Reichswehrministerium / Reichskriegsministerium (Bestand)
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BArch RW 1
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Zentrale Einrichtungen der Reichswehr und der Wehrmacht >> Spitzenbehörden
1919-1935
Bestandsbeschreibung: Der 1919 eingesetzte Reichswehrminister übte den Oberbefehl über alle Teile der Reichswehr (Reichsheer, Reichsmarine) aus. Die Chefs der Heeres- und der Marineleitung waren seinem Ministerium eingegliedert, außerdem Abteilungen für gemeinsame Belange wie Fürsorge und Presse. Durch das Wehrgesetz vom 21.Mai 1935 erhielt der Reichswehrminister nach Wiedereinführung der Wehrpflicht die Bezeichnung Reichskriegsminister. Er war zugleich Oberbefehlshaber der Wehrmacht. Als Arbeitsstab stand ihm seit 1929 das Ministeramt, ab 1935 Wehrmachtamt genannt, zur Verfügung. Durch Erlass vom 4.Februar 1938 übernahm Hitler den Oberbefehl über die Wehrmacht. Die allgemeinen Aufgaben des Reichskriegsministeriums gingen auf das neu eingerichtete Oberkommando der Wehrmacht über. Die Oberbefehlshaber des Heeres und der Kriegsmarine erhielten Ministerrang, wie sie der Reichminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe bereits bei seiner Ernennung besessen hatte.
Inhaltliche Charakterisierung: Nur einige Splittervorgänge zu Fragen der Organisation und des Heeresaufbaus sowie diverse Archivalien zum Aufbau des neuen Heeres (u.a. eine Denkschrift von Reichswehrwehrminister Groener aus dem Jahre 1919), persönlicher Schriftwechsel der Reichswehrminister v. Schleicher und v. Blomberg sowie der Chefs des Ministeramtes v. Bredow und v. Reichenau, des weiteren einige Protokolle und andere Unterlagen des Reichsverteidigungsrates und des Reichsverteidigungsausschusses (1933-1939) sowie Dokumente zur "Schwarzen Reichswehr" sind erhalten geblieben.
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Umfang, Erläuterung: 43 AE
Zitierweise: BArch RW 1/...
Inhaltliche Charakterisierung: Nur einige Splittervorgänge zu Fragen der Organisation und des Heeresaufbaus sowie diverse Archivalien zum Aufbau des neuen Heeres (u.a. eine Denkschrift von Reichswehrwehrminister Groener aus dem Jahre 1919), persönlicher Schriftwechsel der Reichswehrminister v. Schleicher und v. Blomberg sowie der Chefs des Ministeramtes v. Bredow und v. Reichenau, des weiteren einige Protokolle und andere Unterlagen des Reichsverteidigungsrates und des Reichsverteidigungsausschusses (1933-1939) sowie Dokumente zur "Schwarzen Reichswehr" sind erhalten geblieben.
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Umfang, Erläuterung: 43 AE
Zitierweise: BArch RW 1/...
Reichswehrminister/Reichskriegsminister, 1919-1935
144 Aufbewahrungseinheiten; 0,5 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: N 46 Groener, Wilhelm (Reichswehrminister von 1928 bis 1932),
N 42 Schleicher, Kurt v. (Reichswehminister von 1932 bis 1933),
N 52 Blomberg, Werner v. (Reichswehr und Reichskriegsministervon 1933 bis 1938),
N 97 Bredow, Ferdinand v. (Chef des Ministeramtes von 1932 bis 1934)
R 43 I und II Reichskanzlei (Bundesarchiv-Abt. R)
Amtliche Druckschriften: RWD 6
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958ff
Ueberschär, Gerd. R: Wehrmacht. In Enzyklopädie des Nationalsozialismus. (Hrsg.) Von Benz, Wolfgang u.a. München 1997, S. 98 ff.
Messerschmidt, Manfred: Die Wehrmacht im NS-Staat. Zeit der Indoktrination. Hamburg 1969
Boll, Bernd: Generalfeldmarschall Walter von Reichenau. In: Hitlers militärische Elite. 2 Bde. (Hrsg.) v. Gerd R. Ueberschär. Bd. 1. Darmstadt 1998, S. 195-202.
Keller, Peter: "Die Wehrmacht der Deutschen Republik ist die Reichswehr". Die deutsche Armee 1918 - 1921. Paderborn 2014.
Heinemann, Patrick Oliver: Rechtsgeschichte der Reichswehr 1918-1933. (Krieg in der Geschichte, Band 105). Paderborn 2018.
N 42 Schleicher, Kurt v. (Reichswehminister von 1932 bis 1933),
N 52 Blomberg, Werner v. (Reichswehr und Reichskriegsministervon 1933 bis 1938),
N 97 Bredow, Ferdinand v. (Chef des Ministeramtes von 1932 bis 1934)
R 43 I und II Reichskanzlei (Bundesarchiv-Abt. R)
Amtliche Druckschriften: RWD 6
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958ff
Ueberschär, Gerd. R: Wehrmacht. In Enzyklopädie des Nationalsozialismus. (Hrsg.) Von Benz, Wolfgang u.a. München 1997, S. 98 ff.
Messerschmidt, Manfred: Die Wehrmacht im NS-Staat. Zeit der Indoktrination. Hamburg 1969
Boll, Bernd: Generalfeldmarschall Walter von Reichenau. In: Hitlers militärische Elite. 2 Bde. (Hrsg.) v. Gerd R. Ueberschär. Bd. 1. Darmstadt 1998, S. 195-202.
Keller, Peter: "Die Wehrmacht der Deutschen Republik ist die Reichswehr". Die deutsche Armee 1918 - 1921. Paderborn 2014.
Heinemann, Patrick Oliver: Rechtsgeschichte der Reichswehr 1918-1933. (Krieg in der Geschichte, Band 105). Paderborn 2018.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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