Kurfürst Philipp von der Pfalz verkauft den Frankfurter Bürgern Wicker Frosch und Johannes Mag als Vormunden Jakob Schwanauers eine Gülte über 24 Gulden auf die Städte Heidelberg, Neustadt an der Haardt, Weinheim und die Täler Bacharach, Steeg, Diebach, Manubach und Kaub um 600 Gulden. Die Gülte ist jährlich gen Frankfurt je hälftig auf Sonntag Letare [= 3. Sonntag vor Ostern] und St. Johannes Decollationis [= 29.8.] gegen Quittung und auf Kosten des Pfalzgrafen zu entrichten. Als Bürgen und Mitschuldner werden die Gemeinden der oben genannten Städte und Täler eingesetzt. Es folgen Bestimmungen zum Einlager zu Worms, Speyer oder Frankfurt. Sollte der Brief an Pergament oder Siegel beschädigt werden, wird eine beglaubigte Abschrift akzeptiert. Es gilt ein näher geregeltes Wiederkaufsrecht. Die genannten Mitschuldner verpflichten sich zur Bürgschaft und besiegeln dies.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz verkauft den Frankfurter Bürgern Wicker Frosch und Johannes Mag als Vormunden Jakob Schwanauers eine Gülte über 24 Gulden auf die Städte Heidelberg, Neustadt an der Haardt, Weinheim und die Täler Bacharach, Steeg, Diebach, Manubach und Kaub um 600 Gulden. Die Gülte ist jährlich gen Frankfurt je hälftig auf Sonntag Letare [= 3. Sonntag vor Ostern] und St. Johannes Decollationis [= 29.8.] gegen Quittung und auf Kosten des Pfalzgrafen zu entrichten. Als Bürgen und Mitschuldner werden die Gemeinden der oben genannten Städte und Täler eingesetzt. Es folgen Bestimmungen zum Einlager zu Worms, Speyer oder Frankfurt. Sollte der Brief an Pergament oder Siegel beschädigt werden, wird eine beglaubigte Abschrift akzeptiert. Es gilt ein näher geregeltes Wiederkaufsrecht. Die genannten Mitschuldner verpflichten sich zur Bürgschaft und besiegeln dies.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 43 Nr. 568
Konv. 025 Schulden, bez.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 43 Pfalz
Pfalz >> Generalia >> 1401-1500
1496 Juli 23 (uff samstag nach Maria Magdalenen tag)
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (1); Stadt Heidelberg (2); Stadt Neustadt an der Weinstraße (3); Stadt Weinheim (4); Stadt Bacharach (5); Kaub (?) (6)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: anhängend, beschädigt (1) anhängend (2) anhängend (3) anhängend (4) anhängend (5) anhängend, schwer beschädigt (6)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (1); Stadt Heidelberg (2); Stadt Neustadt an der Weinstraße (3); Stadt Weinheim (4); Stadt Bacharach (5); Kaub (?) (6)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: anhängend, beschädigt (1) anhängend (2) anhängend (3) anhängend (4) anhängend (5) anhängend, schwer beschädigt (6)
Frosch, Wicker; zu Frankfurt, erw. 1496
Mag, Johann; Bürger zu Frankfurt, erw. 1496
Schwanauer, Jakob; erw. 1496
Bacharach MZ
Frankfurt am Main F
Heidelberg HD
Kaub EMS
Manubach MZ
Neustadt an der Weinstraße NW
Oberdiebach MZ
Speyer SP
Steeg : Bacharach MZ
Viertäler, Viertälergebiet: Bacharach, Steeg, Oberdiebach und Manubach MZ
Weinheim HD
Worms WO
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:19 MESZ
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