Frowyn von Hutten und Diether von Isenburg (Isemburgk), Amtmann zu Birstein (Biersteyne), vermitteln zwischen dem Erzbischof zu Mainz (Mentz) und ...
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Abt. 9, Nr. 12,9
B 13 Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach
Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1476 Dezember 3
Ausfertigung, Pergament (33,7 x 48,4 cm) mit fünf anhängenden Siegeln (4: beschädigt, alle anderen gut erhalten)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: am dinstage nach Sant Endris tag
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Frowyn von Hutten und Diether von Isenburg (Isemburgk), Amtmann zu Birstein (Biersteyne), vermitteln zwischen dem Erzbischof zu Mainz (Mentz) und seinem Stift und den Gebrüdern Herman [III.] und Georg Riedesel und ihren beiderseitigen Helfern und Helfershelfern folgenden Vertrag, nachdem zwischen Erzbischof Adolff selbst und Herman und Georg Rieteseln merkliche Fehde und Feindschaft geschwebt hat und nun Herman auch des Erzbischofs Diether Feind geworden war wegen 6000 Silberlingen Hauptgeld und 4000 Silberlinge rückständiger Gülte und Kosten und Schaden: 1) Aller Unwille, alle Fehde und Feindschaft zwischen dem Erzbischof und den Rietesln, auch ihren Helfern, Helfershelfern und allen, die an der Fehde beteiligt waren, sollen geschlichtet sein,alle Bürger sollen ungemahnt bleiben. (2) Alle Gefangenen sollen auf einen alten Urfrieden unverzüglich freigegeben werden. (3) Alle Atzung, Schatzung, Brandschatzung und alles ungegebene Geld soll nicht mehr gefordert und gegeben werden. (4) Da der Erzbischof den Brüdern Riedesel an Hauptgeld und Gülten 10.000 Silberlinge schuldet, soll er ihnen jetzt 1.500 Silberlinge, am nächsten Sant Martyns tag 1.500 Silberlinge und weiter jeden Sant Martyns tag 1.000 Silberlinge Frankfurter (Franckforter) Währung geben. Nach Bezahlung der 10.000 Silberlinge sollen die Verschreibungen (Nr. 813. 899. 926 ) dem Erzbischof zurückgegeben werden, aber nicht die über Lauterbach (Luterbach) (Nr. 822) . (5) Binnen einem Monat soll der Erzbischof einen Schuldbrief über 10.000 Silberlinge nach vorgelegtem Entwurf ausfertigen und einem Schiedsrichter übermitteln, der ihn den Rieteseln überschicken wird. (6) "Und als die Rietesel der dinge, vehede und unwillens alber geistlich furgenomen und zu banne komen sin mogen,deßhalber ist beteidingt, das unser gnediger herre von Mentz verwillgen und desglichen ander siner gnaden capietel und geistlichen vermogen soll, sie uff ire bete zu absolvieren lassen, doch ane der Rietesell Schaden".
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "Vertrag zwischen Herrn Adolph Ertzbischofen zu Meintz u(nd) Herman et Georg Riedeseln gebrüd(ern) über 10.000 fl. Schulden d(e) A(nn)o 1476"
Vermerke (Urkunde): Siegler: 1. Siegel Erzbischof Diether von Mainz 2. Siegel: Hermann Riedesel 3. Siegel: Georg Riedesel 4. Siegel: Frowyn von Hutten 5. Siegel: Diether von Isenburg
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1267
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Frowyn von Hutten und Diether von Isenburg (Isemburgk), Amtmann zu Birstein (Biersteyne), vermitteln zwischen dem Erzbischof zu Mainz (Mentz) und seinem Stift und den Gebrüdern Herman [III.] und Georg Riedesel und ihren beiderseitigen Helfern und Helfershelfern folgenden Vertrag, nachdem zwischen Erzbischof Adolff selbst und Herman und Georg Rieteseln merkliche Fehde und Feindschaft geschwebt hat und nun Herman auch des Erzbischofs Diether Feind geworden war wegen 6000 Silberlingen Hauptgeld und 4000 Silberlinge rückständiger Gülte und Kosten und Schaden: 1) Aller Unwille, alle Fehde und Feindschaft zwischen dem Erzbischof und den Rietesln, auch ihren Helfern, Helfershelfern und allen, die an der Fehde beteiligt waren, sollen geschlichtet sein,alle Bürger sollen ungemahnt bleiben. (2) Alle Gefangenen sollen auf einen alten Urfrieden unverzüglich freigegeben werden. (3) Alle Atzung, Schatzung, Brandschatzung und alles ungegebene Geld soll nicht mehr gefordert und gegeben werden. (4) Da der Erzbischof den Brüdern Riedesel an Hauptgeld und Gülten 10.000 Silberlinge schuldet, soll er ihnen jetzt 1.500 Silberlinge, am nächsten Sant Martyns tag 1.500 Silberlinge und weiter jeden Sant Martyns tag 1.000 Silberlinge Frankfurter (Franckforter) Währung geben. Nach Bezahlung der 10.000 Silberlinge sollen die Verschreibungen (Nr. 813. 899. 926 ) dem Erzbischof zurückgegeben werden, aber nicht die über Lauterbach (Luterbach) (Nr. 822) . (5) Binnen einem Monat soll der Erzbischof einen Schuldbrief über 10.000 Silberlinge nach vorgelegtem Entwurf ausfertigen und einem Schiedsrichter übermitteln, der ihn den Rieteseln überschicken wird. (6) "Und als die Rietesel der dinge, vehede und unwillens alber geistlich furgenomen und zu banne komen sin mogen,deßhalber ist beteidingt, das unser gnediger herre von Mentz verwillgen und desglichen ander siner gnaden capietel und geistlichen vermogen soll, sie uff ire bete zu absolvieren lassen, doch ane der Rietesell Schaden".
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "Vertrag zwischen Herrn Adolph Ertzbischofen zu Meintz u(nd) Herman et Georg Riedeseln gebrüd(ern) über 10.000 fl. Schulden d(e) A(nn)o 1476"
Vermerke (Urkunde): Siegler: 1. Siegel Erzbischof Diether von Mainz 2. Siegel: Hermann Riedesel 3. Siegel: Georg Riedesel 4. Siegel: Frowyn von Hutten 5. Siegel: Diether von Isenburg
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1267
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.07.2025, 1:40 PM CEST
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