C Gemeinde Schulau (Bestand)
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C
Stadtarchiv Wedel (Archivtektonik) >> Schulau
Bestandsbeschreibung: Findbuch vorhanden
Gegenstände: Aktenbestand C
Akten der Gemeinde Schulau von 1786 bis 1909
Zur Verwaltungsgeschichte von Schulau
Die Dorfschaft Schulau wurde 1419 erstmalig im Zusammenhang mit dem geschützten Hafen in den Veröffentlichungen der Hanse erwähnt. Schulau liegt am Abhang des Elbufers und hatte eine für Schiffe sicheren Hafen. Bedingt durch diese Lage siedelten sich hier Schiffszimmerwerften an, einige Schiffer ließen sich hier nieder. Die Einwohnerzahl lag 1855 bei 204 Einwohner.
Schulau gehörte zur Herrschaft Pinneberg und in die Kirchspielsvogtei Hatzburg. Nach Auflösung diese Verwaltung 1867 gehörte es, wie auch Wedel, zur Kirchspielsvogtei Blankenese. In kommunalen Angelegenheiten steht der Vogt dem Dorfe vor. Dieser nennt sich nach Einführung der Landgemeindeordnung 1892 Gemeindevorsteher und steht der Gemeindevertretung vor.
Im selben Jahr wird die Gemeinde Schulau mit der Dorfschaft Spitzerdorf zusammengelegt. Die ortspolizeilichen Angelegenheiten, zu denen auch alle Angelegenheiten des Melderechts gehörten, wurden ab 1897 von der Polizeibehörde Wedel mit wahrgenommen.
Schulaus weitere Entwicklung war geprägt durch die Ansiedlung von Industriebetrieben am Elbhochufer. Die Einwohnerzahl Schulaus wuchs um die Jahrhundertwende 1899/1900, bedingt durch den starken Zuzug von Arbeitern, zügig an. Waren es 1890 nur 361 Einwohner die in Schulau lebten, so waren es 1905 bereits 2499 Menschen, die Bewohner von Schulau und Spitzerdorf waren.
1909, Schulau hatte nun beinahe die gleiche Einwohnerzahl wie Wedel, beschlossen die Gemeindevertretung von Schulau und die Stadtvertretung von Wedel die beiden Ortschaften zusammenzulegen.
Zum Aktenbestand von Schulau
Von den Verwaltungsunterlagen des Ortes Schulau sind nur wenige Akten im Jahr 1984 vorgefunden worden. Insgesamt sind es nur 114 Verzeichnungseinheiten. Die Protokolle der Gemeindevertretungen beginnen erst ab 1876. Die Polizeiakten sind von der Behörde in Wedel geführt und deshalb vorhanden. Unterlagen der Feuerwehr, der Schule und des Standesamtes sind ebenso vorhanden. Die Hausakten der Bauprüfung sind vorhanden. Sie sind nur wegen der besseren Übersicht dem Bestand B 1 (Wedel) zugeordnet.
Die Akten sind, nachdem sie aus dem Mischbestand - der durch sachthematische Ordnung im Archiv entstand - entnommen wurden, ab 1990 verzeichnet und geordnet. Im Jahr 2006 wurde das Findbuch erstmals online gestellt und wird ab 2012 auf Findbuch.net präsentiert.
Wedel im Dezember 2012 Anke Rannegger
Gegenstände: Aktenbestand C
Akten der Gemeinde Schulau von 1786 bis 1909
Zur Verwaltungsgeschichte von Schulau
Die Dorfschaft Schulau wurde 1419 erstmalig im Zusammenhang mit dem geschützten Hafen in den Veröffentlichungen der Hanse erwähnt. Schulau liegt am Abhang des Elbufers und hatte eine für Schiffe sicheren Hafen. Bedingt durch diese Lage siedelten sich hier Schiffszimmerwerften an, einige Schiffer ließen sich hier nieder. Die Einwohnerzahl lag 1855 bei 204 Einwohner.
Schulau gehörte zur Herrschaft Pinneberg und in die Kirchspielsvogtei Hatzburg. Nach Auflösung diese Verwaltung 1867 gehörte es, wie auch Wedel, zur Kirchspielsvogtei Blankenese. In kommunalen Angelegenheiten steht der Vogt dem Dorfe vor. Dieser nennt sich nach Einführung der Landgemeindeordnung 1892 Gemeindevorsteher und steht der Gemeindevertretung vor.
Im selben Jahr wird die Gemeinde Schulau mit der Dorfschaft Spitzerdorf zusammengelegt. Die ortspolizeilichen Angelegenheiten, zu denen auch alle Angelegenheiten des Melderechts gehörten, wurden ab 1897 von der Polizeibehörde Wedel mit wahrgenommen.
Schulaus weitere Entwicklung war geprägt durch die Ansiedlung von Industriebetrieben am Elbhochufer. Die Einwohnerzahl Schulaus wuchs um die Jahrhundertwende 1899/1900, bedingt durch den starken Zuzug von Arbeitern, zügig an. Waren es 1890 nur 361 Einwohner die in Schulau lebten, so waren es 1905 bereits 2499 Menschen, die Bewohner von Schulau und Spitzerdorf waren.
1909, Schulau hatte nun beinahe die gleiche Einwohnerzahl wie Wedel, beschlossen die Gemeindevertretung von Schulau und die Stadtvertretung von Wedel die beiden Ortschaften zusammenzulegen.
Zum Aktenbestand von Schulau
Von den Verwaltungsunterlagen des Ortes Schulau sind nur wenige Akten im Jahr 1984 vorgefunden worden. Insgesamt sind es nur 114 Verzeichnungseinheiten. Die Protokolle der Gemeindevertretungen beginnen erst ab 1876. Die Polizeiakten sind von der Behörde in Wedel geführt und deshalb vorhanden. Unterlagen der Feuerwehr, der Schule und des Standesamtes sind ebenso vorhanden. Die Hausakten der Bauprüfung sind vorhanden. Sie sind nur wegen der besseren Übersicht dem Bestand B 1 (Wedel) zugeordnet.
Die Akten sind, nachdem sie aus dem Mischbestand - der durch sachthematische Ordnung im Archiv entstand - entnommen wurden, ab 1990 verzeichnet und geordnet. Im Jahr 2006 wurde das Findbuch erstmals online gestellt und wird ab 2012 auf Findbuch.net präsentiert.
Wedel im Dezember 2012 Anke Rannegger
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:19 MESZ