Deutschordensherrschaft Achberg: Urkunden (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 159 T 3
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Hohenzollerische Bestände >> Grafschaft Sigmaringen und souveränes Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen >> Säkularisierte Klöster und Stifte >> Deutschordensherrschaft Achberg
1393-1835
Überlieferungsgeschichte
Behördengeschichte
Mittelpunkt der Herrschaft Achberg war die 1194 erstmals erwähnte Burg Achberg. Sie war im 12. und 13. Jahrhundert Sitz eines Geschlechts, das sich nach Achberg nannte. 1335 ging die Herrschaft von den damaligen Inhabern, den Truchsessen von Waldburg, kaufweise an die Herren von Molperthausen über. Hans von Molperthausen trug 1352 die Herrschaft Achberg Österreich zu Lehen auf. Bis 1805 blieb die Herrschaft österreichisches Lehen.
1366 kam die Herrschaft an die Familie Öder und gelangte 1412 im Erbgang an die Herren von Königsegg und 1530 schließlich an Hans Ulrich von Syrgenstein, dem Erbauer des heutigen Schlosses Achberg. 1691 verkaufte Johannes Franz Ferdinand von Syrgenstein die Herrschaft Achberg mit Zubehör an die Landkommende Altshausen des Deutschen Ordens. Die tatsächliche Inbesitznahme erfolgte jedoch erst im März 1693. Achberg wurde fortan von einem Obervogt verwaltet, der dem Landkomtur des Deutschen Ordens in Altshausen unterstand.
Am 16. Januar 1806, unmittelbar nach dem Abschluss des Preßburger Friedens, unterstellte Bayern die Herrschaft seiner Landeshoheit. In der Rheinbundakte vom 12. Juli 1806 wurde die Herrschaft Achberg dem Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen zugewiesen, der sie am 4. September 1806 in Besitz nehmen ließ.
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht
Der vorliegende Teilbestand umfasst 43 Urkunden, deren Laufzeit von 1393 bis 1835 reicht.
Im Herbst 1968 wurden die Urkunden von Dr. Herbert Natale, Peter Abt, Erika Lang und Monika Queck einzeln in mit der Bestandsbezeichnung bedruckte Urkundentaschen verpackt.
Dr. Herbert Natale stellte im Juli 1964 die Erschließung der vorliegenden Urkunden fertig und identifizierte zum Teil die vorkommenden Orte. Als Findmittel stand fortan ein Zettelkasten zur Verfügung.
Im März 2005 schrieb Patricia Zwick die Regesten ab und arbeitete sie in das Erschließungsprogramms scopeArchiv ein.
Corinna Knobloch vergab Personen- und Ortsindexbegriffe, löste Abkürzungen auf und nahm Korrekturen an den vorhandenen Regesten vor.
Nachdem die Urkunden zuvor nach dem Datum bestellt werden mussten, erhielten sie im Zuge dieser Maßnahmen neue Bestellnummern.
Die Zitierweise des Teilbestandes lautet: Ho 159 T 3 Nr. [Bestellnummer]
Sigmaringen im September 2005
Corinna Knobloch
Behördengeschichte
Mittelpunkt der Herrschaft Achberg war die 1194 erstmals erwähnte Burg Achberg. Sie war im 12. und 13. Jahrhundert Sitz eines Geschlechts, das sich nach Achberg nannte. 1335 ging die Herrschaft von den damaligen Inhabern, den Truchsessen von Waldburg, kaufweise an die Herren von Molperthausen über. Hans von Molperthausen trug 1352 die Herrschaft Achberg Österreich zu Lehen auf. Bis 1805 blieb die Herrschaft österreichisches Lehen.
1366 kam die Herrschaft an die Familie Öder und gelangte 1412 im Erbgang an die Herren von Königsegg und 1530 schließlich an Hans Ulrich von Syrgenstein, dem Erbauer des heutigen Schlosses Achberg. 1691 verkaufte Johannes Franz Ferdinand von Syrgenstein die Herrschaft Achberg mit Zubehör an die Landkommende Altshausen des Deutschen Ordens. Die tatsächliche Inbesitznahme erfolgte jedoch erst im März 1693. Achberg wurde fortan von einem Obervogt verwaltet, der dem Landkomtur des Deutschen Ordens in Altshausen unterstand.
Am 16. Januar 1806, unmittelbar nach dem Abschluss des Preßburger Friedens, unterstellte Bayern die Herrschaft seiner Landeshoheit. In der Rheinbundakte vom 12. Juli 1806 wurde die Herrschaft Achberg dem Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen zugewiesen, der sie am 4. September 1806 in Besitz nehmen ließ.
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht
Der vorliegende Teilbestand umfasst 43 Urkunden, deren Laufzeit von 1393 bis 1835 reicht.
Im Herbst 1968 wurden die Urkunden von Dr. Herbert Natale, Peter Abt, Erika Lang und Monika Queck einzeln in mit der Bestandsbezeichnung bedruckte Urkundentaschen verpackt.
Dr. Herbert Natale stellte im Juli 1964 die Erschließung der vorliegenden Urkunden fertig und identifizierte zum Teil die vorkommenden Orte. Als Findmittel stand fortan ein Zettelkasten zur Verfügung.
Im März 2005 schrieb Patricia Zwick die Regesten ab und arbeitete sie in das Erschließungsprogramms scopeArchiv ein.
Corinna Knobloch vergab Personen- und Ortsindexbegriffe, löste Abkürzungen auf und nahm Korrekturen an den vorhandenen Regesten vor.
Nachdem die Urkunden zuvor nach dem Datum bestellt werden mussten, erhielten sie im Zuge dieser Maßnahmen neue Bestellnummern.
Die Zitierweise des Teilbestandes lautet: Ho 159 T 3 Nr. [Bestellnummer]
Sigmaringen im September 2005
Corinna Knobloch
43 Urkunden
Bestand
Irene Pill-Rademacher (Hrsg.): Schloß Achberg. Annäherung an ein barockes Kleinod Oberschwabens. 1999.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 8:37 AM CEST
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- Deutschordensherrschaft Achberg (Archival tectonics)
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