Am 23. Okt. 1484, in der 3. Indiktion nach dem Schreibgebrauch der Kölner Diözese erklärt zur Stunde der Vesper im ersten Regierungsjahr des Papstes Innozenz VIII. vor dem Notar und den Zeugen die Gertrud, die Tochter des Johannes Rodenberg, sie begebe sich ungezwungen und nach reiflicher Überlegung unter den Schutz und Schirm der Äbtissin und der Jungfrauen des Klosters Oelinghausen (Olinchusen) aus dem Prämonstratenserorden, wie sie es bereits vor sechs Jahren versprochen habe. Sie gelobt als Eigenhörige dem Kloster Gehorsam. Bei diesem Rechtsakt leistet Hermann Wrede, Pastor in Balve, Prokurator und Kellner der Nonnen zu Oelinghausen, Beistand, indem er das Gehorsamsgelöbnis der Gertrud entgegennimmt. Er verspricht ihr den Schutz des Klosters. Im Namen des Klosters und der Gertrud bittet Hermann den Notar um die Anfertigung eines Notariatsinstruments. Geschehen auf dem Friedhof der Pfarrkirche zu Werl (Werle) in der Nähe der Schule (prope scholam scholarum).Zeugen: Johannes Kaeck und Lambert von Flierich (de Flederych), Laien der Kölner Diözese bzw. Bürger der Stadt Werl. Beglaubigung durch den Notar Johannes Fürstenberg (Forstenbergh), Kleriker der Kölner Diözese.