Bischof Alexander von Forli, päpstlicher Legat durch ganz Deutschland, welcher mit Kaiser Friedrich III. und vielen Fürsten, Grafen, Baronen, Rittern und Edeln des Reichs vordem in der Kirche des heiligen Adalbert zu Aachen geweilt und sich dort von den verfallenen, den Einsturz drohenden Zuständen des ehrwürdigen, vom Kaiser Otto III. begonnenen und von Kaiser Heinrich II. vollendeten Kirchengebäudes, sowie von der Unfähigkeit der Korporation, die Reparatur zu bestreiten, überzeugt, zumal daran Mittel an Güterbesitz durch die Überschwemmungen in Holland und andern Unfälle erheblich geschmälert worden, bekundet dem Erzbischof von Köln, den Bischöfen von Lüttich, Utrecht und dem gesamten Klerus dieser Diözesen, wie er im Anschluss an das vom Kaiser dem Kapitel erteilten Privilegium und in seinem Interesse für alle, welche zum Bau der Kirche beitragen wollen, insbesondere behufs Erhaltung der Reliquien des heiligen Bischofs und Märtyrer Adalbert und damit den Propst das Haupt dieses Heiligen in Gold und Silber kunstreich fassen lassen könne, demselben Propst gestattet habe, einen bis drei Geistliche als Quästoren zu bestellen, welche die drei Diözesen durchwandeln und aller Orten in Kirchen und Klöster über das Leben und die Verdienste des heiligen Adalbert predigen und Almosen von den Gläubigen erbitten sollen, die alsdann der Not der Kirche und dem heiligen Märtyrer zu Gute kommen. Allen, welchen hierzu beigestanden wird ein Ablass von 40 Tagen verliehen. ”Datum Colonie, sub anno dom: Millesimo quadringentesimo septuagesimo sexto, indictione nona, die vero vicesima quarta mensis Februarii, pontificatus sanctissimi in Cristo patris et domini nostri domini Sixcta domina providencia papa quarti anno quinto”; die Schrift der Urkunde hat durch Feuchtigkeit sehr gelitten Mit anhängendem Siegel