Franz Kreiner (Bestand)
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D.04.K.05
Stadtarchiv Neuss (Archivtektonik) >> Nichtamtliches Archivgut >> Nachlässe
1915-1955
Eingrenzung und Inhalt: Private und dienstliche Korrespondenzen, Forschungsunterlagen (Stadtgeschichte)
Vorwort: Biographische AngabenDas folgende Lebensbild ist entnommen aus: Claudia Chehab, Franz (1885-1956) und Karl (1896-1967) Kreiner, in: 150 Jahre Bürgergesellschaft (2011 im Druck).Franz Kreiner wurde am 23. September 1885 in Neuss geboren. Sein Vater Wilhelm Kreiner war Betriebsleiter der Ölmühle C. Thywissen, seine Mutter Gertrud, geb. Closterhalfen, betrieb an der Oberstraße 103 ein Geschäft für Herde und Öfen.Am 1. April 1903 trat er als Beamtenanwärter bei der Bauverwaltung in den Dienst der Stadt Neuss. Nach dem Militärdienst im Ersten Weltkrieg war er wieder als Beamter der Bauverwaltung tätig. 1929 wurde er zum Leiter der städtischen Krankenhausverwaltung ernannt. Während der Zeit des Nationalsozialismus war ihm ein weiterer Aufstieg verwehrt. 1935 wurde er in das Sekretariat der Bauverwaltung versetzt, bevor ihm am 6. April 1937 archivische Aufgaben im Museum übertragen wurden - als "Unterstützung für den Archivar" der Archivberatungsstelle für die Rheinprovinz, Dr. Carl Wilkes. Kreiner und Wilkes ordneten und verzeichneten in den folgenden Jahren das Stadtarchiv Neuss neu und fertigten zahlreiche Findbücher und Register. In seiner vertraulichen Sitzung vom 20. August 1946 verlieh ihm der Hauptausschuss auf Vorschlag des Oberstadtdirektors die Dienstbezeichnung "Städtischer Archivar". Im Oktober 1946 wurde Franz Kreiner mit der hauptamtlichen Leitung des Stadtarchivs betraut. Hier arbeitete er, bis er 1950 in den Ruhestand trat. Franz Kreiner starb am 14. April 1956.BestandsgeschichteDer Bestand D.04.K.05 Franz Kreiner wurde dem Stadtarchiv Neuss in den 1950er oder 1960er Jahren übergeben. Eine Abgabeliste ist nicht vorhanden. Im Jahr 2010 wurde der Bestand umgebettet. Die Verzeichnung wurde von den Schüler-Praktikantinnen Zehra Aydin und Renée Meyer (17 VE; Januar 2011) begonnen und vom 11. Juli 2011 bis zum 2. September 2011 von Staatsarchivinspektoranwärterin Eva-Maria Kelhetter im Rahmen eines Praktikums durchgeführt. Insgesamt gibt es keine großen Schäden. Das Papier ist jedoch oft säurehaltig und manche Blätter weisen starke Risse auf. Der Bestand umfasst 89 Verzeichnungseinheiten (18 Archivkartons) mit einer Gesamtlaufzeit von 1922 bis 1978. Die auf der Rückseite von Franz Kreiner beschriebenen Blätter sind zum größten Teil Behördenschreiben und Vordrucke oder aufgeklebte Ausschnitte von Werken bekannter Künstler und Maler. Er verwendete diese in Folge des Mangels an Blättern in der Kriegszeit und danach. Viele Verzeichnungseinheiten sind undatiert. Die Daten im Enthält-Vermerk entsprechen nicht dem Enstehungsdatum des Schriftstückes. Es handelt sich hierbei um Datierungen, die im Inhalt des Schriftstückes selbst vorkommen.Ergänzende Bestände Das Stadtarchiv verwahrt Unterlagen über den Bruder Franz Kreiners unter D.04.K.06 Karl Kreiner. Ebenfalls ergänzend sind die Nachlässe von zwei Neusser Stadtarchivaren unter D.04.L.04 Joseph Lange und D.04.H.07 Jürgen Huck.Von Franz Kreiner erstellte FindmittelHaupturkundenarchiv A.01Schöffenkollegium B.01.05, Bd. 1 und 2Kopiare B.01.10Privilegien B.01.08Kirchen D.03Franz Kreiner, Geographisches Register 13.-18. JahrhundertFranz Kreiner, Personenregister 13.-18. JahrhundertFranz Kreiner, Bibliographie zu Neuss, 1954Franz Kreiner, Bibliographie zu Neuss, 1954 (Register)Franz Kreiner, Die Topographie des äußeren Teiles des Neusser BurgbannesLiteraturClaudia Chehab/Irmgard Feldhaus, "Seine Welt war die Neußer Geschichte". Zum 50. Todestag des Stadtarchivars Franz Kreiner, in: Novaesium 2006. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte, S. 249-254Jürgen Huck, Das Neusser Stadtarchiv, in: Adressbuch Neuss 1980, S. 42-47Joseph Lange, In memoriam Franz Kreiner, in: Neusser Jahrbuch für Kunst, Kulturgeschichte und Heimatkunde 1956, S.43Johannes Lenders, Das älteste Bürgerbuch der Stadt Neuss 1546-1578. Die Neubürger der Stadt Neuss 1591-1630, Archiv für Sippenforschung Görlitz 1932/1935
Vorwort: Biographische AngabenDas folgende Lebensbild ist entnommen aus: Claudia Chehab, Franz (1885-1956) und Karl (1896-1967) Kreiner, in: 150 Jahre Bürgergesellschaft (2011 im Druck).Franz Kreiner wurde am 23. September 1885 in Neuss geboren. Sein Vater Wilhelm Kreiner war Betriebsleiter der Ölmühle C. Thywissen, seine Mutter Gertrud, geb. Closterhalfen, betrieb an der Oberstraße 103 ein Geschäft für Herde und Öfen.Am 1. April 1903 trat er als Beamtenanwärter bei der Bauverwaltung in den Dienst der Stadt Neuss. Nach dem Militärdienst im Ersten Weltkrieg war er wieder als Beamter der Bauverwaltung tätig. 1929 wurde er zum Leiter der städtischen Krankenhausverwaltung ernannt. Während der Zeit des Nationalsozialismus war ihm ein weiterer Aufstieg verwehrt. 1935 wurde er in das Sekretariat der Bauverwaltung versetzt, bevor ihm am 6. April 1937 archivische Aufgaben im Museum übertragen wurden - als "Unterstützung für den Archivar" der Archivberatungsstelle für die Rheinprovinz, Dr. Carl Wilkes. Kreiner und Wilkes ordneten und verzeichneten in den folgenden Jahren das Stadtarchiv Neuss neu und fertigten zahlreiche Findbücher und Register. In seiner vertraulichen Sitzung vom 20. August 1946 verlieh ihm der Hauptausschuss auf Vorschlag des Oberstadtdirektors die Dienstbezeichnung "Städtischer Archivar". Im Oktober 1946 wurde Franz Kreiner mit der hauptamtlichen Leitung des Stadtarchivs betraut. Hier arbeitete er, bis er 1950 in den Ruhestand trat. Franz Kreiner starb am 14. April 1956.BestandsgeschichteDer Bestand D.04.K.05 Franz Kreiner wurde dem Stadtarchiv Neuss in den 1950er oder 1960er Jahren übergeben. Eine Abgabeliste ist nicht vorhanden. Im Jahr 2010 wurde der Bestand umgebettet. Die Verzeichnung wurde von den Schüler-Praktikantinnen Zehra Aydin und Renée Meyer (17 VE; Januar 2011) begonnen und vom 11. Juli 2011 bis zum 2. September 2011 von Staatsarchivinspektoranwärterin Eva-Maria Kelhetter im Rahmen eines Praktikums durchgeführt. Insgesamt gibt es keine großen Schäden. Das Papier ist jedoch oft säurehaltig und manche Blätter weisen starke Risse auf. Der Bestand umfasst 89 Verzeichnungseinheiten (18 Archivkartons) mit einer Gesamtlaufzeit von 1922 bis 1978. Die auf der Rückseite von Franz Kreiner beschriebenen Blätter sind zum größten Teil Behördenschreiben und Vordrucke oder aufgeklebte Ausschnitte von Werken bekannter Künstler und Maler. Er verwendete diese in Folge des Mangels an Blättern in der Kriegszeit und danach. Viele Verzeichnungseinheiten sind undatiert. Die Daten im Enthält-Vermerk entsprechen nicht dem Enstehungsdatum des Schriftstückes. Es handelt sich hierbei um Datierungen, die im Inhalt des Schriftstückes selbst vorkommen.Ergänzende Bestände Das Stadtarchiv verwahrt Unterlagen über den Bruder Franz Kreiners unter D.04.K.06 Karl Kreiner. Ebenfalls ergänzend sind die Nachlässe von zwei Neusser Stadtarchivaren unter D.04.L.04 Joseph Lange und D.04.H.07 Jürgen Huck.Von Franz Kreiner erstellte FindmittelHaupturkundenarchiv A.01Schöffenkollegium B.01.05, Bd. 1 und 2Kopiare B.01.10Privilegien B.01.08Kirchen D.03Franz Kreiner, Geographisches Register 13.-18. JahrhundertFranz Kreiner, Personenregister 13.-18. JahrhundertFranz Kreiner, Bibliographie zu Neuss, 1954Franz Kreiner, Bibliographie zu Neuss, 1954 (Register)Franz Kreiner, Die Topographie des äußeren Teiles des Neusser BurgbannesLiteraturClaudia Chehab/Irmgard Feldhaus, "Seine Welt war die Neußer Geschichte". Zum 50. Todestag des Stadtarchivars Franz Kreiner, in: Novaesium 2006. Neusser Jahrbuch für Kunst, Kultur und Geschichte, S. 249-254Jürgen Huck, Das Neusser Stadtarchiv, in: Adressbuch Neuss 1980, S. 42-47Joseph Lange, In memoriam Franz Kreiner, in: Neusser Jahrbuch für Kunst, Kulturgeschichte und Heimatkunde 1956, S.43Johannes Lenders, Das älteste Bürgerbuch der Stadt Neuss 1546-1578. Die Neubürger der Stadt Neuss 1591-1630, Archiv für Sippenforschung Görlitz 1932/1935
Verzeichnet. 89 Archiveinheiten
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET