Finanzabteilung/Kirchenhauptkasse (Hamburg) (Bestand)
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12.10.1 Finanzabteilung/Kirchenhauptkasse (Hamburg) Finanzabteilung/Kirchenhauptkasse (Hamburg) Finanzabteilung/Kirchenhauptkasse (Hamburg)
Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland (Archivtektonik) >> 1 Landeskirchen vor 2012 >> 12 Ev.-Luth. Kirche im Hamburgischen Staate >> 12.1 Landeskirchliche Verwaltung
Bestandsbeschreibung: Die Kirchenhauptkasse der Landeskirche Hamburgs ist im Zuge der Kirchenverfassung in den 1860er Jahren gegründet worden. Mit der neuen Kirchenverfassung trennten sich Kirche und Staat und das Verhältnis beider wurde rechtlich bindend reglementiert. Dazu gehörte auch, dass die Landeskirche keinerlei Zuwendungen mehr durch den Senat erhielt. Ab 1870 erhielt die Landeskirche eine jährliche Rente vom Senat für den Grundbesitz des Klosters St. Johannes. Für diese Gelder wurde die Kirchenhauptkasse geschaffen. In der weiteren Geschichte der Landeskirche Hamburgs setzte sich die Kirchenhauptkasse durch. 1923 wurde diese Namensgebung offiziell festgelegt und der Kirchenhauptkasse wurden mehrere Konten unterstellt. Diese hatte die Kirchenhauptkasse zu verwalten. Im 20. Jahrhundert war die Kir-chenhauptkasse dem Kirchenrat unterstellt und für die Arbeiten wurden Kassenbeamte bestellt. Aus dem Kirchenrat waren immer zwei Personen abgestellt für Aufsicht über die Kirchenhauptkasse. In Aktenplänen bis in die 1950er Jahre findet sich allein die Kirchenhauptkasse. Im Zuge der Erarbeitung eines allgemeinen Aktenplans 1966 tritt zum Ersten Mal die Finanzverwaltung als „Obergruppe“ auf. Beim Aufbau einer zentralen Registratur 1965/66 blieb die Kirchenhauptkasse jedoch als Ablagestelle erhalten. In bearbeiteten Aktenplänen aus den 1970er Jahren ist die Kirchen-hauptkasse teilweise im Rechnungswesen aufgegangen und unterstellt worden. In der Gruppe „Finanzwesen“ finden sich allerdings keine Spuren oder Teile der Kirchenhauptkasse. Es ergibt sich, dass das Finanzwesen überwiegend die verwaltungstechnische Arbeit übernommen hat (-> Kirchensteuer, Statistik, Lastenausgleich) und die Kirchenhauptkasse überwiegend die operative Arbeit (-> Haushaltsplan, Ab-rechnung, Voranschlag) mit einer eigenen Revisionsabteilung. Das Finanzwesen wurde unter der Ziffer 7 geführt, das Rechnungswesen unter der 74 (Landeskirche) bzw. 75 (Kirchengemeinden). Aus Schriftverkehr der 1970er Jahre wird sichtbar, dass Kirchenhauptkasse und Finanzverwaltung synonym gebraucht worden sind.
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.10.2025, 12:16 MESZ
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