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A III 16 Sammlung Roosen (Rosen)
Sammlung Roosen (Rosen) >> Altes Gerichtsarchiv Hüls, Urkunden (Verzeichnung Deilmann)
1674, 1746, 1765
Regest: Zander Bosch und Henrich Tohl, Schöffen des Gerichts Kempen, beurkunden, daß die Schöffen Engel Darder und Henrich Heuskes sowie Henrich Kreußer, Tillmann Rentges, Henrich Bücker, Johann Fischer, Johann Scherrkes, Henrich Girlings und Johann Heuskes, Beerbte der Honschaft Benrad, für diese von Behl Fennekel und ihrem Sohn Thonniß Fennekel je 100 Taler, zusammen 200 Taler Kempener Währung, jeden zu 2 Gulden 4 Albus gerechnet, geliehen haben. Das Kapital ist fortan alljährlich am Martinsfest oder innerhalb der nächsten 14 Tage, erstmalig im laufenden Jahr, mit 4. v. H. zu verzinsen und kann beiderseits im Vierteljahr vor diesem Termin gekündigt werden. Zum Unterpfand steht das gesamte Hab und Gut aller Honschaftsbewohner. Ausgefertigt durch Johannes Gaertz, Notar. (1674 Juni 26)^p1. Zusatz ohne Datum. Henrich Kauffmans, Vikar und Diservitor der Bruderschaft von der Todesangst Christi, bescheinigt, daß durch Testament des Thoniß Vinnickel die Schuldverschreibung am 10. Febrauar 1701 der Bruderschaft zugefallen ist und ihr erstmalig am Martinsfest 1706 die fälligen Zinsen gezahlt wurden. Actum Hüls.^p2. Zusatz ohne Datum. Henrich Kauffmans, Vorsteher der Bruderschaft von der Todesangst Christi, bescheinigt, daß der Schöffe Zander Frowen um St. Andreas 1718 der Bruderschaft und ihrem Altar 200 Taler gezahlt und damit die Schulverschreibung erworben hat. ^p3. Zusatz 1746 Dezember 7. Jakob Bramers, Notar, bescheinigt, daß die Schuldverschreibung vom 26. Juni 1674 durch Johannes Frow, dem sie durch Erbteilung zugefallen war, an Martin Fischer abgetreten wurde. Der Betrag soll auf den Kaufpreis für das veräußerte Scheurenerb berechnet werden. Actum St. Tönis, Zeugen: Peter Stickers und Konrad Gobbers.^p4. Zusatz 1765 November 26. Jakob Bücker und Konrad Stickers, Schöffen, bescheinigen, daß Peter Stickers, Schatzheber der Honschaft Benrad, die Schuldverschreibung von Peter Fischers eingelöst hat. Actum St. Tönis. ^pOr. Pap.^p
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:20 MEZ