Obligation
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A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. 2231
A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6) >> Bd. 6 Armenpflege: Quittungen, Obligationen
1745 Dezember 21, Thomae Apostoli
Regest: Josua Gminder, bürgerlicher Inwohner und Färber zu Reuttlingen, und seine eheliche Hausfrau Maria Margretha mit ihrem Kriegsvogt (= Rechtsbeistand) Johann Georg Meyer, Karcher, auch hier verbürgert, bekennen für sich und ihre Erben, daß sie um 50 fl Hauptguts, den Armen im Siechenhause von Michael Kohlesch selig, gewesenem Hausmeister im Armenhaus, gestiftet, welche Summe sie von dem Administrator Bürgermeister Sebastian Göppinger bar empfangen haben, verkauft haben 2 Gulden 30 Kreuzer jährlichen, doch widerkäuflichen Zinses aus 1 1/2 Mannsmahd Wiesen auf der Schlattwiese zwischen Hans Martin Ochs, Nagelschmied, und Conrad Weinmanns, Metzgers, Witib, und aus 1/2 Mannsmahd auf dem Ringelbach neben Zunftmeister Michel Vogelwaid und Hans Georg Weerwag, Metzger, am Obern Bollberg. Diese Güter sind außer dieser Verschreibung und den darauf haftenden Grundbeschwerden sonst unversetzt, frei, ledig und eigen. Sie versprechen, die 50 fl Kapital auf Thomae Apostoli, erstmals 1746, mit 2 Gulden 30 Kreuzer zu verzinsen und es daran niemals fehlen zu lassen, um so weniger als dieser Zins jährlich auf den Termin den Armen auszuteilen fundiert (= gestiftet) ist. Bei Säumigkeit in der Reichung des Zinses hat die Armenpfleg das Recht, die Unterpfänder, und wenn etwas daran abginge, auch alle anderen Güter der Eheleute und ihrer Erben, jedoch nur soviel hiezu erforderlich, hierum anzugreifen, bis ihnen eine vollkommene Bezahlung widerfahren ist. Wenn die Armenpfleg nach 3 oder 4 Jahren das Hauptgut zurückfordern sollte oder die Eheleute es nicht länger verzinsen wollten, so sind sie nach vorheriger 1/4 jähriger Aufkündigung es abzulösen schuldig und befugt. Andernfalls bleibt dieser Brief weiterhin in Kraft.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Siegel (Erhaltung): Siegel vorhanden
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler: Amtsbürgermeister Philipp Carl Pfäfflin mit dem Kleineren Insigel der Stadt
Unterschriften der Eheleute Gminder und des Kriegsvogts
Genetisches Stadium: Or.
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler: Amtsbürgermeister Philipp Carl Pfäfflin mit dem Kleineren Insigel der Stadt
Unterschriften der Eheleute Gminder und des Kriegsvogts
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ