Amtsgerichte (bis 1968): Amtsgericht Frankenberg (Bestand)
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275 Frankenberg
Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> Akten ab 1867 >> Stellen der Justiz >> Amtsgerichte (Justizämter usw.) >> Amtsgerichte (bis 1968)
1803-ca. 1970
Enthält: Zivilprozesse, Vormundschaften, Nachlassakten, Konkurse, Handels-, Vereins- und Genossenschaftsregisterakten
Geschichte des Bestandsbildners: Das Justizamt Frankenberg wurde im Zuge der Trennung von Justiz und Verwaltung zum 1. Januar 1822 errichtet (kurh. GS 1821, S. 29, 69). Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen wurde es zum 1. September 1867 in „Amtsgericht Frankenberg“ umbenannt (PrGS 1878, S. 275).
Zum 1. Oktober 1932 wurden die Bezirke der aufgelösten Amtsgerichte Vöhl und Rosenthal zugeteilt. Aus einem Teil der neuen Gemeinden wurde einerseits bereits zum 1. Oktober 1933 das Amtsgericht Gemünden (Wohra) neu gegründet, zum anderen ging ein Teil zur selben Zeit in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Korbach über.
Bei Wiederaufnahme der Rechtspflege nach Kriegsende 1945 wurde der Bezirk des nicht wieder eröffneten Amtsgerichts Battenberg zugeteilt. Dieser wurde zum 13. Mai 1947 Zweigstelle des Amtsgerichts Frankenberg (3210/1-Ia 944). Ab dem 1. Juli 1970 wurde die Zweigstelle Battenberg aufgehoben.
Gerichtsbezirk:
Allendorf (bei Frankenau), Altenhaina (seit 1932), Altenlotheim (1932/33), Asel (1932/33), Basdorf (1932/33), Birkenbringhausen, Bockendorf (1932/33), Bottendorf, Buchenberg (1932/33), Dainrode, Dörnholzhausen, Ederbringhausen, Ellershausen, Ernsthausen, Frankenau, Frankenberg-Eder, Friedrichshausen, Geismar, Haina (1932/33), Haine, Halgehausen (1932/33), Harbshausen (1932/33), Haubern, Herzhausen (1932/33), Hommershausen, Hüttenrode (1932/33), Kirchlotheim (1932/33), Lehnhausen (1932/33), Löhlbach (1932/33, seit 1957), Louisendorf, Marienhagen (1932/33), Mohnhausen (1932/33), Niederorke (1932/33), Oberholzhausen (1932/33), Oberorke, Oberwerba (1932/33), Rengershausen, Roda (seit 1932), Rodenbach, Röddenau, Römershausen, Rosenthal (1932/33), Sehlen (1932/33), Schmittlotheim (1932/33), Schreufa, Somplar, Viermünden, Vöhl (1932/33), Wangershausen, Wiesenfeld, Willersdorf, Willershausen (1932/33)
Zweigstelle Battenberg (1947-1970):
Allendorf-Eder, Battenberg, Battenfeld, Berghofen, Biebighausen, Bromskirchen, Dodenau, Eifa, Frohnhausen, Hatzfeld/Eder, Holzhausen/Eder, Laisa, Oberasphe, Reddighausen, Rennertehausen
(Die Gemeinden Allendorf, Dainrode, Dörnholzhausen, Ederbringhausen, Ellershausen, Frankenau und Viermünden bildeten vom 15. Januar 1832 bis zum 1. Juli 1853 das Justizamt Frankenau, wurden nach dessen Auflösung aber wieder zugeschlagen.)
In zweiter Instanz war das Landgericht Marburg zuständig.
Findmittel: Ablieferungslisten, teilweise unverzeichnet
Referent: Herr Dr. Petter, Frau Laube
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 07.12.2017
Geschichte des Bestandsbildners: Das Justizamt Frankenberg wurde im Zuge der Trennung von Justiz und Verwaltung zum 1. Januar 1822 errichtet (kurh. GS 1821, S. 29, 69). Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen wurde es zum 1. September 1867 in „Amtsgericht Frankenberg“ umbenannt (PrGS 1878, S. 275).
Zum 1. Oktober 1932 wurden die Bezirke der aufgelösten Amtsgerichte Vöhl und Rosenthal zugeteilt. Aus einem Teil der neuen Gemeinden wurde einerseits bereits zum 1. Oktober 1933 das Amtsgericht Gemünden (Wohra) neu gegründet, zum anderen ging ein Teil zur selben Zeit in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Korbach über.
Bei Wiederaufnahme der Rechtspflege nach Kriegsende 1945 wurde der Bezirk des nicht wieder eröffneten Amtsgerichts Battenberg zugeteilt. Dieser wurde zum 13. Mai 1947 Zweigstelle des Amtsgerichts Frankenberg (3210/1-Ia 944). Ab dem 1. Juli 1970 wurde die Zweigstelle Battenberg aufgehoben.
Gerichtsbezirk:
Allendorf (bei Frankenau), Altenhaina (seit 1932), Altenlotheim (1932/33), Asel (1932/33), Basdorf (1932/33), Birkenbringhausen, Bockendorf (1932/33), Bottendorf, Buchenberg (1932/33), Dainrode, Dörnholzhausen, Ederbringhausen, Ellershausen, Ernsthausen, Frankenau, Frankenberg-Eder, Friedrichshausen, Geismar, Haina (1932/33), Haine, Halgehausen (1932/33), Harbshausen (1932/33), Haubern, Herzhausen (1932/33), Hommershausen, Hüttenrode (1932/33), Kirchlotheim (1932/33), Lehnhausen (1932/33), Löhlbach (1932/33, seit 1957), Louisendorf, Marienhagen (1932/33), Mohnhausen (1932/33), Niederorke (1932/33), Oberholzhausen (1932/33), Oberorke, Oberwerba (1932/33), Rengershausen, Roda (seit 1932), Rodenbach, Röddenau, Römershausen, Rosenthal (1932/33), Sehlen (1932/33), Schmittlotheim (1932/33), Schreufa, Somplar, Viermünden, Vöhl (1932/33), Wangershausen, Wiesenfeld, Willersdorf, Willershausen (1932/33)
Zweigstelle Battenberg (1947-1970):
Allendorf-Eder, Battenberg, Battenfeld, Berghofen, Biebighausen, Bromskirchen, Dodenau, Eifa, Frohnhausen, Hatzfeld/Eder, Holzhausen/Eder, Laisa, Oberasphe, Reddighausen, Rennertehausen
(Die Gemeinden Allendorf, Dainrode, Dörnholzhausen, Ederbringhausen, Ellershausen, Frankenau und Viermünden bildeten vom 15. Januar 1832 bis zum 1. Juli 1853 das Justizamt Frankenau, wurden nach dessen Auflösung aber wieder zugeschlagen.)
In zweiter Instanz war das Landgericht Marburg zuständig.
Findmittel: Ablieferungslisten, teilweise unverzeichnet
Referent: Herr Dr. Petter, Frau Laube
Zusatzinformationen: Letzte Aktualisierung: 07.12.2017
9,25 MM (0,16 MM verzeichnet)
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Die Bestände des Amtsgerichts Frankenberg ab dem Jahr 1968 bilden den Bestand 277 Frankenberg.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 08:12 MESZ