C Rep. 106 Magistrat von Berlin, Abteilung Wirtschaft (Bestand)
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C Rep. 106
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Vorwort: C Rep. 106 - Magistrat von Berlin, Abteilung Wirtschaft
1. Behördengeschichte
Die "Abteilung für Wirtschaft" wurde am 17. Mai 1945 gebildet. Zuständiger Stadtrat wurde Hermann Landwehr. Die Abteilung gliederte sich zunächst in 13 Referate: 1. Eisen-, Metall- und Aluminiumverarbeitung, 2. Elektrotechnik, Feinmechanik, Optik, Energiewirtschaft, 3. Chemie, Mineralöl, technische Öle und Fette, Kautschuk, 4. Steine und Erden, Zement, Ziegel und sonstige Baustoffe, Baubetriebe, 5. Holzbe- und -verarbeitung, Glas, Keramik, Tabakverarbeitung, 6. Papier und Druck, Verpackungsmittel, 7. Textil und Bekleidung, 8. Leder, Schuhe, Rauchwaren, 9. Kohle, 10. Alt- und Abfallstoffe, 11. Banken, Sparkassen und Versicherungen, 12. Allgemeine Wirtschaftsfragen, Statistik und Verkehr, 13. Organisation und Verwaltung.
Vom 15. Januar 1947 bis zu seiner Ablösung am 16. November 1948 war Gustav Klingelhöfer verantwortlicher Stadtrat. 1948 wurde die Abteilung Wirtschaft in drei Fachbereiche, zwei Dezernate, 12 Hauptämter und fünf Fachämter umstrukturiert. Neben den Dezernaten für "Personalfragen und Verwaltung" und für "Rechtswesen", den Verbindungsstellen zu den Bezirksämtern und den Besatzungsmächten, der "Berliner Centralen Kohlenorganisation", der "Zentralstelle der Stadt Berlin für die Holzbeschaffung" und dem "Zentralbüro" (u. a. zuständig für Grundsatzfragen, Planung, Statistik, Presse und Archiv) bestanden die drei Bereiche "Produktion, Industrie und Handwerk", "Handel und Versorgung" sowie "Wirtschaftsorganisation und Planung". 1947 war die Abteilung Handel und Handwerk des Magistrats aufgelöst worden und ihre Aufgaben wurden der Abteilung Wirtschaft übertragen, die dafür das bis 1949 bestehende "Hauptamt Handwerk" bildete. Am 6. November 1948 wurde das Eichamt aus der Abteilung Wirtschaft ausgegliedert und der Abteilung Finanzen zugeordnet.
Bei der Abteilung Wirtschaft bestand innerhalb des "Hauptamtes für Technik und Wissenschaft" der Bereich des "Beauftragten für die Überprüfung der wissenschaftlichen Forschungsarbeiten gemäß Kontrollratsgesetz Nr. 25" vom 29. April 1946. Mit diesem Gesetz strebten die Alliiierten die "Regelung und Überwachung der naturwissenschaftlichen Forschung" an.
Der Magistrat bildete für die in Volkseigentum übergegangenen Betriebe bei seiner Abteilung Wirtschaft ein "Hauptamt für volkseigene Betriebe" (VOBl. I 1949, S. 33). Das Hauptamt X wurde auch mit der Liquidierung der DTV betraut; für den Zeitraum der Liquidation arbeitete das Hauptamt federführend an weiteren Enteignungsentscheidungen
Nach der administrativen Spaltung Berlins fungierten in den Zeit vom 30. November 1948 bis zum 31. Oktober 1949 Karl Maron und vom 1. November 1949 bis zum 5. Mai 1951 Bruno Baum als Stadträte. Von Mai 1951 bis November 1953 war August Duschek Stadtrat der "Abteilung Wirtschaft".
Im Zuge der Verwaltungsreform von 1953 wurde die "Abteilung Wirtschaft" aufgelöst und die Abteilungen "Örtliche Industrie und Handwerk" und "Kommunale Wirtschaft" gebildet.
2. Bestandsbeschreibung
Die Akten der Abteilung Wirtschaft wurden in den Jahren 1956 bis 1964 an das damalige Verwaltungsarchiv des Magistrats abgegeben. Das Stadtarchiv Berlin erhielt die archivwürdigen Unterlagen in den Jahren 1958 und 1974 vom Verwaltungsarchiv und verwahrte sie unter der Repositur-Nummer 106. Es wurde eine Verzeichnungskartei angelegt.
Im Zusammenhang mit der Integration des Stadtarchivs Berlin in das Landesarchiv Berlin 1991 sind diese Akten übernommen worden. Im Jahre 2007 erfolgte die Überführung der Findkartei in eine Datenbank im Rahmen des Retrokonversionsprojektes des Landesarchivs Berlin. 2008 wurde diese Datenerfassung korrigiert und ggf. ergänzt, die Datensätze indiziert und dieses Findbuch erstellt.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin. [Ergänzung 2017]
3. Korrespondierende Bestände
- LAB C Rep. 105 Magistrat von Berlin, Abteilung Finanzen
- LAB C Rep. 106-01 Magistrat von Berlin, Abteilung Örtliche Industrie und Handwerk
- LAB C Rep. 106-02 Magistrat von Berlin, Wirtschaftsrat des Bezirkes
- LAB C Rep. 115 Magistrat von Berlin, Abteilung Kommunale Wirtschaft
4. Literatur
Berlin, 2024
1. Behördengeschichte
Die "Abteilung für Wirtschaft" wurde am 17. Mai 1945 gebildet. Zuständiger Stadtrat wurde Hermann Landwehr. Die Abteilung gliederte sich zunächst in 13 Referate: 1. Eisen-, Metall- und Aluminiumverarbeitung, 2. Elektrotechnik, Feinmechanik, Optik, Energiewirtschaft, 3. Chemie, Mineralöl, technische Öle und Fette, Kautschuk, 4. Steine und Erden, Zement, Ziegel und sonstige Baustoffe, Baubetriebe, 5. Holzbe- und -verarbeitung, Glas, Keramik, Tabakverarbeitung, 6. Papier und Druck, Verpackungsmittel, 7. Textil und Bekleidung, 8. Leder, Schuhe, Rauchwaren, 9. Kohle, 10. Alt- und Abfallstoffe, 11. Banken, Sparkassen und Versicherungen, 12. Allgemeine Wirtschaftsfragen, Statistik und Verkehr, 13. Organisation und Verwaltung.
Vom 15. Januar 1947 bis zu seiner Ablösung am 16. November 1948 war Gustav Klingelhöfer verantwortlicher Stadtrat. 1948 wurde die Abteilung Wirtschaft in drei Fachbereiche, zwei Dezernate, 12 Hauptämter und fünf Fachämter umstrukturiert. Neben den Dezernaten für "Personalfragen und Verwaltung" und für "Rechtswesen", den Verbindungsstellen zu den Bezirksämtern und den Besatzungsmächten, der "Berliner Centralen Kohlenorganisation", der "Zentralstelle der Stadt Berlin für die Holzbeschaffung" und dem "Zentralbüro" (u. a. zuständig für Grundsatzfragen, Planung, Statistik, Presse und Archiv) bestanden die drei Bereiche "Produktion, Industrie und Handwerk", "Handel und Versorgung" sowie "Wirtschaftsorganisation und Planung". 1947 war die Abteilung Handel und Handwerk des Magistrats aufgelöst worden und ihre Aufgaben wurden der Abteilung Wirtschaft übertragen, die dafür das bis 1949 bestehende "Hauptamt Handwerk" bildete. Am 6. November 1948 wurde das Eichamt aus der Abteilung Wirtschaft ausgegliedert und der Abteilung Finanzen zugeordnet.
Bei der Abteilung Wirtschaft bestand innerhalb des "Hauptamtes für Technik und Wissenschaft" der Bereich des "Beauftragten für die Überprüfung der wissenschaftlichen Forschungsarbeiten gemäß Kontrollratsgesetz Nr. 25" vom 29. April 1946. Mit diesem Gesetz strebten die Alliiierten die "Regelung und Überwachung der naturwissenschaftlichen Forschung" an.
Der Magistrat bildete für die in Volkseigentum übergegangenen Betriebe bei seiner Abteilung Wirtschaft ein "Hauptamt für volkseigene Betriebe" (VOBl. I 1949, S. 33). Das Hauptamt X wurde auch mit der Liquidierung der DTV betraut; für den Zeitraum der Liquidation arbeitete das Hauptamt federführend an weiteren Enteignungsentscheidungen
Nach der administrativen Spaltung Berlins fungierten in den Zeit vom 30. November 1948 bis zum 31. Oktober 1949 Karl Maron und vom 1. November 1949 bis zum 5. Mai 1951 Bruno Baum als Stadträte. Von Mai 1951 bis November 1953 war August Duschek Stadtrat der "Abteilung Wirtschaft".
Im Zuge der Verwaltungsreform von 1953 wurde die "Abteilung Wirtschaft" aufgelöst und die Abteilungen "Örtliche Industrie und Handwerk" und "Kommunale Wirtschaft" gebildet.
2. Bestandsbeschreibung
Die Akten der Abteilung Wirtschaft wurden in den Jahren 1956 bis 1964 an das damalige Verwaltungsarchiv des Magistrats abgegeben. Das Stadtarchiv Berlin erhielt die archivwürdigen Unterlagen in den Jahren 1958 und 1974 vom Verwaltungsarchiv und verwahrte sie unter der Repositur-Nummer 106. Es wurde eine Verzeichnungskartei angelegt.
Im Zusammenhang mit der Integration des Stadtarchivs Berlin in das Landesarchiv Berlin 1991 sind diese Akten übernommen worden. Im Jahre 2007 erfolgte die Überführung der Findkartei in eine Datenbank im Rahmen des Retrokonversionsprojektes des Landesarchivs Berlin. 2008 wurde diese Datenerfassung korrigiert und ggf. ergänzt, die Datensätze indiziert und dieses Findbuch erstellt.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin. [Ergänzung 2017]
3. Korrespondierende Bestände
- LAB C Rep. 105 Magistrat von Berlin, Abteilung Finanzen
- LAB C Rep. 106-01 Magistrat von Berlin, Abteilung Örtliche Industrie und Handwerk
- LAB C Rep. 106-02 Magistrat von Berlin, Wirtschaftsrat des Bezirkes
- LAB C Rep. 115 Magistrat von Berlin, Abteilung Kommunale Wirtschaft
4. Literatur
Berlin, 2024
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST