Trauerfeierlichkeiten anlässlich des Todes der Maria Jakobina Ebner
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E 49/II Nr. 1894
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
24.10.1779 - 27.10.1779
Enthält:
1779 Oktober 24: Schreiben des U(lrich) N(ikolaus) Volland, Nürnberg, an Verwalter (Johann Konrad) Gröschel, Artelshofen,
Schreiber erfüllt die traurige Pflicht, den Tod der Frau Maria Jakobins Ebner zu melden, welcher heute vormittags um Viertel nach 10 Uhr erfolgt ist.
Bitte, zusammen mit dem Pfarrer (Matthäus Friedrich Winterschmidt) alle Vorkehrungen treffen zu lassen. Vorbild sollten die Trauerfeierlichkeiten für den Ehemann der Verstorbenen, Herrn Losunger (Hieronymus Wilhelm Ebner), im Jahre 1752 sein. In den hiesigen Akten fanden sich allerdings keinerlei Informationen dazu.
Sind genügend schwarze Behänge für die Kirchen vorhanden?
Adressat und der Pfarrer werden vermutlich zur Beerdigung geladen. Termin steht noch nicht fest.
1779 Oktober 27: Bericht (Konzept) Gröschels.
Schreiber sprach mit dem Pfarrer, der sich eigens an Volland wenden will.
Beim Tode des Losungers Ebner waren folgende Maßnahmen getroffen worden: Die Kirchen waren ein halbes Jahr lang schwarz behängt. Geläut erfolgte 4 Wochen lang: In der 1. Woche eine Stunde lang, in der 2. Woche eine Dreiviertelstunde, in der 3. Woche eine halbe Stunde, und in der 4. Woche eine Viertelstunde lang. Am letzten Tag nochmals eine Stunde lang. Bei der Gedächtnispredigt war eine Musik veranstaltet worden, wie Schreiber von seinem Schwiegervater (Jordan, s. Bemerkungen) in Vorra erfuhr, der damals zugegen gewesen war.
In Artelshofen sind schwarze Tücher vorhanden, allerdings nicht für den Pfarrer-, den Verwalter- und den Gotteshauspflegerstuhl. Diese waren 1752 auch nicht behängt worden. Sollte sie nun behängt werden, bräuchte man 14 Ellen Flanell, wovon hier ein Muster beigefügt wird. Auch benötigte man ein glattes, weißes Altartuch und ein Paar weiße Leuchter.
Übermorgen beginnt hier die Kirchweih. Bitte um Mitteilung, wie zu verfahren sei. Soll das Friedgebot ausgerufen werden?
In Hirschbach sind gar keine schwarzen Tücher vorhanden. Da 1752 auch Hirschbach verhängt worden ist, müssen diese Tücher irgendwie weggekommen sein. Hier bräuchte man 28 Ellen.
1779 Oktober 27: Antwortschreiben Vollands.
Die Beerdigung wird am kommenden Montag stattfinden. Adressat und der Pfarrer sollen am Sonntag nach Nürnberg kommen. Hut und Flor erhalten sie hier.
Da die Abkündigung des Todesfalls morgen stattfinden soll, müssen die Kirchen rechtzeitig schwarz behängt werden. (Am Rande:) Das versprochene Stoffmuster ist nicht mitgeliefert worden. - Mit dem Läuten soll am kommenden Sonntag begonnen werden. Die seinerzeit unverhüllten Stühle sollen diesmal auch frei bleiben.
Anbei 28 Ellen Flanell für Hirschbach, die möglichst nicht zerschnitten werden sollen, da sie wieder zurückzusenden sind.
Anbei ein Altartuch. Sollte es nicht genügen, kann die Verwalterin (Maria Magdalena Gröschel) ein Leinen von der herrschaftlichen Wäsche verwenden. Sollte das übersandte Tuch tauglich sein, soll man die Spitzen abtrennen und nach Nürnberg senden.
Die 2 überstellten großen Leuchter sind für Artelshofen, die 2 kleinen für Hirschbach bestimmt.
Anbei ein Stück Tuch für den Klingelbeutel.
Anbei 1 Hut und 5 Ellen Flor für den Amtsknecht und den Boten.
Adressat wird hoffentlich den Wirten schon mitgeteilt haben, dass die Kirchweih nicht stattfindet. Das Friedgebot soll der Amtsknecht aber dennoch verkünden.
1779 Oktober 27: Schreiben Vollands, wie vor.
In obigem Schreiben vergaß Schreiber mitzuteilen, dass auch der Schulmeister von Hirschbach (Johann Jakob Wolf) zur Beerdigung geladen wird. Bitte, ihn zu informieren, damit er sich mit schwarzer Kleidung versehen und am Sonntag nach Nürnberg kommen kann.
1779 Oktober 24: Schreiben des U(lrich) N(ikolaus) Volland, Nürnberg, an Verwalter (Johann Konrad) Gröschel, Artelshofen,
Schreiber erfüllt die traurige Pflicht, den Tod der Frau Maria Jakobins Ebner zu melden, welcher heute vormittags um Viertel nach 10 Uhr erfolgt ist.
Bitte, zusammen mit dem Pfarrer (Matthäus Friedrich Winterschmidt) alle Vorkehrungen treffen zu lassen. Vorbild sollten die Trauerfeierlichkeiten für den Ehemann der Verstorbenen, Herrn Losunger (Hieronymus Wilhelm Ebner), im Jahre 1752 sein. In den hiesigen Akten fanden sich allerdings keinerlei Informationen dazu.
Sind genügend schwarze Behänge für die Kirchen vorhanden?
Adressat und der Pfarrer werden vermutlich zur Beerdigung geladen. Termin steht noch nicht fest.
1779 Oktober 27: Bericht (Konzept) Gröschels.
Schreiber sprach mit dem Pfarrer, der sich eigens an Volland wenden will.
Beim Tode des Losungers Ebner waren folgende Maßnahmen getroffen worden: Die Kirchen waren ein halbes Jahr lang schwarz behängt. Geläut erfolgte 4 Wochen lang: In der 1. Woche eine Stunde lang, in der 2. Woche eine Dreiviertelstunde, in der 3. Woche eine halbe Stunde, und in der 4. Woche eine Viertelstunde lang. Am letzten Tag nochmals eine Stunde lang. Bei der Gedächtnispredigt war eine Musik veranstaltet worden, wie Schreiber von seinem Schwiegervater (Jordan, s. Bemerkungen) in Vorra erfuhr, der damals zugegen gewesen war.
In Artelshofen sind schwarze Tücher vorhanden, allerdings nicht für den Pfarrer-, den Verwalter- und den Gotteshauspflegerstuhl. Diese waren 1752 auch nicht behängt worden. Sollte sie nun behängt werden, bräuchte man 14 Ellen Flanell, wovon hier ein Muster beigefügt wird. Auch benötigte man ein glattes, weißes Altartuch und ein Paar weiße Leuchter.
Übermorgen beginnt hier die Kirchweih. Bitte um Mitteilung, wie zu verfahren sei. Soll das Friedgebot ausgerufen werden?
In Hirschbach sind gar keine schwarzen Tücher vorhanden. Da 1752 auch Hirschbach verhängt worden ist, müssen diese Tücher irgendwie weggekommen sein. Hier bräuchte man 28 Ellen.
1779 Oktober 27: Antwortschreiben Vollands.
Die Beerdigung wird am kommenden Montag stattfinden. Adressat und der Pfarrer sollen am Sonntag nach Nürnberg kommen. Hut und Flor erhalten sie hier.
Da die Abkündigung des Todesfalls morgen stattfinden soll, müssen die Kirchen rechtzeitig schwarz behängt werden. (Am Rande:) Das versprochene Stoffmuster ist nicht mitgeliefert worden. - Mit dem Läuten soll am kommenden Sonntag begonnen werden. Die seinerzeit unverhüllten Stühle sollen diesmal auch frei bleiben.
Anbei 28 Ellen Flanell für Hirschbach, die möglichst nicht zerschnitten werden sollen, da sie wieder zurückzusenden sind.
Anbei ein Altartuch. Sollte es nicht genügen, kann die Verwalterin (Maria Magdalena Gröschel) ein Leinen von der herrschaftlichen Wäsche verwenden. Sollte das übersandte Tuch tauglich sein, soll man die Spitzen abtrennen und nach Nürnberg senden.
Die 2 überstellten großen Leuchter sind für Artelshofen, die 2 kleinen für Hirschbach bestimmt.
Anbei ein Stück Tuch für den Klingelbeutel.
Anbei 1 Hut und 5 Ellen Flor für den Amtsknecht und den Boten.
Adressat wird hoffentlich den Wirten schon mitgeteilt haben, dass die Kirchweih nicht stattfindet. Das Friedgebot soll der Amtsknecht aber dennoch verkünden.
1779 Oktober 27: Schreiben Vollands, wie vor.
In obigem Schreiben vergaß Schreiber mitzuteilen, dass auch der Schulmeister von Hirschbach (Johann Jakob Wolf) zur Beerdigung geladen wird. Bitte, ihn zu informieren, damit er sich mit schwarzer Kleidung versehen und am Sonntag nach Nürnberg kommen kann.
Archivale
Indexbegriff Person: Ebner, Hieronimus Wilhelm
Indexbegriff Person: Ebner, Maria Jakobina geb Nützel
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Gröschel, Maria Magdalena
Indexbegriff Person: Jordan, N
Indexbegriff Person: Volland, Ulrich Nikolaus
Indexbegriff Person: Winterschmidt, Matthäus Friedrich
Indexbegriff Person: Wolf, Johann Jakob
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
Indexbegriff Person: Ebner, Maria Jakobina geb Nützel
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Gröschel, Maria Magdalena
Indexbegriff Person: Jordan, N
Indexbegriff Person: Volland, Ulrich Nikolaus
Indexbegriff Person: Winterschmidt, Matthäus Friedrich
Indexbegriff Person: Wolf, Johann Jakob
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
Artelshofen, Kirche
Hirschbach, Kirche
Vorra
Trauerfeierlichkeiten für Maria Jakobina Ebner
Verwalter Artelshofen
Sekretär, Ebnerischer
Losunger
Todesfall
Trauerflor
Trauerpredigt
Trauergeläut
Flanell
Stoffmuster
Altartuch
Altarleuchter
Beerdigung
Einladung
Trauerkleidung
Leinen
Amtsknecht Artelshofen
Bote Artelshofen
Klingelbeutel
Kirchweih, Artelshofen
Kirchweih ausgefallen
Friedgebot
Schulmeister, Hirschbach
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:01 MESZ