Pfarrherr, Schultheiß und Kirchenjuraten zu Niederolm beurkunden, dass Wolfgang Friedrich von Worms gen. von Dalburg, kurfürstlich Mainzischer Rat und Amtmann zu Olm und Algesheim, nach dem Tod seiner am 28.1.1611 verstorbenen Ehefrau Ursula, geb. von Kerpen, die in der Pfarrkirche vor dem St. Sebastians-Altar bestattet worden ist, ein Anniversarium gestiftet hat: Jährlich am Freitag nach Mariä Lichtmess zu halten (oder wenn darauf ein Feiertag fällt, eine Woche später), mit Vigil, gesungenem Amt und "De profundis" am Grab; dabei werden den Hausarmen 5 Reichstaler ausgeteilt, dem Priester 12 Albus, oder wenn ihrer zwei, dem Pfarrherrn 8 und dem Altaristen 4, den Sängern 7, dem Glöckner 5, für Wachs und Kerzen (die außerdem auch am Allerseelentag und dessen Vorabend am Grab brennen sollen) 24 Albus, der Kirchenfabrik 12 Albus. Das Stiftungskapital beträgt 100 Reichstaler in specie und 50 fl. Mainzer Währung. Bei unterlassener Leistung soll eine Strafzahlung von 5 fl. an den Erzpriester erfolgen. S. 1) Herr Johann Ulrich von Andlau, Domherr und Erzpriester zu Mainz, 2) das Gericht zu Niederolm.

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