu liefern von dem Erbgut, das sie von dem Wichelshof (hove van Wigelshouen) haben, nämlich von der Hofstatt der Bertradis gen. Beyns zu Schweinheim (Sweynheym), von einer Hofstatt mit Land und Bäumen in der Herdevlachten, von einer Hofstatt up der Kirchgassin mit Land und Bäumen, von 1 Viertel Wingert in dem Vogelsange, von 1 1/2 Viertel Wingert in dem Plenzere zwischen Schweinheim und Godesberg, von 3 Morgen Busch up der Heyden, von 2 Morgen Busch und Hecken und 1/2 Morgen up Grase bruche und von 5 Vierteln Land up deme Hulze. In dieses Gut zahlen Herbort von Godesberg 30 Pfennige und 1 Huhn von 1 Viertel Wingert up der Kyrchgassin, Heidenreich Kynt von Schweinheim 14 Pfennige von 1 Viertel Wingert in dem Plenzere, Scharpiil an der Kyrchgassin 6 Pfennige von 1 Viertel Wingert bei der Kyrchgassin, die Munche von Crucht 8 Pfennige von 8 Morgen Busch, Andreas von Rore 1 Pfennig Zins von 1 Morgen Land an der Mehlemer Straße (up Melenheymer staissin), Ludwig Beier 1 Pfennig Zins von 1 Morgen Land bei seinem Hof, derselbe Ludwig 3 Pfennige von einer Hofstatt und 1/2 Morgen Land zu Schweinheim, Heyne Merlin sun von Schweinheim 4 Pfennige und 1 Helling von Haus und Hof zu Schweinheim. Für die Zahlung der 3 Malter Korngülte haben Fya, Arnold und Tilman 1 Viertel Wingert in dem Vogilsange verbunden, wovon man dem Luprechte 3 Pfennige Zins zahlt, sowie eine halbe Hofstatt, die Slagwien gehört und wovon man demselben Luprechte 1 Helling Zins zahlt. Wenn die Korngülte nicht gezahlt wird, können die Stiftsherren sich mit 25 Pfennigen gerichtlich in alle vorgenannten Güter einwäldigen lassen gemäß Recht und Gewohnheit im Falle von rückständigen Zinsen und Pachten. Fya, Arnold und Tilman sollen auch die vorgenannten Hofeszinse und -pachten zahlen von wegen des Kapitels und es in dem Hof vertreten. Zeugen dessen waren Hermann von Wigilshouen, Luprechte und Wurpils, Geschworene des Wichelshofs (hobis zu Wiighilzhouen). - Die Schöffen kündigen ihr gemeines Siegel an. ... gegeven ... 1368 an deme nehsten frydage vor deme palme dage.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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