Streit um die Erhöhung der Abgaben vom Hof zu Lentholt im Kirchspiel Schwanenberg (Kr. Erkelenz). Die Appellanten werfen ihrem Landesherrn vor, er wolle ihnen zu den von ihnen anerkannten Pachtabgaben auch noch die Rentenabgaben aus einer Erbpachtverschreibung, die der Appellat 1626 erworben hat, auferlegen. Auf ihre Supplik hin, der Landesherr möge ihnen den de facto entzogenen Besitz der Erbgüter zu Lentholt restituieren, habe dieser vor der 1. Instanz eine Injurienklage gegen sie erhoben. Sie appellieren gegen das Dekret vom 12. Sept. 1628, die Streitsache unparteiischen Rechtsgelehrten zuzusenden, an das RKG. Der Appellat erhebt Einrede gegen den Gerichtsstand des RKG, da von dem Gericht der Schöffen von Wickrath noch nie an das RKG appelliert worden sei.
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Streit um die Erhöhung der Abgaben vom Hof zu Lentholt im Kirchspiel Schwanenberg (Kr. Erkelenz). Die Appellanten werfen ihrem Landesherrn vor, er wolle ihnen zu den von ihnen anerkannten Pachtabgaben auch noch die Rentenabgaben aus einer Erbpachtverschreibung, die der Appellat 1626 erworben hat, auferlegen. Auf ihre Supplik hin, der Landesherr möge ihnen den de facto entzogenen Besitz der Erbgüter zu Lentholt restituieren, habe dieser vor der 1. Instanz eine Injurienklage gegen sie erhoben. Sie appellieren gegen das Dekret vom 12. Sept. 1628, die Streitsache unparteiischen Rechtsgelehrten zuzusenden, an das RKG. Der Appellat erhebt Einrede gegen den Gerichtsstand des RKG, da von dem Gericht der Schöffen von Wickrath noch nie an das RKG appelliert worden sei.
AA 0627, 3388 - L 314/1140
AA 0627 Reichskammergericht, Teil V: I-L
Reichskammergericht, Teil V: I-L >> 3. Buchstabe L
1629 - 1634 (1500 - 1641)
Enthaeltvermerke: Kläger: Dietrich Lensen für sich und seinen Onkel Paul Lensen zu Roermond (Niederlande), Peter Jürgens und Engel auf dem Feld und Konsorten (Namen in Q 3), (Bekl.) Beklagter: Johann Quadt zu Wickrath, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Henrich Eilinck 1628 Prokuratoren (Bekl.): Gerhardi (1629) - Lic. Johann Walraff [1640] 1641 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Gericht (Vogt und Schöffen) zu Wickrath 1626 - 1628 - 2. RKG 1629 - 1634 (1500 - 1641) Beweismittel: Erbkaufvertrag von 1626 zwischen Johann Hetterman und seiner Gattin Judith Welckens, Tochter des Peter Welckens, bzw. Peter Ercklentz, Prokurators des Hofgerichts Düsseldorf, als Verkäufern und Johann Quadt zu Wickrath als Käufer betr. Lentholt (32f.). Urkunde des Tilman von Vellrath (Velrodt) gen. Meuter, Statthalters der Mannlehen und Lehnsgüter der Herrschaft Wickrath, auf Befehl des Heinrich von Hompesch zu Wickrath von 1500 über einen Erbpachtvertrag zwischen Daem von Rurich und Heinrich von Reuschenberg einerseits und den Eheleuten Rutten von Swalenberg (Schwanenberg) und Grete andererseits betr. Lentholt (34-36). Transfix von 1626 über die Zession des Erbpachtbriefs von 1500 durch Wilhelm Hattard von Hompesch zu Eicks an Bertram Quadt zu Wickrath, Sohn des Johann Quadt zu Wickrath (36f.). Auszug aus dem Registerbuch des Hauses Eicks und Rurich von 1535 betr. Lentholt (39). Zeugenverhör von 1630 (41-44). Beschreibung: 2,5 cm, 58 Bl., lose; Q 1 - 10, Q 11* (Priora), 11 Aktenstücke prod. 18. Feb. und 17. März 1636, 4. Sept. 1637 und 16. Okt. 1641.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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11.05.2026, 9:14 AM CEST