Konsistorium Schleusingen (Bestand)
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A 29e (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) >> 01.04. Kursächsische Gebiete >> 01.04.03. Inkorporierte reichsständische Gebiete (Barby, Mansfeld, Querfurt, Henneberg) >> 01.04.03.03. Akten >> 01.04.03.03.01. Ober- und Mittelbehörden
(1509) 1568 - 1816
Findhilfsmittel: Findbuch (online recherchierbar)
Registraturbildner: Das evangelische Konsistorium Schleusingen entwickelte sich nach der Reformation in einem längeren Prozess. Für die Verwaltung des an die Wettiner nach Aussterben der gefürsteten Grafen von Henneberg 1583 gefallenen Anteils der Grafschaft Henneberg war zunächst eine gemeinsame Regierung in Meiningen eingerichtet worden, die zu 5/12 Kursachsen und zu 7/12 den Ernestinern unterstand. Gemeinschaftlich wurde auch das Konsistorium in Meiningen durch kurfürstliche und fürstlich-sächsische hennebergische Kanzler und Räte verwaltet, denen ein Statthalter und zeitweilig auch ein Oberaufseher vorstand. Das Rentamt verblieb in Schleusingen. Als 1660 die wettinischen Besitzungen de facto aufgeteilt wurden, fielen die Ämter Kühndorf und Benshausen, Schleusingen und Suhl an die Sekundogenitur Sachsen-Zeitz unter Herzog Moritz. Die Verwaltung erfolgte zunächst von Naumburg bzw. nach der Errichtung der Moritzburg von Zeitz aus. Bereits 1661 wurde in Schleusingen ein Oberamtmann (später umbenannt in Oberaufseher) eingesetzt. Ihm standen mehrere Räte zur Seite, die das Oberaufseheramt oder die Oberaufsicht Schleusingen bildeten und die Verwaltung, Polizei, Justiz und Finanzen sowie Kirchen- und Schulangelegenheiten beaufsichtigten. Die geistlichen Räte, die für die Aufsicht der letztgenannten Aufgaben verantwortlich waren, bildeten im Laufe des ausgehenden 18. Jahrhunderts zunehmend eine eigene Behörde im Oberaufseheramt: das Konsistorium Schleusingen. Dieses wurde 1816 aufgelöst und die Aufgaben der preußischen Regierung Erfurt bzw. dem Konsistorium Magdeburg übertragen.
Bestandsinformationen: In den zuvor bestehenden Bestand A 29e Konsistorium Leipzig waren sehr viele Akten des Konsistoriums Schleusingen eingearbeitet worden. Hier wurde eine klare Provenienztrennung vorgenommen und die tatsächlich beim Konsistorium Leipzig entstandenen Archivalien in den Bestand A 29a Konstorium Leipzig eingearbeitet, während die beim Oberkonsistorium Dresden angelegten Akten 2010 an das Sächsische Hauptstaatsarchiv Dresden abgegeben worden sind. Der Bestand A 29e wurde daraufhin in Konsistorium Schleusingen umbenannt und die Archivalien neu nummeriert.
Über 100 weitere Archivalien des Konsistoriums Schleusingen befanden sich seit dem 19. Jahrhundert als eigene Gliederungsgruppe C im Bestand A 33c. Diese wurden herausgelöst und mit Schleusinger Konsistorialakten, die bei der Bearbeitung der Bestände A 33 und A 33a ermittelt wurden, vereinigt. Da es sich um sehr große Bestände handelt, deren Bearbeitung aufgrund des erheblichen Umfanges nicht abgeschlossen werden konnte, ist noch mit weiteren Aktenzugängen zu rechnen. Das Findbuch ist daher nur vorläufig und wurde beispielsweise im Dez. 2014 erweitert.
Zusatzinformationen: Vgl. auch Bestände A 33 und A 33a.
Enthaltene Karten: 13
Registraturbildner: Das evangelische Konsistorium Schleusingen entwickelte sich nach der Reformation in einem längeren Prozess. Für die Verwaltung des an die Wettiner nach Aussterben der gefürsteten Grafen von Henneberg 1583 gefallenen Anteils der Grafschaft Henneberg war zunächst eine gemeinsame Regierung in Meiningen eingerichtet worden, die zu 5/12 Kursachsen und zu 7/12 den Ernestinern unterstand. Gemeinschaftlich wurde auch das Konsistorium in Meiningen durch kurfürstliche und fürstlich-sächsische hennebergische Kanzler und Räte verwaltet, denen ein Statthalter und zeitweilig auch ein Oberaufseher vorstand. Das Rentamt verblieb in Schleusingen. Als 1660 die wettinischen Besitzungen de facto aufgeteilt wurden, fielen die Ämter Kühndorf und Benshausen, Schleusingen und Suhl an die Sekundogenitur Sachsen-Zeitz unter Herzog Moritz. Die Verwaltung erfolgte zunächst von Naumburg bzw. nach der Errichtung der Moritzburg von Zeitz aus. Bereits 1661 wurde in Schleusingen ein Oberamtmann (später umbenannt in Oberaufseher) eingesetzt. Ihm standen mehrere Räte zur Seite, die das Oberaufseheramt oder die Oberaufsicht Schleusingen bildeten und die Verwaltung, Polizei, Justiz und Finanzen sowie Kirchen- und Schulangelegenheiten beaufsichtigten. Die geistlichen Räte, die für die Aufsicht der letztgenannten Aufgaben verantwortlich waren, bildeten im Laufe des ausgehenden 18. Jahrhunderts zunehmend eine eigene Behörde im Oberaufseheramt: das Konsistorium Schleusingen. Dieses wurde 1816 aufgelöst und die Aufgaben der preußischen Regierung Erfurt bzw. dem Konsistorium Magdeburg übertragen.
Bestandsinformationen: In den zuvor bestehenden Bestand A 29e Konsistorium Leipzig waren sehr viele Akten des Konsistoriums Schleusingen eingearbeitet worden. Hier wurde eine klare Provenienztrennung vorgenommen und die tatsächlich beim Konsistorium Leipzig entstandenen Archivalien in den Bestand A 29a Konstorium Leipzig eingearbeitet, während die beim Oberkonsistorium Dresden angelegten Akten 2010 an das Sächsische Hauptstaatsarchiv Dresden abgegeben worden sind. Der Bestand A 29e wurde daraufhin in Konsistorium Schleusingen umbenannt und die Archivalien neu nummeriert.
Über 100 weitere Archivalien des Konsistoriums Schleusingen befanden sich seit dem 19. Jahrhundert als eigene Gliederungsgruppe C im Bestand A 33c. Diese wurden herausgelöst und mit Schleusinger Konsistorialakten, die bei der Bearbeitung der Bestände A 33 und A 33a ermittelt wurden, vereinigt. Da es sich um sehr große Bestände handelt, deren Bearbeitung aufgrund des erheblichen Umfanges nicht abgeschlossen werden konnte, ist noch mit weiteren Aktenzugängen zu rechnen. Das Findbuch ist daher nur vorläufig und wurde beispielsweise im Dez. 2014 erweitert.
Zusatzinformationen: Vgl. auch Bestände A 33 und A 33a.
Enthaltene Karten: 13
Laufmeter: 10.6
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) (Tektonik)
- 01.04. Kursächsische Gebiete (Tektonik)
- 01.04.03. Inkorporierte reichsständische Gebiete (Barby, Mansfeld, Querfurt, Henneberg) (Tektonik)
- 01.04.03.03. Akten (Tektonik)
- 01.04.03.03.01. Ober- und Mittelbehörden (Tektonik)
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