Die Klägerin erwirkt die Ladung, da ihren Angaben nach über 3 Jahre nach dem Tode ihres Mannes verschiedene angebliche Kreditoren ihres Mannes Forderungen gegen sie geltend gemacht hatten, um die Auseinandersetzung, solange sie noch lebt, zum Schutz ihres unmündigen Kindes auszuführen. Sie wendet sich an das RKG, da die ihr bekannten Kreditoren unter verschiedenen Herrschaften leben, sie auch mögliche weitere nicht kennt. Die Ladung wird in Rees, Xanten und Wesel öffentlich angeschlagen. Die Appellaten bestreiten die Zulässigkeit des RKG-Verfahrens, da für sie das RKG nicht 1. Instanz sei. Sie alle seien im Fürstentum Kleve ansässig. Zudem sei über die Ansprüche anderer Kreditoren bereits gerichtlich entschieden, so daß das RKG-Verfahren eine ungerechte Verzögerung für sie bedeute. Mit Urteil vom 14. Januar 1605 kassierte das RKG die Ladung.
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Die Klägerin erwirkt die Ladung, da ihren Angaben nach über 3 Jahre nach dem Tode ihres Mannes verschiedene angebliche Kreditoren ihres Mannes Forderungen gegen sie geltend gemacht hatten, um die Auseinandersetzung, solange sie noch lebt, zum Schutz ihres unmündigen Kindes auszuführen. Sie wendet sich an das RKG, da die ihr bekannten Kreditoren unter verschiedenen Herrschaften leben, sie auch mögliche weitere nicht kennt. Die Ladung wird in Rees, Xanten und Wesel öffentlich angeschlagen. Die Appellaten bestreiten die Zulässigkeit des RKG-Verfahrens, da für sie das RKG nicht 1. Instanz sei. Sie alle seien im Fürstentum Kleve ansässig. Zudem sei über die Ansprüche anderer Kreditoren bereits gerichtlich entschieden, so daß das RKG-Verfahren eine ungerechte Verzögerung für sie bedeute. Mit Urteil vom 14. Januar 1605 kassierte das RKG die Ladung.
AA 0627, 5689 - U 28/127
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 1. Buchstabe U
1591 - 1607 (1563 - 1604)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johanna von der Hüps, Witwe des Eberhard von Ulft, 1592 verheiratet mit Dr. Everhard Mursei, wahrscheinlich Rees Beklagter: Ulfts Erben, nämlich alle, die zu Eberhards von Ulft, Richters zu Rees, Erbe und Nachlaß Forderungen zu haben vermeinen: Paul Loeseloer, Bürger zu Wesel, namens seiner Mutter Barbara, Witwe des Claes Loeseloer, derzeit in Amsterdam wohnhaft Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Jakob Kremer 1591, 1604 Prokuratoren (Bekl.): für Appellaten aus Rees und Umgebung: Lic. Laurentius Vomelius 1591 - für Paul Loeseloer: Lic. Johann Leonhard Streitt 1591 Prozeßart: Citationis per edictum Instanzen: RKG 1591 - 1607 (1563 - 1604) Beweismittel: Namen von Appellaten in Q 2, in Q 3, in Q 4, in Q 10 Protokoll über den Verkaufvon Inventar, mit Preisen (Q 14). Original-Erbvergleich zwischen den Brüdern Aleff und Sander von Ulft einer- und Johann von Ulft andererseits über den Nachlaß der Eltern von Ulft und Elze van Hekeren und des verstorbenen Bruders Evert von Ulft, 1589 (Q 18). Ehevertrag zwischen Evert von Ulft und Johanna von Hüps, 1563 (Q 22). Quittung des Eberhard von Ulft nach Abrechnung mit seinem Schwager Conrad Hüps, 1572, auf der Rückseite eines Zettels mit Abrechnungseintragungen (q 23). Beschreibung: 2 cm, 94 Bl., lose; Q 1 - 26, es fehlt Q 25; Protokoll beschädigt.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:40 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 1. Buchstabe U (Gliederung)