Altstadtsanierung und Wiederaufbau (Bestand)
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Stadtarchiv Jülich (Archivtektonik) >> Archivgut nichtamtlicher Herkunft >> Karten und Pläne
01.01.1940-31.12.1956
Im Jahr 1940 - auf einigen Karten ist der Monat Juni vermerkt - erstellte Prof. v. Schöfer von der Technischen Hochschule Aachen für die angestrebte Jülicher „Altstadtsanierung“ jeweils zwei Ansichten der Häuserfassaden eines jeden Straßenzuges der „Altstadt“, womit der Bereich innerhalb der frühneuzeitlichen Stadtummauerung gemeint war. Die obere Ansicht gibt den Zustand wieder, wie ihn die zu diesem Zwecke im Sommer 1938 [Sommer: Bäume; Düsseld. Str. (6a), in: Schöfer Fotos: D´dorfer II] fotografierten Hausfassaden zeigen, die untere den Zustand nach der geplanten Sanierung. Diese Planung wurde infolge des Bombenkrieges zunächst gegenstandslos. Nach dem Krieg gingen aber zumindest Teile dieser Vorarbeiten in die Planungen zum Wiederaufbau der Stadt ein. So zeigen einige der in mehreren Kopien überlieferten Zeichnungen zum Abschnitt „Kölnstraße-Süd“ noch die Jahreszahl 1940, die auf anderen Kopien durch Manipulation der 0 in eine 6 in 1946 umgewandelt wurden.VTB v. 19.05.1938: Vertrag mit Schoefer inzw. abgeschlossen. Er übernimmt Planung der Altstadtsanierung u. Überarbeitung des bestehenden Bebauungsplanes.TB v. 08.05.1939: „Prof. v. Schoefer in Aachen hat schon vor längerer Zeit den Auftrag erhalten, für die Altstadtsanierung Pläne auszuarbeiten. (...) [Vergütung]. Prof. v. Schoefer, der nunmehr die Arbeiten zu einem grossen Teil durchgeführt hat - hierzu gehört die Aufnahme des jetzigen Zustandes sämtlicher Hausfronten, die Darstellung des zu erstrebenden Zustandes, die Farbgebung, die Angabe, welche Änderungen im einzelnen notwendig sind und die Durcharbeitung von Einzelheiten. (...) Es dürfte genügen, wenn sich die weitere Tätigkeit v. Schöfers darauf beschränkt, diejenigen Gebäude der Altstdt zu berücksichtigen, welche wegen ihrer Umgestaltung und Verschandelung besonders grosse Schwierigkeiten bieten.“
Bestand
Vgl. zur Umlegung: Heinz Scheuer, Wiederaufbau und künftige Entwicklung der Stadt Jülich, in: Die kleine Stadt. Gestaltung der rheinischen Klein- und Mittelstädte, 1959, S. 157-173.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ