In dem mehr als 40 jährigen Streite zwischen Domina, Propst, Priorin und Konvent zu Brenkhausen und Bürgermeister, Rat und Gemeinde der Stadt Brakel über verschiedene Güter haben auf Veranlassung von Lt. Jost Beer als Mediator die Bevollmächtigten beider Parteien Johan von Haxthausen, Propst zu Brenckhausen, und Herman Möring, freier Erbgesessener in der Stadt Huxar, folgenden Vergleich geschlossen: 1. Das Kloster erkennt an, dass die Stadt Brakel das Gut Modexen und die Hälfte des Gutes Heinhausen von der Äbtissin zu Neuenheerse als Lehen trägt, während die andere Hälfte von Heinhausen vom Kloster Brenkhausen zu Lehen geht, wofür die Stadt jährlich zu Michaelis 2 Kopmannsgulden - den Gulden zu 10 schweren paderbornischen Schillingen gerechnet - zu zahlen hat. 2. Gut Modexen, Dorfschaft Derenborn, die Güter zu Wimelsen, Kaddenhausen, der halbe große und kleine Beggersberg und die Forst werden zwischen Brakel und Brenkhausen nach einer, im einzelnen beschriebenen Schnad aufgeteilt, wobei aber die Stadt Grashutungs- und Weiderecht behält. Die Stadt erhält ihren Teil als Lehen des Klosters, wofür sie einen jährlich zu Michaelis fälligen Rekognitionszins zu 1 Reichstaler und Lehnsmutungsgebühren von 10 Reichstalern zu zahlen hat. 3. Das Kloster verzichtet gegen Zahlung von 50 Reichstalern, die Brakel halb zu nächsten Weihnachten und halb zu künftigen Ostern zahlen wird, auf eine Pfandverpflichtung der Stadt von jährlich 8 Joachimstalern und 2 Kopmansgulden. Unterschriften: Catharina Sieghardt, Domina; Anna von Edlenkirchen, Priorin; Anna von Oinhausen, Kellnerin; Joh. v. Haxthausen, Propst; Jost Baer; Herman Möring zu Huxar; Godfried Brabeck; Jacob Witten. Moritz Hövett; Jurgen Ibrick (?); Henrich Möring, consul; Conrad Duvillen, consul; Cord Speller, consul; Jost Rottermund, consul; Arnoldus Pickart, consul; Gert Michaelis, cam. Dietrich Ludewigs, gogreve; Joh. Jurgen Hatteisen, cm.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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