Anfechtung der von Cappel erkauften Güter zu Binsförth durch Graf Gottfried von Reichenbach
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Urk. 18, 127
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1270 Juni 23
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1270-1279
Homberg, 1270 Juni 23
Ausf. Perg., - DreieckSg. der Stadt Homberg anh., Abb. Küch: Siegel (wie Nr.5) S.281 Nr.7
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Actum in Hoenberg in vigilia nativitatis beati Iohannis baptiste extra muros porte superioris anno domini 1270 in feria secunda
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Hartmann Schultheiß und Wigand Bürgermeister (magister ciuium) zu Homberg (Hoenberg) bekunden, daß Abt Johann von Cappel und sein Stift Güter zu Binsförth (Binsforte; Binnisforte) von einer [namentlich nicht genannten] edlen Frau und ihren Söhnen Otto, Johann, Heinrich Pleban in Mardorf (Martdorf) und Hermann sowie deren Schwester Luckard (Lukarde; Luckarde), gen. von Falkenberg, erkauft habe, worüber eine Urkunde vorliege (cuius habentur littere speciales). Da aber offenbar geworden sei (verum cum sit publicum et apertum), daß ihr Vaterbruder (patruus) Graf Gottfried von Reichenbach (Richenbach) diesen Besitz Cappels anfechte (perturbet possessionem Capellensium in eisdem), setzten die Verkäufer ihren Zehnten in Hebel (Hebilde) zum Pfand ein und belehnten damit stellvertretend für das Stift die leiblichen Brüder Ritter Heinrich, den oben genannten Wigand und Eberhard, damit das, was dem Stift bezüglich jener Güter durch den Grafen oder einen sonstigen berechtigten Kläger verlorenginge, durch das besagte Pfand wieder erlangt werden könne. Die Belehnten sollen das Lehen erst zurückgeben, wenn sie von Abt und Verwaltern (prouisores) sicher benachrichtigt würden, daß für Schadloshaltung des Klosters genügend gesorgt und keine Handlung (actio) gegen dieses im Gange sei.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (14.Jh.) Super bonis in Binsforte
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ritter Eberhard Holzsadel
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Hermann d.J. (iunior) von Wolfershausen (Wolferishusin)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Rentwig von Borken
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ulrich d.J. (iunior) von Rodemann (Rotinmannin)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ludwig von Felsberg (Velsperg)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ditmar von Frielendorf (Vrilingedorf)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: für das Stift die Priester Ekbert Propst von Georgenberg (prepositus sancti Georgii), Ludwig von Schrecksbach (Srekisbach), Rudolf Pleban in Wichte (Wihte)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Cappeler Laienbrüder Gerlach und Hermann
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Stadt Homberg
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Weitere gleichhändige Ausfertigung Nr. 700. Abschrift: Kopiar K 270, 51v.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.97, 164
Vermerke (Urkunde): Literatur: Küther: OL Fritzlar-Homberg (wie Nr.3) S.129
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Hartmann Schultheiß und Wigand Bürgermeister (magister ciuium) zu Homberg (Hoenberg) bekunden, daß Abt Johann von Cappel und sein Stift Güter zu Binsförth (Binsforte; Binnisforte) von einer [namentlich nicht genannten] edlen Frau und ihren Söhnen Otto, Johann, Heinrich Pleban in Mardorf (Martdorf) und Hermann sowie deren Schwester Luckard (Lukarde; Luckarde), gen. von Falkenberg, erkauft habe, worüber eine Urkunde vorliege (cuius habentur littere speciales). Da aber offenbar geworden sei (verum cum sit publicum et apertum), daß ihr Vaterbruder (patruus) Graf Gottfried von Reichenbach (Richenbach) diesen Besitz Cappels anfechte (perturbet possessionem Capellensium in eisdem), setzten die Verkäufer ihren Zehnten in Hebel (Hebilde) zum Pfand ein und belehnten damit stellvertretend für das Stift die leiblichen Brüder Ritter Heinrich, den oben genannten Wigand und Eberhard, damit das, was dem Stift bezüglich jener Güter durch den Grafen oder einen sonstigen berechtigten Kläger verlorenginge, durch das besagte Pfand wieder erlangt werden könne. Die Belehnten sollen das Lehen erst zurückgeben, wenn sie von Abt und Verwaltern (prouisores) sicher benachrichtigt würden, daß für Schadloshaltung des Klosters genügend gesorgt und keine Handlung (actio) gegen dieses im Gange sei.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (14.Jh.) Super bonis in Binsforte
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ritter Eberhard Holzsadel
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Hermann d.J. (iunior) von Wolfershausen (Wolferishusin)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Rentwig von Borken
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ulrich d.J. (iunior) von Rodemann (Rotinmannin)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ludwig von Felsberg (Velsperg)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ditmar von Frielendorf (Vrilingedorf)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: für das Stift die Priester Ekbert Propst von Georgenberg (prepositus sancti Georgii), Ludwig von Schrecksbach (Srekisbach), Rudolf Pleban in Wichte (Wihte)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Cappeler Laienbrüder Gerlach und Hermann
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Stadt Homberg
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Weitere gleichhändige Ausfertigung Nr. 700. Abschrift: Kopiar K 270, 51v.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.97, 164
Vermerke (Urkunde): Literatur: Küther: OL Fritzlar-Homberg (wie Nr.3) S.129
... Verum cum sit publicum et apertum quod comes Godefridus de Richenbach patruus ipsorum perturbet possessionem Capellensium in eisdem iidem nobiles decimam suam in Hebilde uice pignoris supposuerunt in feodo porrigendo Heinrico militi, Wigando qui et supra nominatur et Eberhardo fratribus uterinis, quam pro ecclesia receperunt, ut quicquid in bonis ante habitis per predictum comitem aut iustum actorem alium qualemcumque ecclesie depereat recuperet in pignore prenotato. Feodotarii item illi sibi et suo monasterio cauti erunt quod pro narratione simplici ad resignandum feodum non errabunt donec per dominum abbatem et sepe dicti monasterii prouisores ydoneos et veraces plenius instruantur quod indempnitati sue sufficienter in omnibus sit precautum et de ipsis bonis nulla sit actio pro qua de iure teneantur ecclesiam hactenus circa huiusmodi defensore et tunc ipsum feodum pro eccesia conseruatum dominorum suorum manibus resignabunt.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ