Transportdienststelle See der Bundeswehr (Bestand)
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BArch BW 29
call number: BW 29
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1959 - 1991
Geschichte des Bestandsbildners: Noch nicht erstellt
Bestandsbeschreibung: BW 29 Transportdienststelle See der Bundeswehr (TrspDstSeeBw)
1959 - 1974 Transportdienststelle See der Bundeswehr
1974 - 1980 Transportdienststelle West der Bundeswehr
1980 - 2002 Transportdienststelle See der Bundeswehr
Die "Transportdienststelle See der Bundeswehr", das heutige Dezernat "Seetransport beim Logistikzentrum der Bundeswehr", hat ihre Wurzeln bei der "Weiterleitungsstelle See" welche im Jahr 1956 in Bremerhaven aufgestellt wurde. Auftrag dieser Dienststelle war , aus Übersee kommendes Wehrmaterial welches für die aufzustellende junge Bundeswehr bestimmt war entgegenzunehmen und weiterzuleiten.
Um die Versorgung mit Rüstungs- und Versorgungsmaterial über See sicherstellen zu können, war es erforderlich eine Stelle zu schaffen, welche alle anfallenden militärischen Transportfragen zum Nachschub über See zentral abwickeln konnte. Zusätzlich sollten dort Fragen auf dem Gebiet der Hochsee- und Küstenschifffahrt, einschließlich der Ladungsumschläge in den Häfen, zentral über die Küste gelöst werden.
Aus diesen Gründen verfügte der Inspekteur der Marine Vizeadmiral Friedrich Oskar Ruge am 12.Mai 1959, dass eine "Transportdienststelle See der Bundeswehr" in Hamburg aufzustellen ist.
Die Aufgaben waren:
- im Frieden alle militärischen Seetransport- Operationen mit zivilen Handelsschiffen einschließlich der damit im Zusammenhang stehenden Ladungsgeschäfte zu betreiben.
- im Verteidigungsfall die militärischen Forderungen bei der "Obersten Nationalen Schifffahrtsbehörde" (Bundesverkehrsministerium) zu vertreten wie z.B. Gestellung von zivilen Seetransportraum und Umschlagmitteln.
- die ihr zugewiesenen Schiffe, Kräfte und Mittel bedarfsgerecht und nach wirtschaftlich vertretbarem Umfang einzusetzen.
Am 1.Oktober 1974 wurde die "Transportdienststelle See der Bundeswehr" nach Bremerhaven verlegt. Unter dem neuen Dienststellennamen "Transportdienststelle West der Bundeswehr" wurde auch die Weiterleitungsstelle See der Bundeswehr mit ihrer Nebenstelle Lufttransporte eingegliedert. Im Jahre 1980 erhielt die Dienststelle ihre ursprüngliche Bezeichnung "Transportdienststelle See der Bundeswehr" zurück. Die Hauptaktivitäten der Dienststelle lagen dabei eindeutig beim Seetransport.
Organisationsüberprüfungen in den 1990er Jahren führten zu weiteren Struktur- und Personalveränderungen bei im Kern unverändert gebliebenem Auftragsbestand sowohl innerhalb der Dienststelle als auch im Außenverhältnis zu Bereichen aus Wirtschaft und Verkehr. Neue Aufgaben kamen durch die Wiedervereinigung auf die Dienststelle zu. So wurde zum 1.April 1991 in Rostock eine Außenstelle eingerichtet. Deren Aufgabe war es den Abtransport militärischer, sowjetischer Güter über den Seeweg im Rahmen des Abzuges der sowjetischen Truppen zu unterstützen. Die Außenstelle Rostock wurde nach dem Abzug der sowjetischen Truppen zum 14.Dezember 1994 aufgelöst. Im Zuge der Zentralisierung wurde die "Transportdienststelle See der Bundeswehr" im Oktober 2002 aufgelöst und als Fachgruppe / Dezernat "Seetransport" in das "Logistikzentrum der Bundeswehr" in Wilhelmshaven integriert.
Dort werden die Aufgaben "Seetransport / Hafenumschlag" der Abteilung "Verkehr und Transport" wahrgenommen. Schwerpunktmäßig sind dies durchzuführende Seetransporte für Übungstätigkeiten im Ausland (USA, Griechenland, Türkei, Norwegen...) sowie Unterstützung der Auslandseinsätze der Bundeswehr.
Zum Umschlag des Materials werden Umschlagleitgruppen eingesetzt. Diese Umschlagleitgruppen koordinieren und leiten den Hafenumschlag. Sie sorgen für die Einhaltung der Gefahrgutvorschriften, die Regelung des Vor- und Nachlaufs und die Zollabfertigung.
Dienststellenleiter:
KptzS Banditt 19.05.1959 - 1962
KptzS Reischauer 1962 - 1966
KptzS Bredekamp 1966 - 1971
KptzS Emde, Bernhard 1971 - 31.03.1977
KptzS Gröhe, Werner 01.04.1977 - 31.03.1982
KptzS Kossyk, Helmut 01.04.1982 - 30.09.1985
KptzS Wagner, Horst 01.10.1985 - 30.09.1994
KptzS Dietrich, Hans-Erwin 01.10.1994 - 01.10.2002
Zitierweise: BArch BW 29/...
Bestandsbeschreibung: BW 29 Transportdienststelle See der Bundeswehr (TrspDstSeeBw)
1959 - 1974 Transportdienststelle See der Bundeswehr
1974 - 1980 Transportdienststelle West der Bundeswehr
1980 - 2002 Transportdienststelle See der Bundeswehr
Die "Transportdienststelle See der Bundeswehr", das heutige Dezernat "Seetransport beim Logistikzentrum der Bundeswehr", hat ihre Wurzeln bei der "Weiterleitungsstelle See" welche im Jahr 1956 in Bremerhaven aufgestellt wurde. Auftrag dieser Dienststelle war , aus Übersee kommendes Wehrmaterial welches für die aufzustellende junge Bundeswehr bestimmt war entgegenzunehmen und weiterzuleiten.
Um die Versorgung mit Rüstungs- und Versorgungsmaterial über See sicherstellen zu können, war es erforderlich eine Stelle zu schaffen, welche alle anfallenden militärischen Transportfragen zum Nachschub über See zentral abwickeln konnte. Zusätzlich sollten dort Fragen auf dem Gebiet der Hochsee- und Küstenschifffahrt, einschließlich der Ladungsumschläge in den Häfen, zentral über die Küste gelöst werden.
Aus diesen Gründen verfügte der Inspekteur der Marine Vizeadmiral Friedrich Oskar Ruge am 12.Mai 1959, dass eine "Transportdienststelle See der Bundeswehr" in Hamburg aufzustellen ist.
Die Aufgaben waren:
- im Frieden alle militärischen Seetransport- Operationen mit zivilen Handelsschiffen einschließlich der damit im Zusammenhang stehenden Ladungsgeschäfte zu betreiben.
- im Verteidigungsfall die militärischen Forderungen bei der "Obersten Nationalen Schifffahrtsbehörde" (Bundesverkehrsministerium) zu vertreten wie z.B. Gestellung von zivilen Seetransportraum und Umschlagmitteln.
- die ihr zugewiesenen Schiffe, Kräfte und Mittel bedarfsgerecht und nach wirtschaftlich vertretbarem Umfang einzusetzen.
Am 1.Oktober 1974 wurde die "Transportdienststelle See der Bundeswehr" nach Bremerhaven verlegt. Unter dem neuen Dienststellennamen "Transportdienststelle West der Bundeswehr" wurde auch die Weiterleitungsstelle See der Bundeswehr mit ihrer Nebenstelle Lufttransporte eingegliedert. Im Jahre 1980 erhielt die Dienststelle ihre ursprüngliche Bezeichnung "Transportdienststelle See der Bundeswehr" zurück. Die Hauptaktivitäten der Dienststelle lagen dabei eindeutig beim Seetransport.
Organisationsüberprüfungen in den 1990er Jahren führten zu weiteren Struktur- und Personalveränderungen bei im Kern unverändert gebliebenem Auftragsbestand sowohl innerhalb der Dienststelle als auch im Außenverhältnis zu Bereichen aus Wirtschaft und Verkehr. Neue Aufgaben kamen durch die Wiedervereinigung auf die Dienststelle zu. So wurde zum 1.April 1991 in Rostock eine Außenstelle eingerichtet. Deren Aufgabe war es den Abtransport militärischer, sowjetischer Güter über den Seeweg im Rahmen des Abzuges der sowjetischen Truppen zu unterstützen. Die Außenstelle Rostock wurde nach dem Abzug der sowjetischen Truppen zum 14.Dezember 1994 aufgelöst. Im Zuge der Zentralisierung wurde die "Transportdienststelle See der Bundeswehr" im Oktober 2002 aufgelöst und als Fachgruppe / Dezernat "Seetransport" in das "Logistikzentrum der Bundeswehr" in Wilhelmshaven integriert.
Dort werden die Aufgaben "Seetransport / Hafenumschlag" der Abteilung "Verkehr und Transport" wahrgenommen. Schwerpunktmäßig sind dies durchzuführende Seetransporte für Übungstätigkeiten im Ausland (USA, Griechenland, Türkei, Norwegen...) sowie Unterstützung der Auslandseinsätze der Bundeswehr.
Zum Umschlag des Materials werden Umschlagleitgruppen eingesetzt. Diese Umschlagleitgruppen koordinieren und leiten den Hafenumschlag. Sie sorgen für die Einhaltung der Gefahrgutvorschriften, die Regelung des Vor- und Nachlaufs und die Zollabfertigung.
Dienststellenleiter:
KptzS Banditt 19.05.1959 - 1962
KptzS Reischauer 1962 - 1966
KptzS Bredekamp 1966 - 1971
KptzS Emde, Bernhard 1971 - 31.03.1977
KptzS Gröhe, Werner 01.04.1977 - 31.03.1982
KptzS Kossyk, Helmut 01.04.1982 - 30.09.1985
KptzS Wagner, Horst 01.10.1985 - 30.09.1994
KptzS Dietrich, Hans-Erwin 01.10.1994 - 01.10.2002
Zitierweise: BArch BW 29/...
Transportdienststelle See der Bundeswehr (TrspDstSt See Bw), 1980-
10 Aufbewahrungseinheiten; 0,3 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Amtliche Druckschriften: BWD 49/1 30 Jahre Transportdienststelle See der Bundeswehr Bremerhaven
BWD 49/2 Transportdienststelle See der Bundeswehr 40 jähriges Dienstjubiläum
BWD 49/2 Transportdienststelle See der Bundeswehr 40 jähriges Dienstjubiläum
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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