Jakob [Renz], Abt zu Petershausen, verleiht Jakob Egler, Müller in Guggenhausen, als Erbzinslehen das Lehengut in Unterwaldhausen, das früher sein Schwiegervater ¿Christa Kesenheimer innehatte und nach dessen Tod im Erbweg an seine Ehefrau Magdalena Kesenheimer gelangt war. Das Lehen besteht aus 3 Mannmahd Wieswachs in zwei Stücken. Eines grenzt an die Frauen von Baindt und das andere an den "weinenden Furth". Der Beliehene darf das Lehen nur mit Erlaubnis des Ausstellers veräußern oder verpfänden. Andernfalls muß er das darauf stehende Geld ablösen, sonst verwirkt er das Lehen. Als jährlichen Bodenzins muß er zu Martini 1 lb d Konstanzer Währung zahlen. Bei Verletzung der Leihebedingungen kann das Lehen eingezogen werden. Im Fall von Handänderungen und bei Wahl eines neuen Prälaten muß es innerhalb von drei Monaten neu empfangen und mit 5 ß d Konstanzer Währung verehrschatzt werden.
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Jakob [Renz], Abt zu Petershausen, verleiht Jakob Egler, Müller in Guggenhausen, als Erbzinslehen das Lehengut in Unterwaldhausen, das früher sein Schwiegervater ¿Christa Kesenheimer innehatte und nach dessen Tod im Erbweg an seine Ehefrau Magdalena Kesenheimer gelangt war. Das Lehen besteht aus 3 Mannmahd Wieswachs in zwei Stücken. Eines grenzt an die Frauen von Baindt und das andere an den "weinenden Furth". Der Beliehene darf das Lehen nur mit Erlaubnis des Ausstellers veräußern oder verpfänden. Andernfalls muß er das darauf stehende Geld ablösen, sonst verwirkt er das Lehen. Als jährlichen Bodenzins muß er zu Martini 1 lb d Konstanzer Währung zahlen. Bei Verletzung der Leihebedingungen kann das Lehen eingezogen werden. Im Fall von Handänderungen und bei Wahl eines neuen Prälaten muß es innerhalb von drei Monaten neu empfangen und mit 5 ß d Konstanzer Währung verehrschatzt werden.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 1946
fasc. 029 n. 04
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 17. Jahrhundert
1609 Januar 30 (den dreyssigisten monatstag Januarii)
29,9 x 40,7 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Jakob [Renz], Abt zu Petershausen
Empfänger: Jakob Egler, Müller in Guggenhausen
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Empfänger: Jakob Egler, Müller in Guggenhausen
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Egler, Jakob
Kesenheimer, Christa
Kesenheimer, Magdalena
Petershausen, Jakob Renz; Abt
Renz, Jakob; Abt zu Petershausen
Baindt RV; Frauenkloster
Guggenhausen RV; Einwohner
Konstanz KN; Währung
Unterwaldhausen RV
Unterwaldhausen RV; Einwohner
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:31 MEZ
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