Verfügung des Cappeler Abts über Güter und Einkünfte zu Oberurff
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Urk. 18, 221
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1321
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1320-1329
1321
Ausf. Perg. - Von beiden Sg. nur Einschnitte vorh.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Anno domini 1321
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Abt Hermann (H.) und der Konvent von Cappel bekunden, daß sie die Güter zu Oberurff (Obernurphe), die ihnen Bruder Werner mit Zustimmung seines Bruders Heinrich (H.) zu Eigentumsrecht und ewigem Besitz übergeben hatte, dem jeweiligen Küster ihres Stifts jährlich einzunehmen befehlen (tollenda committimus) unter der Bedingung, daß dieser von den Einkünften daraus das von besagtem Werner aufgehängte ewige Licht im Sanctuarium zu unterhalten habe. Nach Werners Tod soll der Küster aus den genannten Gütern seiner [Werners] Schwester Regelind 1 Malter Korn liefern. Stirbt diese, erhält Werners zweite Schwester Sophie von seiten des Küsters 2 Viertel Korn auf Lebenszeit. Sollten aber die Güter im Laufe der Zeit durch Brand oder sonstige Umstände derart geschädigt werden (annichilarentur), daß der Küster die jährlichen Einkünfte nicht verabreichen könne, so werde diejenige Schwester, die zu der Zeit noch am Leben ist, ihres Zinses verlustig gehen, damit das Stift bei der Versorgung des genannten Lichts keinen Schaden erleide. Was bei der Erhaltung des Geleuchts und des Zinses übrigbleibe (superfuerit), werde zur Erneuerung des Daches und anderer Baulichkeiten des Stifts verwandt werden.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (14.Jh.) De lampade in sanctuario seruanda
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt und Konvent von Cappel
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.284
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Abt Hermann (H.) und der Konvent von Cappel bekunden, daß sie die Güter zu Oberurff (Obernurphe), die ihnen Bruder Werner mit Zustimmung seines Bruders Heinrich (H.) zu Eigentumsrecht und ewigem Besitz übergeben hatte, dem jeweiligen Küster ihres Stifts jährlich einzunehmen befehlen (tollenda committimus) unter der Bedingung, daß dieser von den Einkünften daraus das von besagtem Werner aufgehängte ewige Licht im Sanctuarium zu unterhalten habe. Nach Werners Tod soll der Küster aus den genannten Gütern seiner [Werners] Schwester Regelind 1 Malter Korn liefern. Stirbt diese, erhält Werners zweite Schwester Sophie von seiten des Küsters 2 Viertel Korn auf Lebenszeit. Sollten aber die Güter im Laufe der Zeit durch Brand oder sonstige Umstände derart geschädigt werden (annichilarentur), daß der Küster die jährlichen Einkünfte nicht verabreichen könne, so werde diejenige Schwester, die zu der Zeit noch am Leben ist, ihres Zinses verlustig gehen, damit das Stift bei der Versorgung des genannten Lichts keinen Schaden erleide. Was bei der Erhaltung des Geleuchts und des Zinses übrigbleibe (superfuerit), werde zur Erneuerung des Daches und anderer Baulichkeiten des Stifts verwandt werden.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (14.Jh.) De lampade in sanctuario seruanda
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt und Konvent von Cappel
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.284
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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