Streit um das Erbe des Hermann Claitz zwischen den Nachkommen seiner Geschwister Reinhard (die Appellantin ist Witwe seines Sohnes Meinhard), Gertrud (deren Sohn ist Matthias Spee), Agnes (deren Tochter Margarethe von Hundt ist mit Engelbert von Holtmühlen verheiratet) und Elisabeth (deren Tochter Elisabeth 380 von Blumenthal ist mit Arnold von Gruithuisen verheiratet). Während die Appellantin meint, die (Nachkommen der) Schwestern ihres Schwiegervaters seien durch Heiratsgut und Ansprüche auf Seitenfälle abgefunden worden und der Besitz Hermanns müsse in die männliche Linie zurückfallen, hatte die Vorinstanz gleiche Teilung unter allen Geschwistern (bzw. deren Nachkommen) angeordnet.
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Streit um das Erbe des Hermann Claitz zwischen den Nachkommen seiner Geschwister Reinhard (die Appellantin ist Witwe seines Sohnes Meinhard), Gertrud (deren Sohn ist Matthias Spee), Agnes (deren Tochter Margarethe von Hundt ist mit Engelbert von Holtmühlen verheiratet) und Elisabeth (deren Tochter Elisabeth 380 von Blumenthal ist mit Arnold von Gruithuisen verheiratet). Während die Appellantin meint, die (Nachkommen der) Schwestern ihres Schwiegervaters seien durch Heiratsgut und Ansprüche auf Seitenfälle abgefunden worden und der Besitz Hermanns müsse in die männliche Linie zurückfallen, hatte die Vorinstanz gleiche Teilung unter allen Geschwistern (bzw. deren Nachkommen) angeordnet.
AA 0627, 522 - B 1327/4512
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1643-1645 (1570-1646)
Enthaeltvermerke: Kläger: Agnes von Blittersdorf, Witwe des Meinhard Claitz zu Bontenbroich (Kr. Grevenbroich), als Vormund ihrer gemeinsamen Kinder, (Bekl.: Meinhard Claitz) Beklagter: Meinhards Vettern Engelbert von und zu Holtmühlen bzw. seine Witwe Margareta von Hundt, verheiratete von Bernsau zu Bellinghoven; Arnold von Gruithuisen zu Brachelen, Heinsberg; Matthias Spee bzw. seine Ehefrau Anna Maria, Haus Palant (Kr. Düren), (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Walraff 1643 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Ulrich Stieber 1643 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofgericht zu Düsseldorf 1626-1642 - 2. RKG 1643-1645 (1570-1646) Beweismittel: Bd. 1: Auszug aus dem Lehensbuch der Herrschaft Odenkirchen, 1614: Belehnung des Meinhard Claitz mit Haus und Lehensgütern Bontenbroich (62f.). Bd. 2: Schöffenurkunde des Gerichts Tegelen, 1628: Verzicht der Margaretha, verwitwete von Holtmühlen, auf das Erbe des Hermann Claitz (111-115). Heiratsverschreibung zwischen Hermann Claitz, Sohn des Meinhard Claitz, und Elisabeth von Gruithuisen, 1570 (139-149). Testament des Hermann Claitz, 1614 (149-152). Heiratsverschreibung zwischen Wilhelm von Blumenthal und Elisabeth Claitz (153-157). Quittung der Agnes Claitz über 3000 Tlr. und Erbverzicht, 1575; (182-188). Rentenkaufbrief: Hermann Claitz verkauft Friedrich Vielgens, Bürger der Stadt Gladbach, 2 jährl. Renten, 1601 (193-201). Liste der gereiden Güter aus dem Nachlaß Hermann Claitz’, die Meinhard zugefallen sind (292-295). Liste der zum Haus Bontenbroich gehörenden Ländereien mit den darauf stehenden Geldsummen (300-302). Beschreibung: 2 Bde., 8,5 cm; Bd. 1: 2 cm, 63 Bl., geb.; Q 1 - 10, 12 - 21, 5 Beilagen prod. 19. Feb. 1546; Bd. 2: 6,5 cm, 397 Bl., geb.; Q 11.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:33 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)