Jos Humpis d. Ä., Bürger zu Ravensburg, entlässt Ursula Strödlin zu Ratzenried gegen Zahlung von 5 fl rh, zahlbar zur Hälfte am bevorstehenden Sankt Jakobstag, zur anderen Hälfte ein Jahr später, aus seiner Leibherrschaft. Auch namens seiner Erben verzichtet der Aussteller auf sein bisheriges Eigentum, entlässt genannte Ursula aus ihren Eidespflichten, spricht sie mit Leib und Gut von allen Ansprüchen und Forderungen quitt, frei und los und gesteht ihr ab sofort freien Zug und beliebige Wahl von Obrigkeit und Bürgerrecht zu.
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Jos Humpis d. Ä., Bürger zu Ravensburg, entlässt Ursula Strödlin zu Ratzenried gegen Zahlung von 5 fl rh, zahlbar zur Hälfte am bevorstehenden Sankt Jakobstag, zur anderen Hälfte ein Jahr später, aus seiner Leibherrschaft. Auch namens seiner Erben verzichtet der Aussteller auf sein bisheriges Eigentum, entlässt genannte Ursula aus ihren Eidespflichten, spricht sie mit Leib und Gut von allen Ansprüchen und Forderungen quitt, frei und los und gesteht ihr ab sofort freien Zug und beliebige Wahl von Obrigkeit und Bürgerrecht zu.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 2640
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1450-1499
1481 November 14 (an mittwochen nach sant Marti[n]s tag)
19,4 x 30,5 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Jos Humpis d. Ä.
Empfänger: Ursula Strödlin
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Ursula Strödlin
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Humpis, Jos d. Ä.; Bürgermeister
Strödlin, Ursula
Ratzenried : Argenbühl RV
Ravensburg RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ
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