Maria Albrechtin, Witwe des Blasius Hipsch, Bürgerin zu Altdorf, bekennt, daß sie mit Zustimmung ihres Vogts Meister Johannes Bautz, Bäcker daselbst, von Kaspar Stroppel unter der Halden (=Unterhalden) und Gregori Blaser auf dem Schweinberg als Pflegern der Pfarrkirche St. Kilian und Ursula in Karsee ein Darlehen von 120 fl rh zu 6 fl jährlichen, an Maria Geburt fälligen Zinses erhalten hat. Sie verpfändet dafür Haus, Hofstatt und Gesäß samt Garten in Altdorf an der Scherzach. Das Grundstück grenzt vorne an die freie Straße, sonstige Anrainer sind der Bäcker Bauz, Georg Aberlin, Matheis Hund und Peter Mörgel. Es gibt dem Flecken die gewöhnlich Steuer und Reise, dem Kloster Weingarten einen jährlichen Bodenzins von 5 ß 7 d Bodenzins. Das Kapital kann von beiden Seiten mit vierteljährlicher Kündigung zurückgefordert bzw. abgelöst werden.
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Maria Albrechtin, Witwe des Blasius Hipsch, Bürgerin zu Altdorf, bekennt, daß sie mit Zustimmung ihres Vogts Meister Johannes Bautz, Bäcker daselbst, von Kaspar Stroppel unter der Halden (=Unterhalden) und Gregori Blaser auf dem Schweinberg als Pflegern der Pfarrkirche St. Kilian und Ursula in Karsee ein Darlehen von 120 fl rh zu 6 fl jährlichen, an Maria Geburt fälligen Zinses erhalten hat. Sie verpfändet dafür Haus, Hofstatt und Gesäß samt Garten in Altdorf an der Scherzach. Das Grundstück grenzt vorne an die freie Straße, sonstige Anrainer sind der Bäcker Bauz, Georg Aberlin, Matheis Hund und Peter Mörgel. Es gibt dem Flecken die gewöhnlich Steuer und Reise, dem Kloster Weingarten einen jährlichen Bodenzins von 5 ß 7 d Bodenzins. Das Kapital kann von beiden Seiten mit vierteljährlicher Kündigung zurückgefordert bzw. abgelöst werden.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 2080
09773
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 17. Jahrhundert
1667 September 8 (auf Unser lieben Frawen geburtstag)
26,3 x 36,8 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Altdorf
Aussteller: Maria Albrechtin, Witwe des Blasius Hipsch, Bürgerin zu Altdorf
Empfänger: Kaspar Stroppel unter der Halden und Gregori Blaser auf dem Schweinberg als Pflegern der Pfarrkirche St. Kilian und Ursula in Karsee
Siegler: Johann Edel, Fleckenammann in Altdorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Holzkapsel
Vermerke: Rückvermerk des Oberamtmanns Franz Josef Kuen (22.12.1722): Die Hälfte des Kapitals wurde am 12.6.1727 (!) von Franz Hummels Erben zu Altdorf mit 60 fl abgelöst. Der Brief ist daher nur noch für 60 fl gültig, die Konrad Kunzler (?) das. verzinst.
Aussteller: Maria Albrechtin, Witwe des Blasius Hipsch, Bürgerin zu Altdorf
Empfänger: Kaspar Stroppel unter der Halden und Gregori Blaser auf dem Schweinberg als Pflegern der Pfarrkirche St. Kilian und Ursula in Karsee
Siegler: Johann Edel, Fleckenammann in Altdorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Holzkapsel
Vermerke: Rückvermerk des Oberamtmanns Franz Josef Kuen (22.12.1722): Die Hälfte des Kapitals wurde am 12.6.1727 (!) von Franz Hummels Erben zu Altdorf mit 60 fl abgelöst. Der Brief ist daher nur noch für 60 fl gültig, die Konrad Kunzler (?) das. verzinst.
Aberlin, Georg
Albrecht, Maria
Bautz, Johannes
Blaser, Gregori
Edel, Johann, Ammann
Hipsch, Blasius
Hipsch, Maria
Hund, Matheis
Mörgel, Peter
Stroppel, Kaspar
Altdorf = Weingarten RV
Altdorf = Weingarten RV; Ammann
Altdorf = Weingarten RV; Einwohner
Altdorf = Weingarten RV; Gemeinde
Karsee : Wangen im Allgäu RV; Kirchenpfleger
Karsee : Wangen im Allgäu RV; Pfarrkirche St. Kilian und Ursula
Scherzach (Fluss)
Schweinberg : Karsee, Wangen im Allgäu RV; Einwohner
Unterhalden : Vogt RV; Einwohner
Weingarten RV; Kloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:26 MEZ
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- 17. Jahrhundert (Gliederung)