Nachlass Hornsmann, Erich (Bestand)
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NL Hornsmann Erich Nachlass Hornsmann, Erich
Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs >> 5 Abteilung V: Nachlässe und Sammlungen >> 5.1 Nachlässe und Familienarchive >> 5.1.2 Nachlässe >> Nachlässe F - K
1922-1995
Vorwort: "Der Wald muß in uns wirken, damit wir wieder zu uns finden."
(Erich Hornsmann, 1952)
Erich Hornsmann wurde am 08.12.1909 in Wolthusen (Kreis Emden) geboren. Von Strand und flachem Land umgeben, verbrachte er seine frühen Jahre fernab von den Wäldern und Fluren, denen er sein späteres Leben widmen sollte.
Nach einem Studium der Rechtswissenschaften promovierte er im Jahre 1936 an der Universität Erlangen zum Doctor iuris, ging dieser Profession jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch vereinzelt nach. 1947 war er einer der Gründer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, unter deren Dach zwei Jahre später der Landesverband Bayern e.V. errichtet wurde. Von 1964 bis 1990 fungierte Hornsmann hier als Geschäftsführer und zeichnete sich für zahlreiche Errungenschaften auf dem Gebiet des Waldschutzes und der Wiederaufforstung von den Siegermächten gerodeter Waldflächen sowie für die Ausarbeitung eines Bayerischen Wald-gesetzes (1975) verantwortlich. Seine Ambitionen auf dem Gebiet der Forstpolitik manifestierte er in mehreren Monographien, von denen v.a. die Titel "... sonst Untergang. Die Antwort der Erde auf die Missachtung ihrer Gesetze" (1951) und "Allen hilft der Wald. Seine Wohlfahrtswirkungen" (1958) die interessierte Leserschaft für Umweltprobleme zu sensibili-sieren vermochte.
Hornsmanns schriftstellerisches Talent lässt sich nicht allein in seinen Publikationen erkennen. So zeigt er sich in seinen Korrespondenzen als gewandter Briefeschreiber, der stets das rechte Maß an humoristischen Untertönen wählt und dessen Pfiffigkeit des Öfteren zum Schmunzeln animiert - freilich v.a. im privaten Schriftverkehr.
Am 14.11 1999 starb Erich Hornsmann nach einem erfülltem Leben in Feldafing (Landkreis Starnberg).
Hornsmanns hier überlieferter Nachlass entstammt einer 2002 erfolgten Schenkung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (Landesverband Bayern), deren Altregistratur sich eben-falls in der Abteilung V des Bayerischen Hauptstaatsarchives befindet (vgl. entsprechendes Repertorium).
Der ursprünglich 135 Leitz-Ordner umfassende Nachlass besteht weitestgehend aus Material, das der Geschäftsführer des Landesverbandes zu diversen umwelt- und naturschutzrelevanten Themen zusammengetragen hatte; ferner finden sich nunmehr 28 Archivalieneinheiten, die die oben erwähnten Schriftwechsel in alphabetischer Sortierung enthalten. Eine entsprechende Liste der Korrespondenzpartner ist jedem Akt vorgeheftet.
Bei der Erschließung des Archivguts wurden insgesamt 26 Aktenordner der Nachkassation preisgegeben - allesamt waren mit dem Betreff "Landeskunde" versehen und beinhalteten ausschließlich Presseartikel, die sich nur allgemein mit einzelnen Ländern weltweit beschäftigten.
Eine Sammlung von wissenschaftlichen Zeitschriften und Monographien wurde dem Bestand entnommen und der Bayerischen Staatsbibliothek zur Übernahme angeboten.
Nach abgeschlossener Bearbeitung umfasst der Nachlass Hornsmanns nunmehr 108 Archivalieneinheiten im Umfang von insgesamt 3,4 laufenden Metern.
Zu bestellen ist der Bestand unter
NL Hornsmann, Erich & Bestellnummer
26. Oktober 2015
Florian Schmidt, Steve Kaiser
(Erich Hornsmann, 1952)
Erich Hornsmann wurde am 08.12.1909 in Wolthusen (Kreis Emden) geboren. Von Strand und flachem Land umgeben, verbrachte er seine frühen Jahre fernab von den Wäldern und Fluren, denen er sein späteres Leben widmen sollte.
Nach einem Studium der Rechtswissenschaften promovierte er im Jahre 1936 an der Universität Erlangen zum Doctor iuris, ging dieser Profession jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch vereinzelt nach. 1947 war er einer der Gründer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, unter deren Dach zwei Jahre später der Landesverband Bayern e.V. errichtet wurde. Von 1964 bis 1990 fungierte Hornsmann hier als Geschäftsführer und zeichnete sich für zahlreiche Errungenschaften auf dem Gebiet des Waldschutzes und der Wiederaufforstung von den Siegermächten gerodeter Waldflächen sowie für die Ausarbeitung eines Bayerischen Wald-gesetzes (1975) verantwortlich. Seine Ambitionen auf dem Gebiet der Forstpolitik manifestierte er in mehreren Monographien, von denen v.a. die Titel "... sonst Untergang. Die Antwort der Erde auf die Missachtung ihrer Gesetze" (1951) und "Allen hilft der Wald. Seine Wohlfahrtswirkungen" (1958) die interessierte Leserschaft für Umweltprobleme zu sensibili-sieren vermochte.
Hornsmanns schriftstellerisches Talent lässt sich nicht allein in seinen Publikationen erkennen. So zeigt er sich in seinen Korrespondenzen als gewandter Briefeschreiber, der stets das rechte Maß an humoristischen Untertönen wählt und dessen Pfiffigkeit des Öfteren zum Schmunzeln animiert - freilich v.a. im privaten Schriftverkehr.
Am 14.11 1999 starb Erich Hornsmann nach einem erfülltem Leben in Feldafing (Landkreis Starnberg).
Hornsmanns hier überlieferter Nachlass entstammt einer 2002 erfolgten Schenkung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (Landesverband Bayern), deren Altregistratur sich eben-falls in der Abteilung V des Bayerischen Hauptstaatsarchives befindet (vgl. entsprechendes Repertorium).
Der ursprünglich 135 Leitz-Ordner umfassende Nachlass besteht weitestgehend aus Material, das der Geschäftsführer des Landesverbandes zu diversen umwelt- und naturschutzrelevanten Themen zusammengetragen hatte; ferner finden sich nunmehr 28 Archivalieneinheiten, die die oben erwähnten Schriftwechsel in alphabetischer Sortierung enthalten. Eine entsprechende Liste der Korrespondenzpartner ist jedem Akt vorgeheftet.
Bei der Erschließung des Archivguts wurden insgesamt 26 Aktenordner der Nachkassation preisgegeben - allesamt waren mit dem Betreff "Landeskunde" versehen und beinhalteten ausschließlich Presseartikel, die sich nur allgemein mit einzelnen Ländern weltweit beschäftigten.
Eine Sammlung von wissenschaftlichen Zeitschriften und Monographien wurde dem Bestand entnommen und der Bayerischen Staatsbibliothek zur Übernahme angeboten.
Nach abgeschlossener Bearbeitung umfasst der Nachlass Hornsmanns nunmehr 108 Archivalieneinheiten im Umfang von insgesamt 3,4 laufenden Metern.
Zu bestellen ist der Bestand unter
NL Hornsmann, Erich & Bestellnummer
26. Oktober 2015
Florian Schmidt, Steve Kaiser
108
Bestand
Akten
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:04 MESZ