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4/13 [Nr. 6]: Barbara Hoffmann gegen Balth. Müller: Debitum.
UAT 4/ Akademischer Senat (I) und Akademisches Konsistorium
Akademischer Senat (I) und Akademisches Konsistorium >> Akademisches Konsistorium (1490-1607) >> Acta Consistorii academici, Bd. II (Nr. 3-6)
1535
Enthält: Bl. 357-378v: Klage der Barbara Hoffmann, Frau des Leonhard Hoffmann (Bl. 359 und 361 heisst er: Hofer) gegen mag. Balthasar Müller (MUT 75,24: Mollitoris, imm. 1529) um 5 fl. Restschuld aus einem Hauskauf. Urteil: die Klage wird abgewiesen, beide Parteien tragen ihre Kosten; 1535 Sept. 4 bis 1536 Juli 15.; B. 359-360: Klagschrift der Frau Hoffmann, vorgelegt am 4.9.1535: vor 16 Jahren kaufte Kaspar Schneider, ihr voriger Mann, ein Haus neben Jakob Maler und zahlte 20 fl. an; kurz darauf überredete ihn Müllers Vater, Balthasar Syndicus (MUT 1,59: Mollitoris imm. 1477), ihn als Mitkäufer anzunehmen; dann flohen sie mit Herzog Ulrich ausser Landes und Caspar starb dort; als sie vor 9 Jahren zurückkam, besass und bewohnte der alte Syndicus das Haus und lag im Totenbett, er verweigerte die Herausgabe der 20 fl., seine Frau aber gab ihr aus Billigkeit 15 fl. und versprach den Rest, starb aber; 361-362: Müllers Antwort, eingelegt am 18.9.1535: das Haus wurde von den Fuckern von Stuttgart erkauft, als Caspar weggezogen war und niemand das Ziel bezahlte, liessen die Fucker nach Stadtrecht das Haus umtragen und verkauften es an seinen Vater. Wer ein Gut umtragen (369v Nr. 5: und den Brunnen) und vergehen lässt, verliert nach Stadtrecht seine Anzahlung; daher erhebe er Gegenklage auf Rückzahlung der 15 fl; 363-363v: Gegenklage Müllers, eingelegt am 22.1.1536: er verlange Kostenersatz weil Frau Hoffmann etwa am 21.9.1535 vor dem Consistorium sagte, er gehe mit Trug um; 367-368: Beweisartikel der Frau Hoffmann darin Nr. 3: die Kaufurkunde ging in der Brunst des Collegii verloren; 368: ihre Zeugen; 369-370: Fragstücke Müllers; 371-374: Zeugenverhör durch den Universitätsnotar (Hd. Gabriel Sattlers) am 2.4.1536; darin 371-372v: Hans Rincker, Fischer, Tübingen: nach der Rückkehr der Frau Hoffmann vor 7 - 8 Jahren musster er mit ihr zum alten Syndicus und ihm den Kaufbrief vorlesen; der antwortete, das Haus sei umgetragen und neu verkauft worden er gebe nichts heraus; darauf Riecker: das möge Recht, aber nicht billig sein, denn die 20 fl. kamen dem Kauf zugut; 372v-373: Ulrich Wallter (Bl. 369v Nr. 4 heisst er: Ulrich Schneider) Tübingen, Frau Hoffmanns Tochtermann: er lieh vor 20 Jahren das Geld zum Hauskauf; als sein Schwiher nach Möpelgard zog, übernahm er den Kauf u. a. Briefe bis zur Rückkehr der Frau nach etwa 6 Jahren; als das Haus verpfändet wurde, fragte ihn der alte Syndicus auf der Gasse, ob er sich des Hauses im Namen seines Schwihers annehmen wolle; er antwortet, er könne es nicht, auch sei es baufällig; 373v-374: mag. Hans Armbroster, licenciert, von Alltdorff (b. Walddorfs): Müller sagte ihm vor einem Jahr, als er Rektor war, seine Mutter habe Frau Hoffmann die 15 fl. vertragsweise statt 20 fl. gegeben; 376-377v: Exception Müllers auf die Zeugenaussagen, eingelegt am 1.7.1536: seine Aussage vor Armbruster lasse er "ein irrige bekentniss" sein, er verlange die 15 fl. als indebitum solutum zurück; 378-378v: Endurteil.
Akte
Ambroster, Hans (genannt 1535)
Hoffmann, Barbara (genannt 1535)
Hoffmann, Leonhard (genannt 1535)
Maler, Jakob (genannt 1535)
Müller, Balthasar (geb. um 1513)
Rincker, Hans (genannt 1535)
Sattler, Gabriel (um 1505-1536)
Schneider, Kaspar (genannt 1535)
Syndicus, Balthasar (geb. um 1461)
Ulrich, Herzog von Württemberg (1487-1550)
Wallter, Ulrich (genannt 1535)
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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