Albanus Wolfarth, Bürger in Memmingen, für seine Ehefrau Brigitta geborene Edkirch, Veit Edkirch für sich, Raimund ("Remundus") Ronersam für seine Ehefrau Maria geborene Edkirch, Simon Lang und Johann Glockengießer als erbetene Träger der Witwe des Wolfgang Glockengießer Christina geborene Fingerlin, Daniel Neubronner für seine Ehefrau Anna geborene Fingerlin, Lorenz Schmid für seine Ehefrau Maria geborene Möllin sowie Philipp Rönlin und Johann Peckheller als verordnete Pfleger der Kinder des Peter Neubronner, alle Bürger in Ulm, verkaufen als Erben des verstorbenen Sebastian Fingerlin ihren Miterben, den Gebrüdern Eitelhans und Christoph Fingerlin, die folgenden Güter in Weinstetten [Gde. Staig/Alb-Donau-Kreis]: - Ein Hof, den derzeit Johann Mayer zu Leibrecht bewirtschaftet. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel, Speicher und Garten im Dorf, 9,5 Tagwerk Wiesmahd und 36 Jauchert Äcker. Davon gefallen jährlich 8 Imi Roggen, 9 Imi Hafer, 1 Pfund Heller Heugeld, 1 Vierteil Öl oder dafür 12 Schilling Heller, 1 Fastnachtshuhn, 2 Herbsthühner und 50 Eier. - Ein Erbgut, das derzeit Markus ("Marx") Hartmann bewirtschaftet. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel, Speicher und 2 Gärten im Dorf, 6 Tagwerk Wiesmahd und 20 Jauchert Äcker. Davon sind jährlich 4 Malter Roggen und 4 Malter Hafer Biberacher Maß, 3 Pfund Heller Heugeld, 1 Vierteil Öl oder dafür 12 Schilling Heller, 1 Fastnachtshuhn, 4 Herbsthühner und 100 Eier sowie bei einem Besitzerwechsel je 2 Goldgulden Weglöse und Handlohn zu entrichten. - Eine Selde, die derzeit Thomas Burckhart bewirtschaftet. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel und ein Gärtchen im Dorf sowie 2 Jauchert Äcker. Davon sind in einem Jahr 2 Imi Roggen, im nächsten Jahr 2 Imi Hafer und im dritten Jahr, dem Brachejahr, kein Getreide zu entrichten. Außerdem gefallen noch jährlich 1 Fastnachtshuhn, 1 Herbsthuhn, 5 Schilling Heller Hauszins, 2 Metzen Öl oder dafür 6 Schilling Heller sowie bei einem Besitzerwechsel je 5 Schilling Heller für Weglöse und Handlohn sowie das zehnte Pfund als Erbschatz. - Eine Selde, die derzeit Johann Schrem bewirtschaftet. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel und ein Garten. Davon gibt man bei einem Besitzerwechsel je 5 Schilling für Weglöse und Handlohn sowie das zehnte Pfund als Erbschatz. Außerdem sind noch jährlich 1 Fastnachtshuhn, 2 Herbsthühner, 1 Vierteil Öl oder dafür 12 Schilling Heller und 3 Schilling Heller Hauszins zu entrichten. - Die Leibeigene Magdalena, Ehefrau des Johann Wälles in Altheim [ob Weihung Gde. Staig/Alb-Donau-Kreis] bei Weinstetten. Diese gibt jährlich 1 Leibhuhn. Dafür haben sie von den Käufern 1.630 Gulden Ulmer Stadtwährung erhalten. Daher übertragen sie diesen alle Rechte, die ihnen bisher an den verkauften Gütern zugestanden haben, und übernehmen die Gewährleistung für den Verkauf.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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