Streit, ob und inwieweit der freiadlige Rittersitz des Appellaten in Dransdorf zu den allgemeinen Diensten und Lasten herangezogen werden könne. Ausgangspunkt war die gewaltsame Öffnung des Sitzes und Einquartierung zahlreicher Reiter dort, nachdem der Burgverwalter sich geweigert hatte, die ihm zugewiesene Quote aufzunehmen. 1662 bestätigte das RKG das Urteil der Vorinstanz.
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Streit, ob und inwieweit der freiadlige Rittersitz des Appellaten in Dransdorf zu den allgemeinen Diensten und Lasten herangezogen werden könne. Ausgangspunkt war die gewaltsame Öffnung des Sitzes und Einquartierung zahlreicher Reiter dort, nachdem der Burgverwalter sich geweigert hatte, die ihm zugewiesene Quote aufzunehmen. 1662 bestätigte das RKG das Urteil der Vorinstanz.
AA 0627, 643 - B 1646/5230
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1650-1672 (1589-1663)
Enthaeltvermerke: Kläger: Bürgermeister, Schöffen und Rat der kurköln. Stadt Bonn namens der ihr inkorporierten Gemeinde (Mitnachbarn, Mitbürger zu) Dransdorf, (Bekl.: Gemeinde Dransdorf, Stadt Bonn als Intervenient) Beklagter: Konstantin von Lyskirchen, Herr zu Dransdorf, Bürgermeister der Stadt Köln, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Bernhard Henning 1649 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Walraff 1650, [1650] 1650 Prozeßart: Primae appellationis Instanzen: 1. Kurköln. Kanzlei (Kanzler und Hofräte) zu Bonn 1647- 1649 - 2. RKG 1650-1672 (1589-1663) Beweismittel: Acta priora (Q 3b). Auszug aus dem vom kurfürstl. Hohen Gericht zu Bonn am 22. Nov. 1592 ausgestellten Kaufbrief: Eberhard von Zweifel zu Dransdorf und seine Ehefrau Johanna von Pützfeld verkaufen Lic. Konrad von der Recke und seiner Ehefrau Elisabeth von Kreps (Kriebs) ihren adeligen Sitz zu Dransdorf und das Patronatsrecht der Antoniuskapelle ebenda (21). Bisherige Dienstleistungen des Weingärtners und Halfmanns Lyskirchens zu Dransdorf (58f.). Auszug aus der Bonner Schoß-Rolle betr. Konrad von der Rekke zu Dransdorf, 1597-1599 (60). Vertrag zwischen Stadt Bonn und Witwe Recke zu Dransdorf vom 18. Mai 1605, ihre von Junker Zweifel zu Dransdorf gekauften bürgerl., schoßbaren Güter betr. (86-88). Auszüge aus dem Designationsbuch des (landständ.?) Steuereinnehmers Entz, 1601-1603 (110f.). Beschreibung: 3 cm, 125 Bl., lose; Q 1-32. Vgl. RKG 644 (B 1647/-5231).
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:47 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)