Grabstein 378 Material: Stein Zustand: gut erhalten Maße HxBxT: 192x56x44 cm Beschreibung: Reihengrab, hebräische Inschrift auf der Vorderseite Symbolik: Sanduhr mit Flügeln Besonderheit: Bemerkenswert an diesem Stein sind sowohl die klassizistische Form wie auch die deutsche Inschrift auf der Rückseite, beides war zu dieser Zeit, und auch lange Zeit später, auf dem Freudentaler Friedhof völlig unüblich. Abgesehen vom offensichtlichem Reichtum der Familie, der die Errichtung dieses so groß dimensionierten Grabsteines ermöglichte, scheint die deutsche Inschrift auf der Rückseite die Familie Horkheimer auch als Anhänger der bürgerlichen Assimilation und des Reformjudentums auszuweisen. Möglicherweise beziehen sich die schwer verständlichen Zeilen 11 und 12 auf die zu dieser Zeit erbitterte Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern des Reformjudentums - vertreten vom (württembergischen) Israelitischen "Oberkirchenrat" Rabbiner Mayer in Stuttgart - und den Anhängern der Orthodoxie, wie sie in Freudental unter dem "Wunderrabbi" Schnaittacher vertreten wurde (Interpretationsvorschlag von Herrn Landesrabbiner Joel Berger), Moses Isaak Horkheimer ist im Familienbuch nicht als Rabbiner bekannt, arbeitete als Schacherhändler: Grabstein 378