Heinrich Graf von Montfort und Degenhard von Gundelfingen, Domherren in Augsburg bzw. Konstanz, bekunden, daß es Streit gab zwischen Kaspar [Schiegg], Abt, und dem Konvent von Weingarten einerseits, den wohlbescheidenen Hans Pürli zu Saulgau ("Sulgen"), Ulrich Müller von Knechtenweiler, Hans Mörli von Ertingen, Margarethe Pürli von Waldsee, Else Müllerin und Elsbeth Morlerin andererseits wegen Sterbfallabgaben nach dem Tod der Margarethe Pürlin. Die Sache war zunächst vor dem Offizial in Konstanz, danach auf Appellation vor dem Abt Ulrich [Rösch] von St. Gallen als päpstlichem Kommissar anhängig und zuletzt an die Aussteller, ebenfalls als päpstliche Kommissare, gelangt. Sie vergleichen die Sache in Gegenwart von Johannes Zimmermann genannt Truckenbrot, Prokurator des bischöflichen Hofs in Konstanz, und des Ulrich Alber als Weingartener Anwälte. Die Pürli finden das Kloster für seine Ansprüche mit 40 fl rh ab.