Erinnerungskultur Ahlen / Sammlung Gummersbach (Bestand)
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N 220 N 220 Erinnerungskultur Ahlen / Sammlung Gummersbach
Kreisarchiv Warendorf (Archivtektonik)
ca.1900-2023
Form und Inhalt: Bestand N 220 Erinnerungskultur Ahlen / Sammlung Gummersbach
Zur Person:
Dr. Hans W. Gummersbach (geb. 1954 in Ahlen) wirkte nach Lehramts- und Diplom-Studium an der Universität Münster ab 1982 zunächst als Fachbereichsleiter für den Bereich der politisch-kulturellen Weiterbildung an der Volkshochschule Ahlen. 1988 erschien sein Buch "Der Weg nach Auschwitz begann auch in Ahlen. Vergessene Spuren der jüdischen Gemeinde einer westfälischen Stadt" (2013 in zweiter überarbeiteter und erweiterter Neuauflage).
Ab 1992 war er Leiter der Volkshochschule Warendorf-Telgte. Im Rahmen seiner Tätigkeit in der Erwachsenenbildung war u.a. die aktive Erinnerungskultur und die Förderung innovativer Impulse der regionalen und kommunalen Kulturarbeit in klein- und mittelstädtischen Strukturen seine Arbeitsschwerpunkte. 1997 wählte ihn der Rat der Stadt Münster zum neuen Direktor der dortigen Volkshochschule, 2004 wurde er zum Leiter des neu gegründeten Amtes für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster ernannt, das neben den Schulträgeraufgaben für die kommunalen Schulen auch die städtische VHS miteinschloss. Die letzte Station seiner beruflichen Laufbahn war die eines Geschäftsführers der HWK Münster, wo er ab 2007 die Leitung des Bildungszentrums des Handwerks übernahm.
Seit Beginn seiner beruflichen Tätigkeit 1982 engagierte sich Hans Gummersbach als Fachbereichsleiter der politisch-historischen Erwachsenbildung zu Themen der Erinnerungskultur (u.a. verschiedene Ausstellungsprojekte „30. Januar 1933: Die Welt verändert sich. Auch in Ahlen“ (1983); Anne Frank Ausstellung der Anne-Frank-Stiftung/Amsterdam (in Ahlen und Warendorf); „Das mobile Kunst- und Geschichtenmuseum“ (Ahlen 1990) und Gründung von „Geschichtswerkstätten“ in Ahlen und Warendorf; Aktion „BÜRGERBUCH: Flagge zeigen gegen Gewalt“ (Nordkreis Warendorf 1993); Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ des Hamburger Instituts für Sozialforschung im Jahr 1998 in Münster; Jüdische Kulturtage in Kooperation mit der „Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und Veranstaltungsreihen zur „Woche der Brüderlichkeit“)
Seit dem Eintritt in den Ruhestand setzt Hans Gummersbach diese Arbeit zu Themen der lokalen Erinnerungskultur weiter
fort. Er ist „Erinnerungspate“ (Bezirksregierung Münster/ Villa ten Hompel) für den in Ahlen geborenen Imo Moszkowicz (1925-2011).
Seit 2009 hat Gummersbach einen Lehrauftrag zur Kunst- und Kulturgeschichte der Fotografie an der Kunstakademie Münster inne. Er ist Mitglied des Vorstands der Freunde der Kunstakademie Münster.
Bestandsgeschichte:
Der Bestand enthält Aufzeichnungen sowie Audio- und Videoaufnahmen aus Gummersbachs Forschungstätigkeit zu Nationalsozialismus und Judenverfolgung in Ahlen, darunter Interviews mit dem in Ahlen geborenen Holocaust-Überlebenden und Regisseur Imo Moszkowicz (1925-2011). Dazu kommen fotokopierte Quellensammlungen zur Geschichte der jüdischen Menschen in Ahlen und der nationalsozialistischen Verfolgung. Die Fotos, die Gummersbach für sein Buch gesammelt hat, sind ebenfalls Teil des Bestands, darunter u.a. Fotos von Ahlen und der jüdischen Familien aus der Zeit vor 1939 bzw. 1933.
Die Unterlagen wurden dem Kreisarchiv von Hans Gummersbach 2024 als Schenkung übergeben.
Benutzung:
Der Bestand ist frei benutzbar, insbesondere die Ton- und Filmaufnahmen unterliegen aber dem Urheberrecht. Ein Großteil der Ton- und Videoaufnahmen liegen digitalisiert vor.
Warendorf, im Mai 2024
Dr. Langewand
Zur Person:
Dr. Hans W. Gummersbach (geb. 1954 in Ahlen) wirkte nach Lehramts- und Diplom-Studium an der Universität Münster ab 1982 zunächst als Fachbereichsleiter für den Bereich der politisch-kulturellen Weiterbildung an der Volkshochschule Ahlen. 1988 erschien sein Buch "Der Weg nach Auschwitz begann auch in Ahlen. Vergessene Spuren der jüdischen Gemeinde einer westfälischen Stadt" (2013 in zweiter überarbeiteter und erweiterter Neuauflage).
Ab 1992 war er Leiter der Volkshochschule Warendorf-Telgte. Im Rahmen seiner Tätigkeit in der Erwachsenenbildung war u.a. die aktive Erinnerungskultur und die Förderung innovativer Impulse der regionalen und kommunalen Kulturarbeit in klein- und mittelstädtischen Strukturen seine Arbeitsschwerpunkte. 1997 wählte ihn der Rat der Stadt Münster zum neuen Direktor der dortigen Volkshochschule, 2004 wurde er zum Leiter des neu gegründeten Amtes für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster ernannt, das neben den Schulträgeraufgaben für die kommunalen Schulen auch die städtische VHS miteinschloss. Die letzte Station seiner beruflichen Laufbahn war die eines Geschäftsführers der HWK Münster, wo er ab 2007 die Leitung des Bildungszentrums des Handwerks übernahm.
Seit Beginn seiner beruflichen Tätigkeit 1982 engagierte sich Hans Gummersbach als Fachbereichsleiter der politisch-historischen Erwachsenbildung zu Themen der Erinnerungskultur (u.a. verschiedene Ausstellungsprojekte „30. Januar 1933: Die Welt verändert sich. Auch in Ahlen“ (1983); Anne Frank Ausstellung der Anne-Frank-Stiftung/Amsterdam (in Ahlen und Warendorf); „Das mobile Kunst- und Geschichtenmuseum“ (Ahlen 1990) und Gründung von „Geschichtswerkstätten“ in Ahlen und Warendorf; Aktion „BÜRGERBUCH: Flagge zeigen gegen Gewalt“ (Nordkreis Warendorf 1993); Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ des Hamburger Instituts für Sozialforschung im Jahr 1998 in Münster; Jüdische Kulturtage in Kooperation mit der „Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und Veranstaltungsreihen zur „Woche der Brüderlichkeit“)
Seit dem Eintritt in den Ruhestand setzt Hans Gummersbach diese Arbeit zu Themen der lokalen Erinnerungskultur weiter
fort. Er ist „Erinnerungspate“ (Bezirksregierung Münster/ Villa ten Hompel) für den in Ahlen geborenen Imo Moszkowicz (1925-2011).
Seit 2009 hat Gummersbach einen Lehrauftrag zur Kunst- und Kulturgeschichte der Fotografie an der Kunstakademie Münster inne. Er ist Mitglied des Vorstands der Freunde der Kunstakademie Münster.
Bestandsgeschichte:
Der Bestand enthält Aufzeichnungen sowie Audio- und Videoaufnahmen aus Gummersbachs Forschungstätigkeit zu Nationalsozialismus und Judenverfolgung in Ahlen, darunter Interviews mit dem in Ahlen geborenen Holocaust-Überlebenden und Regisseur Imo Moszkowicz (1925-2011). Dazu kommen fotokopierte Quellensammlungen zur Geschichte der jüdischen Menschen in Ahlen und der nationalsozialistischen Verfolgung. Die Fotos, die Gummersbach für sein Buch gesammelt hat, sind ebenfalls Teil des Bestands, darunter u.a. Fotos von Ahlen und der jüdischen Familien aus der Zeit vor 1939 bzw. 1933.
Die Unterlagen wurden dem Kreisarchiv von Hans Gummersbach 2024 als Schenkung übergeben.
Benutzung:
Der Bestand ist frei benutzbar, insbesondere die Ton- und Filmaufnahmen unterliegen aber dem Urheberrecht. Ein Großteil der Ton- und Videoaufnahmen liegen digitalisiert vor.
Warendorf, im Mai 2024
Dr. Langewand
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET