S Rep. 100 (1) Standesämter der östlichen preußischen Provinzen (lfd. Nr. 1 - 24542) (Bestand)
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S Rep. 100 (1)
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> S Bestände des Standesamts I in Berlin
1804 - 1946
Vorwort: S Rep. 100 - Standesämter der östlichen preußischen Provinzen
Die ab Januar 1945 geräumten preußischen Provinzen Niederschlesien, Oberschlesien, Ostpreußen und Pommern fielen gemäß den alliierten Vereinbarungen unmittelbar unter sowjetische und polnische Verwaltung, während die deutsche Zivilbevölkerung überwiegend nach Westen zog.
Die im Zuge der Schließung deutscher Verwaltungsbehörden vom Zivilschutz verlagerten Standesamtsregister wurden an verschiedenen Orten westlich der Oder/Neiße-Linie gesammelt, so v.a. im Hauptstandesamt Hamburg, im Hauptarchiv Berlin-Dahlem, aber z.B. auch in der Marienkirche Grimmen, beim Rat des Kreises Frankfurt/Oder, beim Rat des Kreises Rügen oder in Lubmin (Kreis Greifswald).
Die in der SBZ/DDR zusammengetragenen Bücher wurden um 1950 an weiteren Sammelstellen konzentriert, so im Deutschen Zentralarchiv Potsdam oder beim Landesinnenministerium von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin, um sie dann in das Standesamt I in Berlin, Hauptstadt der DDR zu überführen.
Das Hauptarchiv in Dahlem sowie das Hauptstandesamt Hamburg gaben 1952 die dort gesammelten Register und Akten an das Standesamt I in Berlin (West) ab.
Die Standesämter I in beiden Teilen Berlins schrieben gemäß den jeweils gültigen Personenstandsgesetzen der Bundesrepublik und der DDR in den Registern weiterhin Randvermerke bei und stellten daraus Urkunden und beglaubigte Abschriften aus.
Die Reform des Personenstandsgesetzes von 2009 hatte die Übernahme der Archivfunktion für die Personenstandsunterlagen der Standesämter durch das Landesarchiv Berlin zur Folge. Die hier beschriebenen Unterlagen gelangten ab 2013 aus dem Standesamt I in das Landesarchiv.
Der Bestand enthält Geburten-, Heirats- und Sterberegister (vereinzelt mit Namensverzeichnissen) aus mehreren tausend örtlichen Standesämtern der Provinzen Niederschlesien, Oberschlesien, Ostpreußen, Pommern und Brandenburg (Neumark).
Laufzeit: (1804, 1816, 1860) 1874-1945 (1946)
Erschlossen: 89.108 AE
Allgemeiner Hinweis: Die Personenstandsregister, Namensverzeichnisse und Sammelakten werden erst nach Ablauf der gesetzlichen Fortschreibungsfristen von 110 Jahren (Geburten), 80 Jahren (Eheschließungen) bzw. 30 Jahren (Sterbefälle) archiviert. Der Überlieferungsstand im Landesarchiv Berlin entspricht diesen Vorgaben mit einer möglichen Verzögerung von fünf Jahren.
Die ab Januar 1945 geräumten preußischen Provinzen Niederschlesien, Oberschlesien, Ostpreußen und Pommern fielen gemäß den alliierten Vereinbarungen unmittelbar unter sowjetische und polnische Verwaltung, während die deutsche Zivilbevölkerung überwiegend nach Westen zog.
Die im Zuge der Schließung deutscher Verwaltungsbehörden vom Zivilschutz verlagerten Standesamtsregister wurden an verschiedenen Orten westlich der Oder/Neiße-Linie gesammelt, so v.a. im Hauptstandesamt Hamburg, im Hauptarchiv Berlin-Dahlem, aber z.B. auch in der Marienkirche Grimmen, beim Rat des Kreises Frankfurt/Oder, beim Rat des Kreises Rügen oder in Lubmin (Kreis Greifswald).
Die in der SBZ/DDR zusammengetragenen Bücher wurden um 1950 an weiteren Sammelstellen konzentriert, so im Deutschen Zentralarchiv Potsdam oder beim Landesinnenministerium von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin, um sie dann in das Standesamt I in Berlin, Hauptstadt der DDR zu überführen.
Das Hauptarchiv in Dahlem sowie das Hauptstandesamt Hamburg gaben 1952 die dort gesammelten Register und Akten an das Standesamt I in Berlin (West) ab.
Die Standesämter I in beiden Teilen Berlins schrieben gemäß den jeweils gültigen Personenstandsgesetzen der Bundesrepublik und der DDR in den Registern weiterhin Randvermerke bei und stellten daraus Urkunden und beglaubigte Abschriften aus.
Die Reform des Personenstandsgesetzes von 2009 hatte die Übernahme der Archivfunktion für die Personenstandsunterlagen der Standesämter durch das Landesarchiv Berlin zur Folge. Die hier beschriebenen Unterlagen gelangten ab 2013 aus dem Standesamt I in das Landesarchiv.
Der Bestand enthält Geburten-, Heirats- und Sterberegister (vereinzelt mit Namensverzeichnissen) aus mehreren tausend örtlichen Standesämtern der Provinzen Niederschlesien, Oberschlesien, Ostpreußen, Pommern und Brandenburg (Neumark).
Laufzeit: (1804, 1816, 1860) 1874-1945 (1946)
Erschlossen: 89.108 AE
Allgemeiner Hinweis: Die Personenstandsregister, Namensverzeichnisse und Sammelakten werden erst nach Ablauf der gesetzlichen Fortschreibungsfristen von 110 Jahren (Geburten), 80 Jahren (Eheschließungen) bzw. 30 Jahren (Sterbefälle) archiviert. Der Überlieferungsstand im Landesarchiv Berlin entspricht diesen Vorgaben mit einer möglichen Verzögerung von fünf Jahren.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST