Differenzen wegen des Begräbnisses des Pfarrers Ulrich Sebastian Beck in Alfalter
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E 49/II Nr. 982
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
1741
Enthält:
1741 verstirbt Pfarrer Beck in Artelshofen. Berichte des Verwalters Johann Leonhard Behringer an (Sekretär) L(ukas). Dorn in Nürnberg.
Der Pfarrer war 8 Tage vor seinem Tod erkrankt, meist bettlägerig. 2 Tage vor seinem Tod fand man ihn auf dem Boden seines Zimmers, er schlug mit dem Kopf mehrfach auf den Boden und schrie: "gestorben mus seyn, da mus ich sterben." Er wollte keinen Menschen zu sich lassen. Erst auf Vermittlung des Pfarrers von Vorra (Justin Götsch) ließ er diesen und seine eigene Frau (Sibylla Regina, geb. Vigitill) ins Zimmer. Er verstarb am 29. März.
Als Verteter fungiert in der Zwischenzeit Johann Sigmund Burger, gegen dessen Tätigkeit das Pflegamt Hersbruck protestiert, soweit Alfalter betroffen ist. Burger berichtet über die am 5. April in Alfalter erfolgte Bestattung Becks:
Aufgrund einer Anweisung aus Hersbruck hatte man in Alfalter nichts vorbereitet, der Leichenzug wurde weder mit Glockengeläute, noch mit Gesang der Schulkinder abgeholt, oder begleitet. Die Kirche war versperrt. Erst nach Längerem Hin und Her - anwesend war auch der Substitut Müller aus Hersbruck - konnte die Trauerfeier begonnen werden. Während des Gottesdienstes wurde schnell auf dem Friedhof das Grab ausgehoben.
In der Folge wieder Beschwerden Hier. Wilh. Ebners und Protokolle, sowie einige Ratsverlässe in Kopie. Der Zwist zwischen Landpflegamt und Scholarchat besteht weiterhin.
Dabei:
Auszug aus dem Leichenbuch von Alfalter mit Beispielen für Bestattungen von Artelshofenern in Alfalter ab 1668. Letzter Eintrag: Am 27. September 1739 musste Pfarrer Beck sein erstes Kind, Magdalena Sabina zu Grabe tragen. Sie wurde ohne Schwierigkeiten in Alfalter bestattet, inklusive Gesang.
1741 verstirbt Pfarrer Beck in Artelshofen. Berichte des Verwalters Johann Leonhard Behringer an (Sekretär) L(ukas). Dorn in Nürnberg.
Der Pfarrer war 8 Tage vor seinem Tod erkrankt, meist bettlägerig. 2 Tage vor seinem Tod fand man ihn auf dem Boden seines Zimmers, er schlug mit dem Kopf mehrfach auf den Boden und schrie: "gestorben mus seyn, da mus ich sterben." Er wollte keinen Menschen zu sich lassen. Erst auf Vermittlung des Pfarrers von Vorra (Justin Götsch) ließ er diesen und seine eigene Frau (Sibylla Regina, geb. Vigitill) ins Zimmer. Er verstarb am 29. März.
Als Verteter fungiert in der Zwischenzeit Johann Sigmund Burger, gegen dessen Tätigkeit das Pflegamt Hersbruck protestiert, soweit Alfalter betroffen ist. Burger berichtet über die am 5. April in Alfalter erfolgte Bestattung Becks:
Aufgrund einer Anweisung aus Hersbruck hatte man in Alfalter nichts vorbereitet, der Leichenzug wurde weder mit Glockengeläute, noch mit Gesang der Schulkinder abgeholt, oder begleitet. Die Kirche war versperrt. Erst nach Längerem Hin und Her - anwesend war auch der Substitut Müller aus Hersbruck - konnte die Trauerfeier begonnen werden. Während des Gottesdienstes wurde schnell auf dem Friedhof das Grab ausgehoben.
In der Folge wieder Beschwerden Hier. Wilh. Ebners und Protokolle, sowie einige Ratsverlässe in Kopie. Der Zwist zwischen Landpflegamt und Scholarchat besteht weiterhin.
Dabei:
Auszug aus dem Leichenbuch von Alfalter mit Beispielen für Bestattungen von Artelshofenern in Alfalter ab 1668. Letzter Eintrag: Am 27. September 1739 musste Pfarrer Beck sein erstes Kind, Magdalena Sabina zu Grabe tragen. Sie wurde ohne Schwierigkeiten in Alfalter bestattet, inklusive Gesang.
Archivale
Indexbegriff Person: Beck, Magdalena Sabina
Indexbegriff Person: Beck, Sibylla Regina geb Vigitill
Indexbegriff Person: Beck, Ulrich Sebastian
Indexbegriff Person: Behringer, Johann Leonhard
Indexbegriff Person: Burger, Johann Sigmund
Indexbegriff Person: Dorn, Lukas
Indexbegriff Person: Ebner, Hieronimus Wilhelm
Indexbegriff Person: Götsch, Justin
Indexbegriff Person: Müller, N
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
Indexbegriff Person: Beck, Sibylla Regina geb Vigitill
Indexbegriff Person: Beck, Ulrich Sebastian
Indexbegriff Person: Behringer, Johann Leonhard
Indexbegriff Person: Burger, Johann Sigmund
Indexbegriff Person: Dorn, Lukas
Indexbegriff Person: Ebner, Hieronimus Wilhelm
Indexbegriff Person: Götsch, Justin
Indexbegriff Person: Müller, N
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
Alfalter, Friedhof
Artelshofen
Hersbruck
Vorra
Pfarrer, Artelshofen
Verwalter
Sekretär, Ebnerischer
Krankheit
Bettlägerigkeit
Todesfall
Todesumstände
Pfarrer, Vorra
Pfarrer Vertretung
Pflegamt Hersbruck
Protest
Beerdigung
Schulkinder
Leichenzug
Gesang
Glockenläuten
Beschwerde
Protokoll
Ratsverlass
Landpflegamt
Scholarchat
Vormundamt
Leichenbuch Alfalter
Grab
Streit
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ