Es wird bekundet: Peter und Antoni die Strobel, Brüder und Bürgerssöhne zu Ablach, deren erster in diesem Jahr gestorben ist, haben das ihnen zugefallene väterliche Vermögen zur Errichtung eines geistlichen Benefiziums derart bestimmt, daß dem Herrn Pfeifer, Bürgerssohn von Ablach, wirklichem Petriner-Priester, diese Stiftung zugute kommen und für das Bestehen dieses Benefiziums vom Konstanzer Ordinariat die Bestätigung eingeholt werden soll. Der Reichsgraf Schenck von Castell hat als Ortsherrschaft dazu von sich den Willen um Approbation gegeben und zur Untersuchung der Stiftungsgüter, ob diese ausreichen, Dekan und Kämmerer des Ruralkapitels Mengen, und zwar letztern als Pfarrer zu Krauchenwies und der Filiale Ablach, ersucht, mit der Beamtung Gutenstein eine Lokalkonferenz vorzunehmen, die vorgesehene Ausstattung des Benefiziums zu prüfen und darüber einen Bericht an die Konstanzer Kurie zu geben. Die Ausstattung des Benefiziums wird für hinreichend gehalten und im einzelnen mitgeteilt: 1. neues Haus mit Scheuer, Hofraite, Holz, Dunglege, Kraut- und Baumgarten. (Anlieger: Franz Haug; Martin Wez; Ferdinand Frölich; Mattheis Unz; Paule Haun; Michel und Johann Strobel); Kosten für Unterhaltung und Reparatur 2. Herrschaftlicher Erblehenhof von 24 Jauchert Ackers und 6 Mannsmahd Wiesen (Flurname: der Gruebacker) 3. Errechnete Erträge der Güter: 435 Gulden jährlich 4. Auf diesen Gütern haftende Lasten: 135 Gulden 5.-10. Verhältnis zur Pfarrei Krauchenwies; vom dortigen Pfarrer gestattete kirchliche Funktionen 11. Wöchentliche Messe für die Stifter des Benefiziums sowie für die Wohltäter und die gesamte Gemeinde Ablach 12. Patronatsrecht der Herrschaft Gutenstein über diese neue Stiftung, möglichst Berücksichtigung von Ablacher Bürgerssöhnen Von den beiden ausgefertigten gleichlautenden Exemplaren ist eines für den Grafen, das andere für das Ruralkapitel Mengen bestimmt Das gräflich Schenck Castell'sche Obervogteiamt Gutenstein bestätigt, daß das vorstehende Stiftungsinstrument nach Wissen und Willen der beiden Stifter verfaßt worden ist. - Gutenstein, 1756 Juni 25. Siegelankündigung dieses Obervogteiamts Der Vizevicarius in spiritualibus generalis des Bischofs vor Konstanz, des Kardinals Franz Konrad von Rodt, bestätigt die Stiftung. - Siegelankündigung des Generalvikariats. - Konstanz, 1756 Oktober 7 UNterschriften: Franz Ant(on) Reichle, Lizentiat der Theologie, Dekan des Kapitels Mengen und Rektor der Pfarrkirche in Scheer; Christoph Anton Ehrenreich, Kämmerer des Ruralkapitels Mengen und Pfarrer zu Krauchenwies; Flade (!) Razenriedt, Vizevicarius generalis

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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