Steußlingen, Oberamt (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 402 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Oberämter, Kellereien und Geistliche Verwaltungen >> Heimsheim - Winnenden
1544-1807 (-1812)
1. Zur Geschichte von Herrschaft und Oberamt Steußlingen: Bereits 776 schenkten Herren von Steußlingen Eigenleute an Kloster Sankt Gallen; ihre Herkunft und Standesqualität sind jedoch umstritten. 1270 trug Eglof von Steußlingen den Grafen von Württemberg alle seine Eigengüter zu Lehen auf. Die abgegangene Burg Steußlingen im heutigen Alb-Donau-Kreis war ursprünglich Sitz der Herren von Steußlingen, später der Herren von Freyberg. Ein in der Nähe gelegenes erstes Schloss - Neusteußlingen - wurde 1582 aus den Steinen der Burg erbaut und war bis zum Jahr 1807 Sitz des württembergischen Vogts. Zur Herrschaft Steußlingen gehörten außer der Burg Neusteußlingen die Dörfer Ennahofen, Ermelau, Grötzingen Sondernach, Weilersteußlingen sowie Talsteußlingen und Teuringshofen; Neusteußlingen war dabei der Mittelpunkt der Herrschaft. Nach dem Heimfall des Lehens von den Herren von Freyberg richtete Württemberg 1581 das Oberamt Steußlingen ein. Im Jahr darauf ließ Württemberg die Reformation durchführen, weshalb das Gebiet im Gegensatz zur katholischen Umgebung noch heute die Bezeichnung "Lutherische Berge" trägt. Der Amtssitz des württembergischen Vogts wurde 1812 abgebrochen; im Jahr 1898 erbaute man das heutige Schloss Neusteußlingen. Literatur: Das Land Baden-.Württemberg, 7, 1978 Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, 6, 1965
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Der vorliegende Bestand A 402 L Oberamt Steußlingen wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Jahr 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustauschs übergeben (Az.: H.I.11a; 1969). Die Abgabe blieb als eigen- ständiger Bestand bestehen. Zur Unterscheidung von dem im Hauptstaatsarchiv bereits vorhandenen Bestand A 402 Steußlingen W wurde diesem die Kennzeichnung L beigefügt. Weitere Überlieferungen betreffend das Oberamt Steußlingen finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten A 213 Oberrat: Jüngere Ämterakten A 249 Rentkammer: Ämterakten A 602 Württembergische Regesten H 101/53 Weltliche Lagerbücher: Oberamt Steußlingen. 16 Büschel von A 402 L waren bisher durch ein von Karl Otto Müller erstelltes, handschriftliches Archivverzeichnis erschlossen; drei Büschel waren unverzeichnet. Vgl. die Konkordanz am Ende des Repertoriums. Bei der Neuaufnahme wurde nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (Az. 7511.0 vom 2.1.1997). Die Neuverzeichnung erfolgte im März 2002 unter Mitwirkung der Praktikantin Denise Nüssle mit Hilfe des Computerprogramms Midosa 95. Der Bestand umfaßt nun 19 Büschel im Umfang von 0,2 lfd. m. Das Verzeichnis von K.O. Müller wurde dem Bestand A 605 Ältere Repertorien zugewiesen. Stuttgart, im März 2002 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Az. Aktenzeichen
Bestellnr. Bestellnummer
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü Büschel
f. folgende
Jh. Jahrhundert
L Ludwigsburg
lfd. m laufende Meter
Ordnungsnr. Ordnungsnummer
Schr. Schriftstück(e)
Tgb. Nr. Tagebuchnummer
vgl. vergleiche
W Weltlich
Konkordanz:
alte Bü-Nr. Ordnungsnr. Bestellnr.
1 11 A 402 L Bü 1
2 15 A 402 L Bü 2
3 16 A 402 L Bü 3
4 17 A 402 L Bü 4
5 18 A 402 L Bü 5
6 13 A 402 L Bü 6
7 12 A 402 L Bü 7
8 3 A 402 L Bü 8
9 1 A 402 L Bü 9
10 14 A 402 L Bü 10
11 4 A 402 L Bü 11
12 5 A 402 L Bü 12
13 6 A 402 L Bü 13
14 7 A 402 L Bü 14
15 8 A 402 L Bü 15
16 9 A 402 L Bü 16
Unverzeichnet 2 A 402 L Bü 17
Unverzeichnet 10 A 402 L Bü 18
Unverzeichnet 19 A 402 L Bü 19
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Der vorliegende Bestand A 402 L Oberamt Steußlingen wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Jahr 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustauschs übergeben (Az.: H.I.11a; 1969). Die Abgabe blieb als eigen- ständiger Bestand bestehen. Zur Unterscheidung von dem im Hauptstaatsarchiv bereits vorhandenen Bestand A 402 Steußlingen W wurde diesem die Kennzeichnung L beigefügt. Weitere Überlieferungen betreffend das Oberamt Steußlingen finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten A 213 Oberrat: Jüngere Ämterakten A 249 Rentkammer: Ämterakten A 602 Württembergische Regesten H 101/53 Weltliche Lagerbücher: Oberamt Steußlingen. 16 Büschel von A 402 L waren bisher durch ein von Karl Otto Müller erstelltes, handschriftliches Archivverzeichnis erschlossen; drei Büschel waren unverzeichnet. Vgl. die Konkordanz am Ende des Repertoriums. Bei der Neuaufnahme wurde nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (Az. 7511.0 vom 2.1.1997). Die Neuverzeichnung erfolgte im März 2002 unter Mitwirkung der Praktikantin Denise Nüssle mit Hilfe des Computerprogramms Midosa 95. Der Bestand umfaßt nun 19 Büschel im Umfang von 0,2 lfd. m. Das Verzeichnis von K.O. Müller wurde dem Bestand A 605 Ältere Repertorien zugewiesen. Stuttgart, im März 2002 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Az. Aktenzeichen
Bestellnr. Bestellnummer
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü Büschel
f. folgende
Jh. Jahrhundert
L Ludwigsburg
lfd. m laufende Meter
Ordnungsnr. Ordnungsnummer
Schr. Schriftstück(e)
Tgb. Nr. Tagebuchnummer
vgl. vergleiche
W Weltlich
Konkordanz:
alte Bü-Nr. Ordnungsnr. Bestellnr.
1 11 A 402 L Bü 1
2 15 A 402 L Bü 2
3 16 A 402 L Bü 3
4 17 A 402 L Bü 4
5 18 A 402 L Bü 5
6 13 A 402 L Bü 6
7 12 A 402 L Bü 7
8 3 A 402 L Bü 8
9 1 A 402 L Bü 9
10 14 A 402 L Bü 10
11 4 A 402 L Bü 11
12 5 A 402 L Bü 12
13 6 A 402 L Bü 13
14 7 A 402 L Bü 14
15 8 A 402 L Bü 15
16 9 A 402 L Bü 16
Unverzeichnet 2 A 402 L Bü 17
Unverzeichnet 10 A 402 L Bü 18
Unverzeichnet 19 A 402 L Bü 19
19 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ
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