Herbert Rafflenbeul (Bestand)
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Na 035
Stadtarchiv Solingen (Archivtektonik) >> Bestände nichtstädtischer Provenienz >> Nachlässe und Sammlungen
1871 - 2001
Vorwort Herbert Rafflenbeul geb. 9. August 1912 in Solingen, gest. 19. Mai 2001 Solinger Stadtorganist Studium der Orgel und der Kirchenmusik u.a. bei Hans Bachem, Domorganist und Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln; bekannt mit verschiedenen Komponisten, darunter Heinrich Lemacher (vgl. Na 22); Organist in kirchlichem und städtischem Dienst in Solingen; Herbert Rafflenbeul begründete mit dem ersten Konzert auf der 1938 in der Solinger Stadthalle eingebauten großen Walcker-Orgel die Reihe der städtischen Orgelkonzerte, unterbrochen 1942/43 durch die Kriegsverhältnisse. Nach Zerstörung der städtischen Orgel durch den Brand der Stadthalle im Jahr 1957 konnte Rafflenbeul diese Musikreihe erst im Jahr 1965 nach Errichtung der Klais-Konzertorgel im Konzertsaal des neuen Solinger Theater- und Konzerthauses fortsetzen. Gleichzeitig übernahm der Organist die Kustos-Tätigkeit für die Orgel. Durch Konzerte im In- und Ausland und zahlreiche Rundfunksendungen war er weit über Solingen hinaus bekannt; 1992 erhielt er den Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden. Sein künstlerisches Repertoire wurde besonders durch die Werke Bachs und Regers bestimmt. 1998 beendete Herbert Rafflenbeul sein künstlerisches Wirken im Rahmen der Solinger Orgelkonzerte. In seinem Nachlass befinden sich private und dienstliche Korrespondenz, Unterlagen zu Orgeln, Orgelregistrierungen, Einladungen und Programme sowie Unterlagen betreffend die Auseinandersetzung mit dem Kritiker Wolfhard Wirth. Solingen, August 2011 Karin Sandmeier
Eingrenzung und Inhalt: Stadtorganist. Bestand enthält u.a.: Korrespondenz, privat und dienstlich; Friedensbewegung; Einladungen und Programme; Orgeln und Orgelstücke; Auseinandersetzung mit dem Kritiker Wolfhard Wirth; Rundfunkaufnahmen; Fotos
Eingrenzung und Inhalt: Stadtorganist. Bestand enthält u.a.: Korrespondenz, privat und dienstlich; Friedensbewegung; Einladungen und Programme; Orgeln und Orgelstücke; Auseinandersetzung mit dem Kritiker Wolfhard Wirth; Rundfunkaufnahmen; Fotos
Findbuch: 72 AE
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ