Ratsältere, Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm verkaufen zum Nutzen der Stadtfinanzen und insbesondere zur Begleichung des Anteils der Reichsstadt Ulm an den schwedischen Reparationen den geheimen Räten, Kriegsräten und Richtern in Ulm Albrecht Stammler, Johann Ulrich Krafft und Albrecht Baldinger, ihren Mitbürgern, die dem Rat zustehende jährliche Gült von der Schwesternmühle in Ulm [abgegangen Sedelhofgasse 19], die sich derzeit im Besitz von Konrad Müller genannt Schwesternmüller befindet. Es handelt sich dabei um 52 Imi Getreide, halb Kernen und halb Roggen, die in vierteljährlichen Raten an jeder Quatember zu entrichten sind. Möchte einer der Käufer seinen Anteil an der Gült wieder veräußern, dann steht dem Rat ein Vorkaufsrecht zu. Die Käufer haben dafür 2.100 Gulden Ulmer Stadtwährung bezahlt. Die Verkäufer verzichten daher auf alle Rechte, die ihnen bisher an der Gült zugestanden haben und übernehmen die Gewährleistung für den Verkauf.