Leo Regener (Bestand)
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REGE
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Bestandsbeschreibung: Der Pädagoge und Schulpolitiker Leo Regener (geb. 09.04.1900, gest. 20.09.1975) war nach dem Besuch der staatlichen Lehrerbildungsanstalt Braunschweig
(1914 - 1920) zunächst als Hilfslehrer in Vallstedt, dann seit 1921 in Braunschweig und seit 1923 in Querum beschäftigt. 1925 legte er seine zweite Lehrerprüfung ab und erhielt danach eine Anstellung als Gemeindelehrer in Querum, von 1930 bis 1933 war er Lehrer der Städtischen Bürgerschule in Braunschweig. Im September 1933 wurde er auf der Grundlage des Paragraph 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums aus dem Schuldienst entfernt.
Seit 1919 engagierte sich Regener im Verband sozialistischer Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands und trat der KPD bei, 1920 war er Mitbegründer der Freien Lehrergewerkschaft Deutschlands und wurde in den Landesvorstand Braunschweig gewählt, seit 1921 engagierte er sich in der Internationale der Bildungsarbeiter (IBA), 1924 trat er der deutschen Sektion der IBA bei, 1925 wurde er Mitglied im ”Weltlichen Elternbund“, seit 1927 engagierte er sich zudem im Freidenkerverband; beide Mitgliedschaften endeten 1933.
Nach seinem Umzug nach Berlin 1936 war Regener zunächst als Privatlehrer, später bis 1945 als Verlagsbuchhändler tätig. 1946 nahm er als Delegierter am Vereinigungsparteitag von KPD und SPD in Berlin teil und trat der SED bei, seit 1946 wirkte er als Mitarbeiter bzw. Dezernent für Lehreraus- und -weiterbildung am Hauptschulamt von Groß-Berlin, er war Hauptsachbearbeiter der Gewerkschaft der Lehrer und Erzieher im Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) und Mitglied der Schulkommission im Zentralsekretariat der SED. Von 1952 bis zu seiner Pensionierung 1965 wirkte er als Direktor der Pädagogischen Zentralbibliothek in Berlin und engagierte sich u. a. als Mitbegründer des Schwelmer Kreises und des Deutschen Friedensrates. Seit 1954 war er Mitglied der ständigen deutschen Delegation zur friedlichen Regelung der deutschen Frage und ab 1955 Mitglied der Kommission für UNESCO-Arbeit der DDR - hier bekleidete er von 1955 bis 1960 das Amt des Sekretärs. 1962 wurde Regener zum Professor ernannt.
Eine genaue Angabe für den Zeitpunkt der Übernahme ist nicht überliefert.
Im Bestand befinden sich vor allem Briefwechsel und Unterlagen aus der Tätigkeit als Sonderbeauftragter des Hauptschulamtes Berlin und als Leiter der Pädagogischen Zentralbibliothek, Schriftwechsel aus seiner Zeit als Mitglied des Zentralvorstandes der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung, der Pädagogischen Kommission des Deutschen Friedensrates, der Kommission für UNESCO-Arbeit in der DDR sowie des Arbeitsausschusses des Schwelmer Kreises. Erhalten sind Manuskripte aus dem Jahren 1945 bis 1966 sowie zahlreiche Rezensionen.
Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA).
Weiterführende Archivalien:
Signatur A: Goehring, Handschriftenabteilung, Deutsches Literaturarchiv Marbach
Signatur: EB 92/311 I.D.100, Deutsche Nationalbibliothek
DZ 9 - Friedensrat der DDR, Bundesarchiv
Quelle:
Petra Gruner: Findbuch zum Nachlass des Pädagogen und Bildungspolitikers Prof. Leo Regener. Berlin 1998.
(1914 - 1920) zunächst als Hilfslehrer in Vallstedt, dann seit 1921 in Braunschweig und seit 1923 in Querum beschäftigt. 1925 legte er seine zweite Lehrerprüfung ab und erhielt danach eine Anstellung als Gemeindelehrer in Querum, von 1930 bis 1933 war er Lehrer der Städtischen Bürgerschule in Braunschweig. Im September 1933 wurde er auf der Grundlage des Paragraph 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums aus dem Schuldienst entfernt.
Seit 1919 engagierte sich Regener im Verband sozialistischer Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands und trat der KPD bei, 1920 war er Mitbegründer der Freien Lehrergewerkschaft Deutschlands und wurde in den Landesvorstand Braunschweig gewählt, seit 1921 engagierte er sich in der Internationale der Bildungsarbeiter (IBA), 1924 trat er der deutschen Sektion der IBA bei, 1925 wurde er Mitglied im ”Weltlichen Elternbund“, seit 1927 engagierte er sich zudem im Freidenkerverband; beide Mitgliedschaften endeten 1933.
Nach seinem Umzug nach Berlin 1936 war Regener zunächst als Privatlehrer, später bis 1945 als Verlagsbuchhändler tätig. 1946 nahm er als Delegierter am Vereinigungsparteitag von KPD und SPD in Berlin teil und trat der SED bei, seit 1946 wirkte er als Mitarbeiter bzw. Dezernent für Lehreraus- und -weiterbildung am Hauptschulamt von Groß-Berlin, er war Hauptsachbearbeiter der Gewerkschaft der Lehrer und Erzieher im Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) und Mitglied der Schulkommission im Zentralsekretariat der SED. Von 1952 bis zu seiner Pensionierung 1965 wirkte er als Direktor der Pädagogischen Zentralbibliothek in Berlin und engagierte sich u. a. als Mitbegründer des Schwelmer Kreises und des Deutschen Friedensrates. Seit 1954 war er Mitglied der ständigen deutschen Delegation zur friedlichen Regelung der deutschen Frage und ab 1955 Mitglied der Kommission für UNESCO-Arbeit der DDR - hier bekleidete er von 1955 bis 1960 das Amt des Sekretärs. 1962 wurde Regener zum Professor ernannt.
Eine genaue Angabe für den Zeitpunkt der Übernahme ist nicht überliefert.
Im Bestand befinden sich vor allem Briefwechsel und Unterlagen aus der Tätigkeit als Sonderbeauftragter des Hauptschulamtes Berlin und als Leiter der Pädagogischen Zentralbibliothek, Schriftwechsel aus seiner Zeit als Mitglied des Zentralvorstandes der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung, der Pädagogischen Kommission des Deutschen Friedensrates, der Kommission für UNESCO-Arbeit in der DDR sowie des Arbeitsausschusses des Schwelmer Kreises. Erhalten sind Manuskripte aus dem Jahren 1945 bis 1966 sowie zahlreiche Rezensionen.
Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA).
Weiterführende Archivalien:
Signatur A: Goehring, Handschriftenabteilung, Deutsches Literaturarchiv Marbach
Signatur: EB 92/311 I.D.100, Deutsche Nationalbibliothek
DZ 9 - Friedensrat der DDR, Bundesarchiv
Quelle:
Petra Gruner: Findbuch zum Nachlass des Pädagogen und Bildungspolitikers Prof. Leo Regener. Berlin 1998.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2025, 07:50 MESZ