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Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, bekundet, dass er mit
Zustimmung des Dekans Konrad [von Allendorf] und des Konvents von Fulda
dem Helwig...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1471-1480
1479 Februar 22
Ausfertigung, Pergament, zwei angehängte Siegel (fehlen)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini millesimo quadringentesimo septuagesimo nono uff sent Peters tagk kathedra
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, bekundet, dass er mit Zustimmung des Dekans Konrad [von Allendorf] und des Konvents von Fulda dem Helwig von Rückershausen und dessen Ehefrau Elisabeth (Elsen) die halbe Burg, Amt und Gericht Fürsteneck mit allem bisher von den Äbten und dem Konvent besessenen Zubehör für 750 rheinische Gulden Frankfurter Währung auf Wiederkauf verkauft hat. Von dem Verkauf bleiben die geistlichen Lehen, Heeresfolge, die Burglehen (knechsetze manschafft manlehen burgklehen) und die Viehbede ausgenommen; außerdem sind die Güter und Einkünfte des Klosters und der Geistlichen, die nicht zum Amt gehören, ausgenommen. Mit der Pfandsumme wurde das Pfandgut aus der Hand der von Merlau abgelöst. Die Käufer verpflichten sich zu Schutz und Schirm von Burg, Amt und deren Bewohner. Werden die von den Amtsvorgängern dazu erworbenen Pfandgüter abgelöst, sollen die Gelder wieder in Gütern innerhalb des Gerichts angelegt werden. Der Wiederkauf kann jährlich nach vierteljährlicher vorheriger Ankündigung zu Kathedra Petri [Februar 22] von beiden Parteien verlangt werden. Die Bezahlung findet in Schlitz, Hersfeld oder einem anderen Ort nach Wahl der Käufer statt. Befinden sich Abt und Konvent am Zahlungsort in einer Fehde, erhalten sie freies Geleit. Können Abt und Konvent die Güter nicht ablösen, können die Käufer die Güter an Dritte, ausgenommen Fürsten und Herren, verkaufen; Abt und Konvent erhalten darüber eine Urkunde. Beim Wiederkauf bleibt die Wintersaat jeweils bei den Gütern. Abt und Konvent behalten sich das Öffnungsrecht an der Burg vor; die Käufer werden dabei schadlos gestellt. Bauaufwendungen bis 50 Gulden können die Käufer in eigener Verantwortung durchführen und erhalten sie bei der Ablösung erstattet. Leistungen der Gerichtseinwohner (armen luth) sollen dabei nicht angerechnet werden. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 R...
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Johann von Henneberg, Abt von Fulda]
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Dekan Konrad von Allendorf und der Konvent von Fulda]
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 436, S. 277-281 und S. 340-343
Vgl. die Ablösung der Verpfändung, Nr. 1201; vgl. auch Nr. 1064.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.