Arnd von dem Vitinghove, gt. der Schele, trifft mit seinem Bruder Johann eine Scheidung ihres väterlichen und mütterlichen Erbes dahin, daß ihm (dem Aussteller) Aldendorp im Gericht Hattingen nebst Fischerei und Mühle, das Gut zu Bockhusen, die Ansprüche auf Ritter Pilgrims v. d. Leyten Schuld im Betrage von 130 Gulden, alle Güter und zugehörigen Leute diesseits Rheins, ausgenommen das Gut zu Laer, ferner das ihrem Vater von Johann v. d. Leyten verpfändete Gut zu Middeldorp, dem Bruder dagegen die Forderungen an Junker Gerd van Cleve, Grafen von der Mark und Johann von der Leyten (wegen des silbernen Gürtels, den dieser zu Dortmund bei den Juden versetzt), 100 Gulden von Dietrich von Eickel, die Güter zu Laer und zu Hemerden im Lande zu der Dyck (Dickt) und alles Erbe jenseits Rheins zufallen sollen. Die unverheiratheten Aufsitzer (ehloseige loide) theilen beide unter sich, indem Arnd die Theilung vornimmt, dem Johann aber die Auswahl bleibt. Zeugen: Cracht Stecke, Drost zu Wetter, Conrad Stecke, Bernd v. dem Vorste, Johann Aschebroick ter Molenbarch, Ruprecht Staell von Holstein, Drost zu Werden, Albert Sobbe tho dem Grymberg, Gerd von Bodelschwingh, Diedrich von der Leyten und Diederich v. Vorste. Ind dit is bededinget in den jaere veirhundert twe ind dertig jaeren, des dindstags na sunt Victor dagh. Besiegelt hatten der Aussteller, dessen Brüder und die vorbenannten Zeugen. Pap.-Abschrift aus dem Anfange des 17. Jahrh.