ASA Externa, Lusitanica (Portugal) (Bestand)
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01.1-03.13
Archiv der Hansestadt Lübeck (Archivtektonik) >> 01 Regierung und Volksvertretung bis 1937 >> 01.1 Altes Senatsarchiv (ASA)
1452-1889
Erschließungszustand, Umfang: Datenbank (2007)
0,6 lfm
Vorwort: Von den Häfen auf der Iberischen Halbinsel waren seit dem Spätmittelalter diejenigen an der Küste Portugals wegen der Gewinnung von Seesalz für die Hanse von erhöhter Bedeutung. Außer vereinzelten Nachrichten in dortigen Archiven schlug sich die Tätigkeit hansischer Kaufleute aber in der eigenen Überlieferung kaum nieder. Die Privilegierung beginnt mit dem Jahr 1452 unter König Alfons I. (Nr. 1). Nach der Eroberung durch Philipp II. von Spanien (in Portugal Philipp I.) im Jahr 1580 gehörte Portugal bis 1640 zur Krone Spanien. Dennoch wurden die hier vorliegenden Akten aus diesem Zeitraum nicht mit dem Teilbestand der Akten über die außenpolitischen Beziehungen mit Spanien vereinigt. Ein regelrechter Handels- und Schiffahrtsvertrag zwischen den Hansestädten und Portugal (Nr. 16) blieb 1861 im Entwurf stecken.
Von den diplomatischen Vertretern der Hanse am Hof in Lissabon vertrat Hans Kampferbecke (hier Nr. 18-22, 1605-1617) die Hansestädte auch am spanischen Hof in Madrid (vgl. ASA Externa Hanseatica Nr. 61, 1607). Nach 1815 wurde aus dem Konsulat in Lissabon ein Generalkonsulat. Akten über hanseatische Konsulate in den übrigen Hafenstädten Portugals und der portugiesischen Inseln (u.a. Madeira) gehören sämtlich dem 19. Jahrhundert an (Nr. 57 ff.). Portugal unterhielt bei den Hansestädten ein Generalkonsulat, das seinen Sitz zunächst - etwas ungewöhnlich - in Lübeck hatte. Mit Ernennung des Joseph Anselm Correa 1818 (Nr. 79) wurde daraus eine Ministerresidentur. Daneben existierte wenig später in Lübeck ein portugiesisches Vizekonsulat (Nr. 80, 1825 ff.). Erst durch die Ernennung von Wilhelm Amsinck scheint das portugiesische Generalkonsulat seinen Sitz in Hamburg bezogen zu haben (Nr. 84, 1864-1865).
Von den hier vorliegenden Akten genießt die Abrechnung der Bartholomäus-Bruderschaft in Lissabon durch ihre frühe Laufzeit (1591-1597) eine gewisse Bedeutung (Nr. 88). Sie firmierte später unter der Bezeichnung "Bartholomäus-Kasse" des "deutschen Hilfsvereins in Lissabon" (Nr. 89, 1847-1853). Wechselseitige private Rechtshilfeersuchen haben sich im Bestand gar nicht erhalten.
Jan. 2008-01-21
Simon
0,6 lfm
Vorwort: Von den Häfen auf der Iberischen Halbinsel waren seit dem Spätmittelalter diejenigen an der Küste Portugals wegen der Gewinnung von Seesalz für die Hanse von erhöhter Bedeutung. Außer vereinzelten Nachrichten in dortigen Archiven schlug sich die Tätigkeit hansischer Kaufleute aber in der eigenen Überlieferung kaum nieder. Die Privilegierung beginnt mit dem Jahr 1452 unter König Alfons I. (Nr. 1). Nach der Eroberung durch Philipp II. von Spanien (in Portugal Philipp I.) im Jahr 1580 gehörte Portugal bis 1640 zur Krone Spanien. Dennoch wurden die hier vorliegenden Akten aus diesem Zeitraum nicht mit dem Teilbestand der Akten über die außenpolitischen Beziehungen mit Spanien vereinigt. Ein regelrechter Handels- und Schiffahrtsvertrag zwischen den Hansestädten und Portugal (Nr. 16) blieb 1861 im Entwurf stecken.
Von den diplomatischen Vertretern der Hanse am Hof in Lissabon vertrat Hans Kampferbecke (hier Nr. 18-22, 1605-1617) die Hansestädte auch am spanischen Hof in Madrid (vgl. ASA Externa Hanseatica Nr. 61, 1607). Nach 1815 wurde aus dem Konsulat in Lissabon ein Generalkonsulat. Akten über hanseatische Konsulate in den übrigen Hafenstädten Portugals und der portugiesischen Inseln (u.a. Madeira) gehören sämtlich dem 19. Jahrhundert an (Nr. 57 ff.). Portugal unterhielt bei den Hansestädten ein Generalkonsulat, das seinen Sitz zunächst - etwas ungewöhnlich - in Lübeck hatte. Mit Ernennung des Joseph Anselm Correa 1818 (Nr. 79) wurde daraus eine Ministerresidentur. Daneben existierte wenig später in Lübeck ein portugiesisches Vizekonsulat (Nr. 80, 1825 ff.). Erst durch die Ernennung von Wilhelm Amsinck scheint das portugiesische Generalkonsulat seinen Sitz in Hamburg bezogen zu haben (Nr. 84, 1864-1865).
Von den hier vorliegenden Akten genießt die Abrechnung der Bartholomäus-Bruderschaft in Lissabon durch ihre frühe Laufzeit (1591-1597) eine gewisse Bedeutung (Nr. 88). Sie firmierte später unter der Bezeichnung "Bartholomäus-Kasse" des "deutschen Hilfsvereins in Lissabon" (Nr. 89, 1847-1853). Wechselseitige private Rechtshilfeersuchen haben sich im Bestand gar nicht erhalten.
Jan. 2008-01-21
Simon
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
30.06.2025, 10:12 AM CEST